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gs500_ef 09.04.2013 17:37:35

Vergaserschrauben kaputt :/
 
Hallo,

wollte heute auch endlich mal die Entdrosselung meiner GS 500 U (K4) in Angriff nehmen.

Lief soweit eigentlich ganz gut und war, durch die FAQs etc. wirklich kein großer Akt - ich wusste was ich tue und hab gemerkt, dass Werkstatt an sich rausgeschmissenes Geld wäre, weils wirklich einfach ist.


Einfach ist aber nicht immer einfach. :(


Die Schrauben der Unterdruckdeckel (wo Gasschieber reinkommen) und die Schrauben der Schwimmerkammern sind zum Teil so verknuddelt und fast schon rund, dass ich sie absolut nicht lösen kann.

Beim Kauf merkt man ja sowas nun wirklich nicht, weil die Schrauben ja nicht einsehbar sind ... frag mich echt, wie der Vorbesitzer es hinbekommen hat, beim Vergaser reinigen etc. die Schrauben so zu verhunzen und v.a. die schon verknudelten Schrauben wieder so bombenfest zu ziehen?!

Vorher natürlich alles schön mit Öl eingesprüht, damits ein bisschen besser flutscht, aber mit keinem meiner Schraubenzieher oder Bits mit Ratsche oder T-Griff ist auch nur annähernd was zu machen.

Greifen nicht und Schraube bewegt sich keinen Millimeter.




Habt ihr evtl. ne Idee, wie ich die Teile lösen kann?
Muss ja irgendwie möglich sein ... aufbohren bzw. mit so speziellen Bits, die fürs rausdrehen kaputter Schrauben gedacht sind und neue kaufen will ich lieber nicht ... zerkloppe ich mir mit Pech vllt noch die Schwimmerkammer bzw. sind die Schrauben dann wahrscheinlich wieder so speziell, dass normale ausm Baumarkt nicht funktionieren und die speziellen dann wieder derb viel kosten.


Hab mir gedacht, dass ich mir evtl. mal nen Dremel borge und versuche, neue Schlitze in die Schrauben zu fräsen, damit evtl. wieder ein Bit greifen kann?
Die Schrauben sind ja sehr weich.

Meint ihr, dass das klappen könnte?
Falls nicht, evtl. noch andere Ideen?



Wollte eigentlich wirklich nicht für den an sich einfachen Umbau in die Werkstatt und die stehen ja im Endeffekt dort vor dem selben Problem mit den Schrauben oder wie lösen die das dort?



Bedanke mich schon mal für eure Hilfe!


Beste Grüße
gs500_ef

Saugwurmmensch 09.04.2013 17:53:02

Ja, die Schrauben sind sehr weich.
Hat er vielleicht beim Drosseln zerwürgt.

Ich schlitze vergnaddelte Schrauben auch mit dem Dremel. Das geht meistens gut und wenn der Kopf doch abreißt, kannst du die Schwimmerkammer abnehmen und den Schraubenrest mit ner Zange packen.

Ich hab bei mir Inbusschrauben nachgerüstet und damit kein Problem mehr.

gs500_ef 09.04.2013 18:10:18

Naja, meine war ja von Werk aus gedrosselt.

Schätze mal, dass er die beim reinigen/synchronisieren zerwürgt hat.


Dann werd ichs wohl morgen mal mit nem Dremel probieren, wenn ich einen besorgen kann.



Zu den Inbusschrauben - ist ne gute Idee an sich ... kann ich da jede verwenden oder muss ich irgendwas beachten (außer halt, dass Gewinde passt und Länge auch halbwegs).

An sich kanns mir ja egal sein ... will ja eh nur entdrosseln und mir, im Sommer, wenn ich offen fahren darf, wahrscheinlich eh ne größere Maschine zulegen. Reindrehen ausgenudelter Schrauben geht ja oft einfacher. ^^

Saugwurmmensch 09.04.2013 18:15:36

Zitat:

Zitat von gs500_ef (Beitrag 499271)
Reindrehen ausgenudelter Schrauben geht ja oft einfacher. ^^

Tztztz :dagegen:

Die noName-Dremelkopien tun auch nen super job für 15-20€ in jedem Baumarkt.
Sollte in keiner Werkstatt fehlen ;)

Schrauben kannste alle nehmen, die passen.
Ich hab auch nur verzinkte Baumarktschrauben drin.

gs500_ef 09.04.2013 18:29:21

Okay, dank dir.

Dann steh ich morgen mal wieder früh auf und dann gehts als erstes zum Baumarkt ... hab ja zum Glück noch frei. :)


Also meinst, dass das definitiv funktionieren wird mit anfräsen?

Jim Knopf 09.04.2013 18:31:42

Servus,

mit ner kleinen Gripzange oder Wapuzange bekommste die verdaddelten Schrauben auch auf.

verbali 09.04.2013 18:37:17

und Dremeln bitte IMMER nur mit Schutzbrille, oder zumindest sone Sportbrille.

Wenn die Dremelscheiben brechen sind die Saugefährlich!!!

gs500_ef 09.04.2013 18:38:08

Wasserpumpenzange hatte ich schon probiert, hat nicht funktioniert. :-|

Muss aber auch sagen, dass keine Profizange mit richtig guter Zackung war, sondern eine, die bestimmt schon 20 Jahre alt ist. ;)

Runestone 09.04.2013 19:11:33

Mit ner grippigen Zange sollte das aber gehen, hatte damals selber das Problem.

Saugwurmmensch 09.04.2013 19:13:17

Kannst den Schrauben auch nen leichten Schlag mitm Hammer auf den Kopf verpassen. Vielleicht hat das Alu gefressen und es löst sich leichter nach nem kleinen Prellschlag.
Aber sachte, is alles nur spröder Aluguss. Also lieber nen kleinen Hammer nehmen ;)

gs500_ef 09.04.2013 20:08:28

Zitat:

Zitat von Saugwurmmensch (Beitrag 499305)
Kannst den Schrauben auch nen leichten Schlag mitm Hammer auf den Kopf verpassen. Vielleicht hat das Alu gefressen und es löst sich leichter nach nem kleinen Prellschlag.
Aber sachte, is alles nur spröder Aluguss. Also lieber nen kleinen Hammer nehmen ;)

Schon probiert, leider ohne Erfolg. :/

Werd mich morgen noch mal ransetzen ... noch mal mit besserer Zange probieren, ansonsten halt zum Baumarkt und Dremel besorgen.

gsmattis 09.04.2013 20:18:55

Sind afaik M5 x 16 (ohne Gewähr!)

AmigaHarry 09.04.2013 20:54:58

Und beim Festziehen der neuen Schrauben (vermutlich sind's dann Imbus) bitte Gefühl walten lassen - sonst brauchst du danach keinen Dremel sondern einen Gewindeschneidsatz oder gleich ein neues Vergasergehäuse. Suzuki hat sich nämlich etwas dabei gedacht warum sie so weiche Schrauben verwenden......

Luxxx 09.04.2013 22:00:11

Ich hab gute Erfahrungen gemacht die schrauben von oben mit nem Seitenschneider zu packen und zu drehen. Der Kopf is zwar dann endgültig in, aber so ausgenudelte schrauben ersetzt man am besten sowieso

Rocky 09.04.2013 22:23:05

Zitat:

Zitat von AmigaHarry (Beitrag 499328)
Und beim Festziehen der neuen Schrauben (vermutlich sind's dann Imbus) bitte Gefühl walten lassen - sonst brauchst du danach keinen Dremel sondern einen Gewindeschneidsatz oder gleich ein neues Vergasergehäuse. Suzuki hat sich nämlich etwas dabei gedacht warum sie so weiche Schrauben verwenden......

genau - das macht nämlich Sinn dass die Schraubenköpfe garantiert vor dem Gewinde im Vergasergehäuse den Geist aufgeben

ich würde die Schrauben daher auch eher mit einfachen Schlitzschrauben ersetzen - die zieht man für gewöhnlich selten zu fest an - trotzdem spart man sich das Dremeln wenn man sie wieder öffnen will

Runestone 10.04.2013 06:05:31

Zitat:

Zitat von gsmattis (Beitrag 499324)
Sind afaik M5 x 16 (ohne Gewähr!)

Glaub es waren M6 er....bin mir auch nicht mehr ganz sicher....:grinser2:

Smolle 10.04.2013 14:50:39

Ich hab das gleiche Problem gehabt.
Dremel ist garnicht nötig, geht auch mit einer einfachen Säge.
Aber ein Dremel ist immer praktisch :D

Smolle

Saugwurmmensch 10.04.2013 14:55:28

Zitat:

Zitat von Smolle (Beitrag 499411)
Ich hab das gleiche Problem gehabt.
Dremel ist garnicht nötig, geht auch mit einer einfachen Säge.
Aber ein Dremel ist immer praktisch :D

Smolle

Klar funktioniert eine Laubsäge auch, aber an die inneren Schrauben der Schwimmerkammern kommt man mit ner Säge echt schlecht ran.

Smolle 10.04.2013 15:05:51

Zitat:

Zitat von Saugwurmmensch (Beitrag 499412)
Klar funktioniert eine Laubsäge auch, aber an die inneren Schrauben der Schwimmerkammern kommt man mit ner Säge echt schlecht ran.

Mit dem Dremel gehts auf jeden Fall besser, mit der Säge klappts aber auch ganz gut.

gs500_ef 10.04.2013 19:11:03

So, danke für die vielen hilfreichen Antworten.

Hab es heute dann doch hinbekommen.
Dremel brauchte ich nicht, hab mir nur im Baumarkt für schlappe 5 EUR ne neue WaPu-Zange besorgt, die im Gegensatz zu meiner alten noch nen richtig kantiges Profil hat.

Damit hab ich auch die letzten, vernudelten und bitterfest sitzenden Schrauben lösen können (und bei Gelegenheit gleich durch neue ersetzt).



Ich muss sagen:

Hätte absolut nicht gedacht, dass sich die 14 PS und 6-8 Nm mehr Drehmoment so bemerkbar machen.
Untenrum merkt man nicht sonderlich viel - mit Drossel lag max. Drehmoment ja bei ca. 4500 U/min, max. Leistung bei etwa 7500 U/min.

Ungedrosselt gehts bei 7900 U/min überhaupt erst los (max. Drehmoment) und Leistungsspitze entfaltet sich bei 9200 U/min.
Klar, der Anzug ist nicht vergleichbar mit irgendeinem Bock, der 98 PS oder mehr hat, aber im Vergleich zu vorher finde ich den Unterschied schon beachtlich.

Endlich ist es kein Problem mehr, bei Landstraßentempo, vernünftig und ohne übertrieben viel Anlauf zu nehmen, zu überholen.

Konnte bei meiner Testfahrt heute von 90 km/h, ohne Anlauf nehmen zu müssen und obwohl zum Gegenverkehr jetzt nicht sooooooooooo extrem viel Platz war, an einem Stück 3 Autos und einen 40 Tonner zersägen - und hatte zum Ende des Überholvorgangs schon 180 km/h aufm Tacho (mit Drossel war immer bei 155 km/h Schluss) und ich glaube, dass da noch was gegangen wäre ... habs aber aufgrund des starken Gegenwinds dann sein lassen, weil mir die Maschine zu unruhig wurde.


Also ich kann wirklich nur jedem empfehlen, seine GS auf die 46/48 PS aufzumachen, Unterschied ist deutlich spürbar.

Ob mir das Plus an Leistung langfristig Spaß macht, muss ich sehen.
Darf ab Mitte Juli komplett offen fahren - kann also ggf. passieren, dass ich dann ne GS abzugeben habe, weil ich doch was größeres möchte. :)

HWK 10.04.2013 23:11:01

Zitat:

Zitat von gs500_ef (Beitrag 499446)
So, danke für die vielen hilfreichen Antworten.

Ich muss sagen:

Hätte absolut nicht gedacht, dass sich die 14 PS und 6-8 Nm mehr Drehmoment so bemerkbar machen.
Untenrum merkt man nicht sonderlich viel - mit Drossel lag max. Drehmoment ja bei ca. 4500 U/min, max. Leistung bei etwa 7500 U/min.

Ungedrosselt gehts bei 7900 U/min überhaupt erst los (max. Drehmoment) und Leistungsspitze entfaltet sich bei 9200 U/min.
Klar, der Anzug ist nicht vergleichbar mit irgendeinem Bock, der 98 PS oder mehr hat, aber im Vergleich zu vorher finde ich den Unterschied schon beachtlich.

Endlich ist es kein Problem mehr, bei Landstraßentempo, vernünftig und ohne übertrieben viel Anlauf zu nehmen, zu überholen.

War bei der GS meiner Tochter genauso. :-DUnd endlich mal jemand, der keine neuen Probleme eingebaut hat...:-D

Zitat:

Zitat von gs500_ef (Beitrag 499446)
. habs aber aufgrund des starken Gegenwinds dann sein lassen, weil mir die Maschine zu unruhig wurde.

Ein wesentlicher Verbesserungspunkt dabei ist der Einbau progressiver Gabelfedern, ich habe damals Wirth benutzt, die Wilbers sind aber auch OK. Damit "schlabbert" die Kiste dann nicht mehr so in welligen Kurven und der Geradeauslauf auf der Autobahn ist auch deutlich besser.

Also ich kann wirklich nur jedem empfehlen, seine GS auf die 46/48 PS aufzumachen, Unterschied ist deutlich spürbar.

Ob mir das Plus an Leistung langfristig Spaß macht, muss ich sehen.
Darf ab Mitte Juli komplett offen fahren - kann also ggf. passieren, dass ich dann ne GS abzugeben habe, weil ich doch was größeres möchte. :)[/QUOTE]


Mit den 46PS der GS kann man jahrelang mit Spaß rumheizen, die Handlichkeit ist schon nett. Ich steige auch gerne noch um (auf die GS meiner Tochter).
Gute Fahrt,
HWK

majestic_morpheus 11.04.2013 07:42:47

Zitat:

Zitat von HWK (Beitrag 499514)
Mit den 46PS der GS kann man jahrelang mit Spaß rumheizen, die Handlichkeit ist schon nett.

Kann ich nur bestätigen. Solange man auf kurvigen Landstraßen unterwegs ist, macht die GS kein bisschen weniger Spaß als große Maschinen. Noch besser wird es, wenn man progressive Gabelfedern einbaut (IMHO ein Muss) und mit einem ordentlichem Federbein, z.B. von Wilbers - das habe ich aber auch noch nicht ;-)

Ich bin mit meiner GS bisher mühelos an der GSX-R 1000 (169 PS) und später GSX-R 750 (150 PS) meines Kumpels dran geblieben. Zumindest solange keine längere Gerade kam, bei der nächsten Kurve war ich aber auch dann wieder dran.

@gs500_ef: Denkst du bitte daran, den Umbau vom TÜV abnehmen und vom Amt in die Fahrzeugpapiere eintragen zu lassen? Und auch nicht vergessen, die Versicherung zu informieren. Bis dahin würde ich an deiner Stelle erstmal nicht fahren, auch wenn die Versuchung groß ist.


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