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Kupplung defekt?
Moin Leute,
ich mal wieder... Ich wollte letzte Woche Freitag bei dem sehr schönen Wetter die 1. Ausfahrt mit meiner GS machen nachdem jetz auch die neue Kette drauf ist. Doch leider war die Fahrt schnell wieder vorbei. Mir ist nämlich aufgefallen das die Kupplung bei ca. 4500-7000 rutscht... Sprich ich fahre ganz normal gebe ein wenig gas, komme an die 4500 rpm und auf einmal dreht sie bis 7000 hoch als hätte ich ausgekuppelt. Ab 7000 zieht sie dann wieder und man spürt wieder das es nach vorne geht. Jetzt meine Frage, ist das wirklich die Kupplung, kann es vill vom stehen über den Winter kommen, beim anfahren ist alles ok. Wenn es die Kupplung ist, reicht es nur die Lamellen zu tauschen oder müssen die Stahlscheiben immer gleich mit getauscht werden? Und ist das für den nicht erfahrenen Motorradschrauber machbar, Werkstatt meinte natürlich sofort die Kupplung ist komplett hin, muss alles getauscht werden und würde ca 400-600€ kosten. MFG |
Ölwechsel mit irgendeinem Leichtlauföl aus dem Baumarkt/Discounter etc hast du nicht zufällig gemacht?! Wenn doch, dann liegt es daran, dass die Leichtlauföle nicht für Ölbadkupplungen geeignet sind, weil sich durch die Leichtlaufadditive der Reibkoeffizient zwischen den Lamellen/Scheiben ändert und es zum Kupplungsrutschen kommen kann,
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Hi, nein Ölwechsel wurde vom Vorbesitzer noch gemacht, ist jetzt erst gut 3000km drin gewesen ist 10W40 Motorradöl, Marke ist mir aber gerade entfallen.
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10W40 hat nur etwas mit der Viskosität zu tun, sagt aber nix darüber aus,
ob es für Ölbadkupplungen oder nicht geeignet ist. Kennzeichen für Motorradöl mit Verwendung für Ölbadkupplungen ist die Bezeichnung JASO MA, wenn das nicht drauf steht, dann Finger weg. Zitat:
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Ok, dann werde ich da nochmal nachschauen, was mich nur wundert letzte Saison lief alles super. Da war ja das Öl schon drin. Erst jetzt nach der Winterpause ist das Problem aufgetreten.
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Also hab ma nachgeschaut, drin ist das Viscoil SAE 10W-40 teilsynthetisch von Racing Dynamic (polo). Taugt das was? liegts an dem Öl?
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nein sollte nicht am öl liegen. vor allem hat es vorher ja auch geklappt. das würde keinen sinn machen!
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Und das kann einfach so von jetzt auf nachher sein das die Kupplung hopps geht... Letzte Saison war wie gesagt alles top...
Ich habe jetzt im Winter nur die Kette gewechselt, das sollte ja aber auch nichts damit zu tun haben oder? Vorallem beim anfahren klappts ja... ich bin verwirrt... |
Naja, das sind halt die ersten Anzeichen dass die Kupplung langsam mal gewechselt werden sollte.
Du kannst ja noch fahren, aber so kündigt sich eben immer eine kaputtgehende Kupplung an. Hat das Bike zufällig mal einer Fahrschule gehört? :-) Btw, in nem bestimmten Maß lassen sich Kupplungen einstellen, wie weit kannst du den Kupplungshebel ziehen bis ein Widerstand kommt? Ich meine auch was in der FAQ gesehen zu haben, wie man Kupplungen einstellt und auswechelt. |
Wenn man die Ölbadkupplung nicht malträtiert, hält die mindestens 50000 km, eher mehr.
Vor vielen Jahren, werden jetzt 29 oder 30 Jahre sein, habe ich bei meiner 250er Honda nach 50000 km die Lamellen nachgemessen. Die lagen alle noch innerhalb der Einbautoleranzen. Und die Honda wurde nicht geschont. Ich würde mal die Grundeinstellung, den Zug und den Ausrückmechanismus nachsehen, bevor ich den Motor öffnen und die Kupplungslamellen austauschen würde. http://forum.gs-500.de/showthread.php?t=23956 |
Wiederstand hab ich sobald ich den Kupplungshebel betätige... Und nein gehörte keiner Fahrschule.
Reicht es bei sowas nur die Lamellen zu tauschen oder muss man dann auch die Metallscheiben mittauschen... Im mom ist das so ein Saison gelaufen da momentan nicht viel Kohle über ist zum machen. Die lamellen würden ja nur 35€ kosten, alles tauschen wär ich bei 250-300€. Noch dazu kommt das ich sie gegen September eh verkaufen möchte da ich dann offen fahren darf und naja, die GS aufmachen ist ja jetzt nicht DER Leistungsgewinn... |
Stell doch zuerst einmal deine Kupplung richtig ein, ich vermute, dass es damit schon getan ist..
Die Kupplung braucht unbedingt einen Leerweg von 10 mm an der Kugel gemessen. Siehe FAQ. Die Kupplungslamellen sollte man immer im Pack wechseln, also dann auch mit den Stahlscheiben. Wenn man kann, kann man auch die Stahlscheiben auf Verzug und Maßhaltigkeit prüfen und dann entscheiden. Dazu braucht man aber eine Richtplatte und muss wissen wie man das misst. |
An welcher Kugel ?
Ich habe schon versucht aus dem Handbuch schlau zu werden aber das hilft mir nicht sonderlich weiter... |
Die Kugel die außen am Kupplungshebel sitzt.
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Also Leute, haltet mich für doof aber ich steh grad aufm Schlauch... Saß eben ne halbe Stunde vor der GS und war am überlegen was Ihr meint.
Also wenn ich die Kupplung betätige also zum Lenker ziehe... und dann los lasse zum einkuppeln/losfahren, habe ich massig spiel bis sie greift... sie greift ca 1-2cm vor ganz los lassen. Vill könnt Ihr mir sagen was genau Ihr meint mit einstellen, würde mich freuen wenn es nur eine Einstellungssache wäre und nicht die Kupplung hinüber. |
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moin,moin
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Wenn du deine Kette gewechselt hast, musste du auch denn Ritzeldeckel entfernen und dadrin steckt auch die einstellung vom ausruckmechanismus. Wenn der zu stram steht rutscht deine kupplung auch.
M F G LEO |
http://forum.gs-500.de/showthread.php?t=23956
V1p3r du hättest das lesen sollen, was ich oben verlinkt habe, da ist doch alles beschrieben. Am äußeren Ende des Kupplungshebels (da ist eben die Kugel) muss das Spiel möglichst genau 10 mm betragen. |
Ja soweit habe ich das auch verstanden, nur verstehe ich nicht welches Spiel Ihr meint, bei mir geht die Kupplung in allen Positionen gleich schwer. Daher bin ich etwas irritiert wo ich da spiel messen soll...
Wie schon gesagt, Hebel losgelassen = eingekuppelt, Hebel 2cm betätigt = ausgekuppelt (bei mir) also sie kommt echt spät... |
Du musst den Bowdenzug oben an der Kupplungsarmatur so einstellen, dass du den Hebel ca. 1 cm ziehen kannst, ohne einen Widerstand der Kupplung zu merken.
Kein Wunder, dass deine Kupplung rutscht, bei gerade Mal 2 cm Hebelweg zum vollständigen Auskuppeln. |
Ja aber warum ging das denn vorher? und jetzt plötzlich nicht mehr, war ja nicht an der Kupplung dran...
Und nen Wiederstand habe ich wie gesagt über den gesamten Kupplungsweg, ist bei nem Kumpel mit ner neueren GS aber auch nicht anders. |
Bei deiner GS wurde die Kette gewechselt.
Schon mal daran gedacht, dass dabei etwas nicht richtig zusammengebaut worden sein könnte? Wenn ein Fehler/Defekt nach einer gerade durchgeführten Arbeit auftritt, sollte man da nochmals nachsehen. Wenn man am Kupplungshebel zieht, darf man erst nach einem gewissen Leerweg einen Widerstand spüren. Wenn man außen an der Kugel ein Linieal anhält, sollte der Leerweg nach 10 mm aufhören und man sollte dann den Widerstand spüren. Was ist denn daran nicht verständlich? Dein Kumpel sollte dann auch mal sein Kupplungsspiel überprüfen. |
Wenn das plötzlich aufgetreten ist, solltest du auch den Kupplungszug abbauen und auf Leichtgängigkeit testen. Kurz bevor so ein Zug endgültig reißt, dröselt der sich oft innerlich auf und wird länger. Dann stehen innen aber auch einzelne Stränge des Zuges ab und reiben an der Hülle, was man spüren kann, wenn man den ausgebauten Zug mit der Hand durchschiebt und zieht.
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Okay, das mit dem Leerweg habe ich jetzt gepeilt und auch eingestellt bekommen, das mit dem Zug selbst werde ich gleich mal noch prüfen.
Danke :=) |
Wenn sich der Innenzug längt, wird der Leerweg größer, man bekommt die Kupplung dann nicht mehr ganz getrennt, was sich mit schlechtem/hakeligen Schalten und der Tendenz zum Wegrollen trotz gezogener Kupplung bemerkbar macht.
Beginnt sich der Innenzug aufzulösen kann man es manchmal schon daran merken, dass es etwas dauert bis die Kupplung richtig greift, der Innenzug rutscht dann nicht mehr so gut im Außenzug. Auf jeden Fall sollte man den Zug regelmäßig ölen. Suzuki schreibt, man soll ein paar Tropfen Motoröl oben an den Zug geben. Das Öl verteilt sich der Schwerkraft folgend normalerweise im ganzen Zug. Wenn der Leerweg jetzt richtig eingestellt ist, greift die Kupplung nun wie sie soll? |
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