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lassma.JB 18.08.2009 17:13:23

Gabelfederung zu weich
 
Hallo.
Ich hab das Gefühl das meine Federung vorn zu weich ist.
Mein Chef sagt es ist eig. ok.
Leider besteht bei der original Gabel ja keine Möglichkeit zum spannen :(
Jetzt meine Frage:

1. Kann man einfach dickeres Galbelöl verwenden?
Hab gehört das wenn es zu dick ist die Gabel nicht schnell genug wieder ausfedert wenn die Feder zu schwach ist.

2. Kann man einfach aus Metall oder Kunststoff Zylinder drehen, diese oben auf die Feder legen und dann so zusammen einbauen? So wird die Feder ja auch gespannt.

lG Jonas

wELz 18.08.2009 17:32:33

Zitat:

Zitat von lassma.JB (Beitrag 355286)
Hallo.
Ich hab das Gefühl das meine Federung vorn zu weich ist.
Mein Chef sagt es ist eig. ok.
Leider besteht bei der original Gabel ja keine Möglichkeit zum spannen :(

Man kann keine härtere Feder durch Spannen erhalten. Egal ob original GS Gabel oder nicht.
Was du meinst ist die Federvorspannung, aber an der Härte ändert sich da nix.

Progressive Federn und ein Gabelöl, das eine Stufe zäher ist, sind die einzigen sinnvollen Maßnahmen. Die Federn von Wirth sind ein tick härter als die Wilbers, wenn ich mich nicht täusch.

Dein Vorschlag ist reiner Pfusch und wäre maximal ein Ausgleich zu den bei dir fehlenden Federvorspannstopfen. Dementsprechend nicht zu empfehlen.

Eventuell findest du auch günstig eine Gabel oder 2 Standrohre mit Federvorspannstopfen (ändert aber nix an der Härte!!!).

lassma.JB 18.08.2009 17:46:28

Ja sie federt mir beim bremsen einfach zu leicht ein.
Aber eine Feder die man mehr zusammen drückt brauch doch auch mehr Karft um sie dann noch weiter zusammen zu drücken.
Es herscht in dem moment des bremsens ja ein viel stärkerer gegendruck dadurch das die Feder schon ein Stück weit zusammen gedrückt wurde durch den Metallzylinder.

Ich find das i-wie logisch.
Mein Chef hat das bei seiner alten BMW auch so gemacht und es funktioniert wunderbar bei him.

Jais 18.08.2009 17:51:02

Dadurch verkleinerst du den Negativfederweg. Konkret heißt das für dich, dass du bei Bodenwellen früher den Kontakt verlierst.

Mach das ordentlich und bau dir andere Federn ein.

Ist genau die gleiche Geschichte mit hinten:
Einfach die Federvorspannung auf Maximal stellen, damit die Feder härter wird.:no:

lassma.JB 18.08.2009 18:04:45

Ja nur die Federn kosten wieder 100€ + Öl.
Hab zZ einfach kein Geld :(

Frag mich grad warum das dann bei meinem Chef super funktioniert oO
Das is nen totaler Motorad Freak.
Hatte sogar mal ne Werksfahrerlizens (oder wie man das nennt) bei BMW.
Gelernter Schlosser-Meister.
Fährt MV Agusta F4, BMW K1 und ne alte BMW Tourenmaschine mit schon 370.000 Km auf der Uhr.

Wenn der nicht weiß wie man fährt wer dann? ^^

verbali 18.08.2009 18:59:23

Und wenn der 5 mal den Erdball umrundet hat, man kann eine Feder nicht härter ,achen, sondern nur ihren Arbeitsbereich verstellen.

Wenn du eine härtere Feder haben willst musst du dir eine kaufen und einbauen

wELz 18.08.2009 19:08:41

Ok, dann wird dein Chef Ahnung davon haben. Ich wusste doch schon immer, dass ich auch 20 aneinandergereite Kugelschreiberfedern mit genug Distanzstücken hart genug machen kann, um sie in eine Motorradgabel einzubauen. Dann hätte ich mir die progressiven Federn und das zähere Öl echt sparen können. Verdammt.

Es ist Pfusch und ändert nix an der Federhärte. Deine Feder wird von den Referenzen deines NICHT-KFZ/2RAD-Meisters sehr unbeeindruckt bleiben.

Hansafan1985 18.08.2009 19:39:53

Ist dein Chef denn überhaupt mit der Maschine gefahren?

Holly 18.08.2009 20:47:31

Die GS hat eine Feder mit linearer Kennlinie,daß heißt, es entsteht beim zusammendrücken immer ein gleicher Gegendruck ( linear).
Wenn du sie härter haben möchtest, muß du dickeres ÖL und eine Progressive Feder einbauen. Progressiv = je weiter ich zusammendrücke je höher der gegendruck.
Dei Chef kann vieleicht Motorradfahren aber hat keine Ahnung von Technik.

wuestenfuchs 19.08.2009 17:56:38

@holly: stimmt so nicht ganz. nicht der gegndruck (besser: gegenkraft) ist gleich, sondern die Federkonstande D, welche angibt wieviel Kraft F man braucht um einen Feder um eine Auslenkung s zu spannen. Das Gesetz dazu lautet F= D*s.
Bei einer linear gewickelten Feder ist D konstant, d.h. die Kraft wächst linear mit dem Auslenkung. Bei einer progressiv gewickelten Feder ist D nicht konstant, es nimmt mit der Auslenkung zu, also D(2)= D*k*s. Durch einsetzen in F(2)=D(2)*s erhält man F(2)=D*k*s^2, womit sich also ein hyperbelförmiger anstieg der gegenkraft ergibt. diese geht schneller gegen unendlich als eine lineare feder, wodurch durchschlagen effektiv verhindert wird.

lassma.JB 19.08.2009 21:56:12

Wozu dienen dann bitte die Einstellschrauben an den neuen Motorrädern?
Ist ja im Prinzip genau das gleich was ich mache wenn ich einfach ein Zylinder oben auf die Feder pack und zusammen einabu.

wELz 19.08.2009 21:58:09

Die sind zum einstellen vom Negativfederweg/Federvorspannung gedacht. Die ändern absolut 0,000000 gar nix an der Federhärte -.-

Hier ein paar Threads, die dich hoffentlich eines besseren belehren.
http://forum.gs-500.de/showthread.php?t=13843
http://forum.gs-500.de/showthread.php?t=10273
http://forum.gs-500.de/showthread.php?t=10262
http://forum.gs-500.de/showthread.php?t=1550

Saugwurmmensch 19.08.2009 22:53:39

Zitat:

Zitat von lassma.JB (Beitrag 355505)
Wozu dienen dann bitte die Einstellschrauben an den neuen Motorrädern?
Ist ja im Prinzip genau das gleich was ich mache wenn ich einfach ein Zylinder oben auf die Feder pack und zusammen einabu.

Die neuen Motorräder haben einstellbare Dämpfung.
Da kann man nicht nur die Federbasis verstellen (wie bei der GS), sondern auch die Druck- und Zugstufendämpfung.
Aber auch das macht die Feder nicht härter!
Die Feder federt nur und das auch immer nur im Rahmen ihrer Konstante.
Um die Feder in Zaum zu halten (sonst würde sich die Kiste wie ei Pogostab verhalten) ist die Dämpfung da. Zur Dämpfung dienen kleine Ventile durch die das Öl gedrückt bzw. gezogen wird (Druck- und Zugstufe). Bei der GS sind diese Ventilöffnungen fest. Bei Motorrädern mit Dämpfungseinstellung kann man die Ventile verändern und damit die Dämpfung beeinflussen.


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