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Hintere Bremse mehrere Fragen
Grüß euch,
hab schon mit der Suche einige Infos gefunden, jedoch bräucht ich noch etwas Unterstützung. Problem ist meine hintere Bremse. Ich benutze sie ziemlich wenig. Da meine GS vorwiegend ein Stadtgefährt ist, bremse ich hinten im Falle einer Vollbremsung oder wenns nass ist. Aktuell quietschen die Beläge wie Sau. Ich vermute mal das die Dinger einfach schon steinalt sind. Hab mir neue Beläge gekauft, auch für vorne, da die Sinter "neu" auch wie Sau gequietscht haben. Fakt ist. Die Führungsstifte sind festgegammelt..... Meine Frage, wenn ich mich dran mache den Bremssattel zu zerlegen. Was mich nicht so stört, da ich die Bremsflüssigkeit eh tauschen muss, was ich alles an Dichtungen und Rest brauche. Würden diese Dichtungen ausreichen? http://www.ebay.at/itm/Bremssattel-D...item5af746e518 oder kann ich, sofern die noch in Ordnung sind, die vorhandenen weiter verwenden. Des weiteren stellt sich die Frage, wo ich zur Not neue Führungsstifte herbekomme. Hab hier in Wien schon mal früher mehrere Händler wegen einem Ersatzteil angeschrieben, nur die Vollpfosten geben nicht mal ein "Leck mi am A...." als Antwort zurück..... Nächste Frage. Mir ist aufgefallen, dass die hintere Bremse ungleichmäßig bremst. Sprich "pulsierend". Kann es sein, dass die Scheibe einen Schlag hat, oder kanns auch an den steinalten Belägen und maybe leicht steckender Bremskolben liegen? Danke für eure Hilfe. LG, |
Hi,
so ziemlich das gleiche habe ich grade hintermir. Habe meine Hinterbremse das gefühlt erste mal seit die Maschine 1991 zugelassen wurde komplett zerlegt. Meine Dichtungen waren noch geschmeidig und dicht - kann man also weiterverwenden. Problematisch wird es, wenn die Oberfläche der Kolben beschädigt ist - das wird oft undicht bzw. kann die Dichtung zerstören. Die Bolzen bekommst du, sofern der Sattel zerlegt ist, locker mit einer guten Portion Rostlöser und einer vernünftigen Kombizange beschädigungsfrei raus. Beim Zusammenbau die Kupferpaste nicht vergessen. Wenn du den Sattel zerlegt hast, kontrollier einfach ob all diese Teile da sind: http://www.alpha-sports.com/spst/1991%20GS500E/39.gif Wenn du noch Fragen hast oder Bilder vom zerlegten Sattel brauchst kann ich gerne aushelfen. |
Ich hatte auch festgegammelte Führungsstifte. Hab alles wieder so montiert, weil ich sie nicht losbekommen hab. Ich weiß, Pfusch, aber ich habe hinten genau so wie du gebremst. So gut wie nie.
Die alten Dichtungen kannst du, sofern sie in Ordnung sind, natürlich wiederverwenden. Die Stift bekommst du mit viel WD-40 und ner Wapuzet vielleicht raus, je nachdem, wie fest sie angegammelt sind. Ansonsten so wie ich machen. Die Scheibe kann einen Schlag haben. Höchstmaße weiß ich aber nicht. |
@gsmattis: Jop deinen Thread hab ich schon durchschmökert :)
Danke mal für die Tipps. Werd ich wohl am Weekend zerlegen. Sofern ich dazukomm... Stellt sich nur die Frage ob Kupferpaste wirklich Ideal ist..... Der Bremssattel ist ja aus Alu und da wäre aus galvanischer Sicht Kupferpaste nicht so ideal oder? |
Schau dir die Scheibe mal genau an.
Ein Schlag ist etwas äußerst seltenes...besonders an ner Hinterradbremse. Meist haben nur festgerostete Beläge ihre Spuren auf der Scheibe hinterlassen. Das bekäme man weggeschliffen. Bei Autos/im Rennsport verziehen sich auch keine Scheiben. Wenn es da anfängt zu rubbeln, liegt das meist an überhitzten Belägen, die hässliche Ablagerungen auf der Scheibe hinterlassen haben. Dieses Zeug (hieß es Zementit?) ist härter als der Stahl der Scheibe und ungleichmäßig verteilt. Daher das rubbeln. Das bekommt man auch nur sehr schwer weg, da es eben härter als der übrige Stahl ist. Mein Bruder hatte das auf einer Seite bei seinen neuen Scheiben...in der Einfahrzeit zu stark bremsen müssen und schon hatte er ein pulsierendes Pedal. Da half nur eine neue Scheibe. In dem Sattelreparaturset oben ist alles dabei, falls die Kolben noch gut sind. |
Zitat:
Kann gut sein, dass die sogar nur Kupferpaste heißt und irgendwas anderes drin ist - kann mich einer von den Profis aufklären? Nicht dass ich meinen Sattel im Endeffekt verschlimmbessert hab... :no: |
In "Kupferpaste" für diesen Anwendungsbereich ist kein Kupfer drin. Sieht nur so aus. Sonst wäre das galvanisch wirklich bedenklich. Aber die im KFZ-Bereich angebotene Paste kannst du bedenkenlos nehmen.
Wer thermisch noch besser dastehen möchte, greift zu Keramikpaste. http://de.wikipedia.org/wiki/Hei%C3%...auben-Compound |
Zitat:
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Just for Info: mit WD40 lassen sich so festgegammelte Stifte recht gut lösen. Aber GANZ GANZ WICHTIG (!!!) : Danach alles wieder gut mit Bremsenreiniger sauber machen!
Sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber ich habe schon gegenteiliges erlebt :? Gegen Quietschen hilft zwar Kupfer- oder "Anti-Quietsch-"Paste, aber wichtiger ist das gründliche Reinigen der Bremse (also der Führungsstifte etc). Habe auch da schon gegenteiliges erlebt :? |
Meine Bremse hat nach Einbau neuer Beläge auch gequietscht.
Meine Gegenmaßnahmen waren: - Führungsstifte mit Paste behandeln - Auflagefläche der kleinen Bleche (Rückseite Beläge) mit Paste behandeln - Kanten der Beläge mit Feile brechen Welche die ausschlaggebende Maßnahme war weiß ich nicht, da alles auf einmal gemacht - jedenfalls quietscht nix mehr :grinser2: |
In den Kupferpasten ist normalerweise sehr wohl Kupfer enthalten. Aber diese Paste gehört auch nur ausschlieslich zwischen Belagrückseite, Zwischenblech und Kolben - und sonst nirgends! Hätte woanders auch gar keinen Sinn, da das Quietschen, das sie verhindern soll, genau dort entsteht......
Hier kommt sie mit der Alu- bzw. der Magnesiumlegierung des Sattels gar nie in Berührung. Warum Kupfer: Wegen der Hitze! So ziemlich alle anderen Festschmierstoffe geben da auf, oder haben sonst eine unerwünschte Eigenschaft (oder sind Schweineteuer)....... |
Hab meinen Sattel gerade gespalten hier liegen wenn du Fotos brauchst. Mein Stift war auch festgegammelt. Kriechöl hat auch nach 2 Tagen keine Besserung gebracht. Habe den Kram mit Heisluft erwärmt, den Stift in den Schraubstock gespannt und den halben Sattel mit dem Hammer vorsichtig abgeschlagen. Ich dachte erst das hat einer festgelötet oder so.
Kupferpaste kam mir auch schon in den Sinn, nur ein wenig auf die Spitze des Stiftes, damit ich beim nächsten Belagwechsel nicht wieder den Sattel runter reißen muss. |
Hi,
wenns keine Umstände macht, würd ich mich über ein paar Fotos freun :) Bezüglich Quietscherei. Da die vorderen Beläge durch waren, hab ich mir vor ca. 1-2 Monaten Lucas Sinter Belege gekauft.... War ein Fehler. Quietschte von Anfang an... Hab ich jetzt gegen die organischen Brembo getauscht und kein Quietschen mehr. Also wenn wer günstig Sinter Belege von Lucas haben will :) Fast neuwertig ^^ LG, |
Also ich fahr hauptsächlich Lucas Sinter und hab keine Probleme damit,
im Gegenteil ist meine erste Wahl. Wieviel willst du denn für deine Backen? ;) |
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Zu dem Rubbeln: meine Bremse hat gerubbelt, als meine Radlager hinüber waren. Einfach mal auf den Hauptständer stellen und am Hinterrad wackeln, da sollte kein großes Spiel merkbar sein. Grüße Köbes. |
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So, da keine PN einmal die Bilder für die Allgemeinheit.
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Wow - wie hast du die so sauber bekommen??
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Und vom Zusammenbau eine schöne Dokumentation schreiben und fotografieren, dann stellen wir das in die FAQs ein.
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Dauert zwar noch bis ich Zeit dazu habe, aber das kann ich dann machen.. :) geht jetzt hoffentlich leichter zusammen als auseinander^^
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