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Vernom 06.01.2011 15:07:25

Motordichtungssatz
 
Hallo,

vor einigen Monaten hatte ich nen "Motorschaden" Sie lief nur auf einem Pot, hatte keine Kompression auf dem Rechten Pot. Ich habe mich gestern mal dazu bequemt den Motor meiner Suzi auszubauen, dann den Ventildeckel, Zylinderkopf demontiert. Die Kolben lagen frei und hab auch gesehn, dass das Auslassventil verölt war und der Kolben, sowie Ventile komplett verrußt sind.

So zu meiner Eigentlichen Frage:

Ich bräuchte daher nen Motordichtungssatz, nur weiß ich nich auf wen ich vertrauen soll. Louis hat zwar einen von OVERALL, aber über die Verarbeitung kann man sich streiten, laut ein paar Meinungen.

Bei Ebay wird die Marke auch angeboten, aber auch von Athena.
Hat jemand Erfahrung mit einer der beiden Dichtsätze?
Danke

Gruß
Mike

Saugwurmmensch 06.01.2011 15:14:54

Kommt vielleicht günstiger (und ohne Qualitätsunsicherheiten) wenn du die paar Dichtungen beim Suzukihändler holst.
Ich würde auch die Fußdichtung tauschen. Die wird beim abnehmen des Kopfes gern beschädigt. Wenn du das erst merkst, wenn alles wieder zusammengebaut ist, wird es doppelt ärgerlich.

Vernom 06.01.2011 15:27:35

Ja, stimmt sry. hatte ich vergessen zu schreiben, dass die mitgewechselt wird.

Schau ich ma, was der Händler nimmt.

Ist es sehr kompliziert die Ventilschaftdichtungen zu wechseln??

Saugwurmmensch 06.01.2011 15:34:13

Hast du ein Reparaturbuch?
Da steht das immer drin (inkl. Behelfswerkzeuge, wenn du keinen Ventilfederspanner hast).
Achte bei der Montage des Motors dann sehr genau auf die Steuerzeiten. In den Reparaturbüchern sollen da wohl Fehler sein. Im Zweifelsfalls also lieber hier im Forum schauen oder fragen.

cha0s 06.01.2011 18:55:22

Die Fußdichtung ist original von Susi billiger. Kostet ca. 6€ zzgl Märchensteuer. Schlechte Erfahrungen hab ich bisher mit einer Ventildeckeldichtung ausm Zubehör gemacht. Nach ca. 1,5 Jahren hab ich sie gewechselt. Gesifft hat sie schon länger. An den Ecken fing sie schon an, proös zu werden. Ob es sich mit der Kopfdichtung genau so verhält, werde ich demnächst mal ausprobieren. Ob sich die 10€ Ersparnis lohnen werden, oder ob sie schlechter ist als die originale, sei dahingestellt.

Die Schaftdichtungen sind einfach zu wechseln. Wenn das Ventil + Anhang ausgebaut ist, kannst du die einfach mit ner Spitzzange abziehen oder raushebeln. Eine Ventilfederpresse kannst du dir aus einer alten 1/2" Nuss und einer Schraubzwinge basteln. In die Nuss dremelst du 3 "Sichtfenster". Guckst du hier: http://www.gs-500.info/index.php?tit..._selbstgemacht

krafti 06.01.2011 20:35:14

Zitat:

Zitat von cha0s (Beitrag 413505)
Die Fußdichtung ist original von Susi billiger. Kostet ca. 6€ zzgl Märchensteuer. [/url]

6 € .. glaube ich nicht

Kostet bei Grobmotorik.de 15,70 :

http://www.grobmotorik.de/grob_int-1989946.htm

Dort bestelle ich schon seit Jahren..

cha0s 06.01.2011 20:56:33

Zitat:

Zitat von krafti (Beitrag 413510)
6 € .. glaube ich nicht

Macht nix, ich weiß für dich mit :-D
1124101D00 GASKET, CYLINDER € 5.50

krafti 06.01.2011 21:04:02

Wo ?

Das wäre extrem günstig für ne Fußdichtung.

cha0s 06.01.2011 21:07:02

Hm, dachte eigentlich du kennst den Laden. Mindestens von Erzählungen oder hier vom Board, den hab ich nich nur einmal genannt. http://www.gs-500.info/index.php?tit...eise_ermitteln

Hansafan1985 06.01.2011 21:23:50

Obs das dann hier beim Händler für nen ähnlichen Preis gibt, ist dann aber noch eine andere Frage, denke ich.

Vernom 07.01.2011 11:43:07

Top Antworten, danke!

Also die beiden rechten Ventile habe ich schon draußen, die ich in Verdacht hatte, warum keine Kompression da war.

Unter anderem hat beim Rechten Kolben ein Kolbenring gehongen, d.h. man hat ihn in den Kolben gedrückt, ist aber nicht mehr auseinander gegangen.

Das Einlass- und Auslassventil habe ich ein wenig bearbeitet, weil sie nicht richtig geschlossen hatten.

Alles klar, wenn ich beim Zusammenbau bin, werd ich nochmal nach den Steuerzeiten fragen. Ich werde jetzt noch die anderen zwei Ventile rausbauen und die Schaftdichtungen wechseln. Sicher ist sicher.

krafti 07.01.2011 12:10:59

Zitat:

Zitat von Vernom (Beitrag 413548)

Das Einlass- und Auslassventil habe ich ein wenig bearbeitet, weil sie nicht richtig geschlossen hatten.

Bearbeitet ? Also mit Ventilschleifpaste am Kopf eingeschliffen ?
Ich würde die Kolben etc. auch auf Maßhaltigkeit prüfen.

Ob ein ein Ventil "Seitenschlag" hat kann man ganz gut erkennen wenn man das Ventil in eine Bohrmaschine einspannt.
Bei hoher Drehzahl der Bohrmachine wird der Seitenschlag dann auch optisch sichtbar.

Vernom 07.01.2011 12:22:09

ja genau, mit Schleifpaste am Kopf eingeschliffen.

Ich schau mal, sieht so aus, als ob das Auslassventil nen Schlag hat.

cha0s 07.01.2011 16:01:51

Mach das gleich mit allen Ventilen.

Hat Ölkohle in er Nut vom Kolben geklebt oder wieso is der Ring nicht mehr rausgekommen?

Vernom 11.01.2011 07:39:32

Alles klar, dann schleif ich alle Ventile ein.

Ja es gab Kohlerückstände in der Nut, aber auch außen an der Stelle andem der Ring gehongen hatte.

Es gab auch Kohlerückstände am Ventilsitz und am Ventil selbst, aber nur am Auslassventil.

Der linke Pot, der Kompression hat ist das kleinere Ventil weiß, ich glaube das war das Einlassventil. Das Auslass-V. ist Rehbraun.
Ist das normal?

cha0s 11.01.2011 20:32:17

Faben sind unauffällig. Prüfe noch die Ventilführungen auf Spiel.

Goose 12.01.2011 10:10:47

Das Einlaßventil ist doch das größere von den beiden, das sollte eigentlich nicht rehbraun sein.... aber erst sollte man wissen ob du den Ventilboden meinst der in den Brennraum zeigt, oder die Seite die im Zylinderkopf verschwindet.

Vernom 14.01.2011 07:46:14

Die Seite vom Brennraum meine ich. Dann habe ich die beiden Verwechselt, hatte die nich vor mir liegen.

Dann Prüf ich dann nach dem Einschleifen den Ventilführungen auf Spiel. Danke

Vernom 05.03.2011 20:21:58

Andere Frage:

Kann ich meine Zylinderkopfmuttern/ -Schrauben nochmal verwenden?
Haben 21.000 km auf der Uhr.

Gruß

Mike

P.S.: Hat sich nichts mehr ergeben. Kam nicht mehr zum Zusammenbau.
Bin grade beruflich in England.

Goo 05.03.2011 20:24:56

ja, kannst du!

Vernom 05.03.2011 20:57:06

Is danach trotzdem dicht un alles?

Verwundert mich ein wenig.

Ach deswegen verkauft auch bei Ebay einer gebrauchte Kopfschrauben.

Danke für die Antwort!

Saugwurmmensch 05.03.2011 21:45:26

Warum solltest du die nicht nochmal verwenden können?
Sind doch schnöde Muttern.
Bei selbstsichernden Muttern kann die selbstsicherung nachlassen. Aber sonst passiert damit nix.

btw: Bei Ebay kann man auch etliche Bremsscheiben (von Händlern!) kaufen, die weit unter Verschleißgrenze sind.
Das Angebot sagt also nichts darüber aus, ob die Teile noch verwendbar sind...

Goo 05.03.2011 21:45:46

meine kopfmuttern waren vor 10.000km mindestens das erste mal ab (is aber wahrscheinlich, dass es das 2. mal war)und wieder drauf und is alles dicht...das vorgeschriebene drehmoment reicht immernoch für eine ausreichende klemmkraft. gewinde ölen vorm festziehn und gut.

Vernom 05.03.2011 21:53:00

okay cool, alles klar. Vielen Dank!

Vernom 06.03.2011 11:14:55

Hi,

nochma ne Frage:

Wie siehts mit den Nockenwellenschrauben aus?

Ich habe gelesen, dass man die auch nochmal nehmen kann, weil keine Winkelangabe beim Anziehen benötight wird.

Stimmt das?


Gruß
Mike

Saugwurmmensch 06.03.2011 13:12:35

So wie ich das mitbekommen habe, sind die Schrauben einweg, da die beim 2. Anziehen abbrechen können.
Da solltest du also neue verwenden.

Vernom 06.03.2011 15:45:46

Alles klar! Danke

Hab den Thread wieder gefunden:

http://forum.gs-500.de/showthread.php?t=21637

Da hattest du SWM auch deinen Kommentar dazu abgegeben, zum Thema Nockenwellenschrauben ;)

Vernom 10.04.2011 16:54:50

Hi,

also ich war jetzt letzte Woche endlich ma beim Händler und hab Nockenwellenschrauben gekauft, der meinte zwar, dass man die nochmal nehmen kann, abba für 11 Euro hab ich die dann mitgenommen.


Nochma nen Update:

Letzten Donnerstag hab ich dann alle Ventile rausgemacht, Ventilschaftdichtungen gewechselt, die Ventile nochmal alle eingeschliffen und wieder eingebaut.

Dann hab ich mal den Tipp von einem Forumsmitglied befolgt und habe Benzin in die Aus- und Einlasskanäle gefüllt und geschaut obs an der Brennraumseite an den Ventilen rausläuft.

Die Brennraumseite vom Pot, der Kompression hatte ist alles trocken geblieben.

Die Seite, die Kompressionsverlusst hatte war das Auslassventil okay, lief nix. Am Einlassventil lief die Brühe, bzw. tropfte es raus. Ungefähr 1 Tropfen pro 30 sec.

Video lad ich gleich hoch.


Kann man das dann so lassen, oder sollte ich doch nochmal mit einschleifen probieren und wenns nich klappt nen neues Ventil besorgen?

Brauch ich noch andere Teile oder nur ein Ventil?

majestic_morpheus 11.04.2011 07:11:52

Das sollte schon dicht sein. Bei der Verbrennung entsteht ein sehr hoher Druck und enorme Hitze. Ist das Einlassventil undicht, verbrennt dir der Ventilsitz (wird also immer mehr undicht) und die heißen Verbrennungsgase gelangen in den Ansaugkanal. Beides ist gar nicht gut.

Vernom 15.06.2011 08:14:10

Update:

Ich bin endlich mal wieder dazu gekommen, an meiner GS weiter zu "schrauben". Ich habe nochmal das undichte Ventil eingeschliffen, aber es hat rein gar nichts gebracht.

Es läuft immernoch Sprit durch, wenn ich durch den Auslasskanal Benzin einfülle.

Wars das? Oder ist das Evtl. mit einem neuen Ventil/ Ventilsitz getan?

Ich will die endlich mal wieder dicht bekommen.

Vielleicht hat auch noch jemand einen Kopf daheim liegen der Dicht ist und ihn nicht mehr brauch.

krafti 15.06.2011 09:47:46

Undichte Ventile habe ich bisher immer entsorgt

Bei jeden Test/ Ausbau killt man die Ventilschaftdichtung..

das lohnt dann nicht

Vernom 10.07.2011 18:08:28

Hi,

ich möchte euch mal weiter berichten von meiner Reparatur..

Ich habe letzte Woche einen gebrauchten Zylinderkopf bei Ebay gekauft.
Hat recht wenig laufleistung und sah aus wie neu.

Den alten hatte ich aufgegeben...

Also gleich mal direkt eingebaut, vorher die Kolbenringe noch getauscht. Nockenwellen eingebaut und die richtigen Shims eingesetzt.

Dann die große Überraschung: Beim durchdrehen des Motors mit einer Ratsche habe ich leises "Sandknacken" wahrgenommen. Kurz überlegt und hätte meinen Kopf am liebsten gegen die Wand geschlagen.

Vor ein paar Wochen wurden bei uns im Hof Gasleitungen verlegt, der Boden wurde aufgerissen und Sand flog durch die Luft und leider irgendwie auch in den eigentlich gut abgedeckten Motor.

Es folgte eine Motorspülung mit Motorreiniger und Öl.

Also dann angefangen das Motorrad wieder zusammen zu bauen und beim ersten Starten fiel mir auf, dass der Rechte Pott wieder nich lief.

Zündfunken da, Kompression auch, aber diesmal wars der Vergaser.
Heute zerlegt und alles Blitzeblank sauber gemacht, zusammengebaut und ab in die Maschine.

Nun läuft sie endlich wieder, aber sie spuckt Sprit aus einer Düse am rechten Vergaser raus.

http://www.youtube.com/watch?v=BYK1DNCObLc

(Drehzahl is so hoch, weil ich die Lehrlaufdrehzahl zu dem Zeitpunkt noch nicht rausgedreht hatte. Gleiche Problem auch bei normaler Drehzahl)

Goo 10.07.2011 18:39:41

thema dreck im motor:
wußtest du, dass man nach motor revision nach 50km -100km noch einen ölwechsel machen soll?

(unabhängig von deinem sand im motor)

Vernom 10.07.2011 21:17:34

Hi, danke.

Ja wusste Ich und werde Ich auch nochmal machen.
Morgen mach Ich einen und dann die nächste Woche.

Aber das Problem mit dem Vergaser besteht noch ab un zu.


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