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eatthefish 04.08.2014 14:27:17

ABS bei Motorrädern
 
Hallo,

Ich weiß das Thema ABS hat in einem GS 500 Forum nicht all zuviel verloren, aber ich würde trotzdem gerne mal nachfragen.

Das ABS auch bei Motorrädern sinnvoll ist muss hier wohl nicht weiter diskutiert werden, es gibt genug Studien und Berichte die zum Schluss gekommen sind das ABS Leben rettet.

Letztens habe ich allerdings mit einem eigentlich erfahrenen Motorradfahrer gequatscht der behauptet hatte, dass ABS bei Motorrädern erst seit den letzten paar Jahren wirklich zu gebrauchen ist.
Sein Punkt war, dass die anfänglichen ABS welche etwa seit 2005 bei manchen Motorrädern serienmäßig verbaut wurden, Schrott sind, da der Bremsweg durch das ABS länger war als der ohne ABS...

Ist da etwas dran oder gilt das nur für Profi Fahrer die die Grenzen ihres Motorrades so genau kennen das ein ABS ihren Bremsweg wirklich verlängern würde?

Lg eatthefish ;)

DonArcturus 04.08.2014 14:44:16

Ich kann jetzt nicht wirklich etwas dazu sagen, ob das ABS eine schlechtere Bremsung verursacht hat als ohne, aber man muss auch bedenken, dass man im Straßenverkehr nicht unbedingt so "konzentriert" bremst wie beispielsweise auf der Rennstrecke. Eine Schrecksekunde und zack!, liegt man schon auf der Straße.

Aber um deine Frage evt. zu beantworten: So wie ich das lese, gibt es gravierende Unterschiede bei den angebotenen ABS. Nicht nur dass man bei einigen die Modi der ABS umschalten kann (z.B. auf Race, wo es erst sehr spät eingreift) und bei vielen nicht, sondern dass manche ABS so schlecht sind, dass viele es bevorzugen, sie auszuschalten. Ob das der Regelfall ist, wage ich zu bezweifeln.

Rocky 04.08.2014 14:55:53

es liegt in der Natur eines Blockierverhinderers , dass sich damit der theoretische Bremsweg teilweise verlängern kann

ob und wie sich das in der Praxis letztlich auswirkt hängt sowohl mit dem Fahrer als auch mit den Straßenverhältnissen zusammen

die Hauptgefahr beim Motorrad ABS war aber , dass es aufgrund von extrem gutem Vorderradgrip am Ende der Vollbremsung zu einem ungewollten Stoppie oder gar zu einem Überschlag kommen konnte , wenn sich der Fahrer voll aufs ABS verlassen hat

aktuelle Motorrad ABS berücksichtigen diesen Umstand aber inzwischen

der schreiner 04.08.2014 16:09:45

Es wäre doch unnatürlich, wenn sich bei der Weiterentwicklung eines ABS-Systems nichts zum positiven gändert hätte.
Bei KTM gibt es seit dieser Saison sogar ein Kurventaugliches ABS. Soll heißen: Selbst in Schräglage kann so stark gebremst werden, dass das ABS anspricht und ein blockieren der Räder verhindert. BMW Testet der Zeit auch ein solches System, dort wird es Pro-ABS genannt. Zu lesen in der neuen MOTORRAD-Zeitschrift.

Ich fahre erst seit 3 Jhren mit ABS, habe es noch nie gebraucht (Gott sei Dank), bin aber mit 2 anderen Bikes, wegen einer Schockbremsung, in Seitenlage zum Stehen gekommen. Daher bin ich der Meinung, lieber ein etwas längerer Bremsweg, als gar kein ABS. Vorausgesetzt, es gibt ABS.

Liest man die Test, die Wert auf Bremsverhalten legen, so zeigt es sich immer wieder, das die heutigen ABS-Systeme auf den Niveau eines Testfahrers liegen und auch für normal Sterbliche kurze Bremswege ermöglichen.

eatthefish 04.08.2014 16:19:07

Danke schonmal für die Antworten und Informationen.

Zitat:

Zitat von der schreiner (Beitrag 544254)
Liest man die Test, die Wert auf Bremsverhalten legen, so zeigt es sich immer wieder, das die heutigen ABS-Systeme auf den Niveau eines Testfahrers liegen und auch für normal Sterbliche kurze Bremswege ermöglichen.

Du hast recht, bei heutigen System ist das der Fall, aber mir ging es mehr darum ob das auch auf die ABS-Bikes der Jahre 2004 und folgende zutrifft.

Pedi 04.08.2014 16:21:02

Ich hab die KTM beim Bikertag gesehen. Echt der Hammer wie die in der Kurve reingegriffen haben.... :shock:

Saugwurmmensch 04.08.2014 16:33:26

Hab auch schon mal jemanden mit ABS hinmaulen sehen...muss man eben auch üben, schließlich muss das irgendwann aufhören zu regeln, sonst könnte man ja nie stehenbleiben ;)

Und auch das schlechteste ABS ist für den ungeübten Bremser von Vorteil. Man muss sich nur trauen voll reinzulangen ohne Angst vor blockierenden Rädern.
Ohne ABS muss man Gefahrenbremsungen einfach regelmäßig und ausgiebig üben.
Könnten bestimmt viele Unfälle vermieden wären, wenn die Fahrer besser gebremst hätten (statt aufzufahren oder wegen blockierten Rädern hinzumaulen)

eatthefish 04.08.2014 16:56:34

Zitat:

Zitat von Saugwurmmensch (Beitrag 544258)
Und auch das schlechteste ABS ist für den ungeübten Bremser von Vorteil.

Heißt das: Wenn ich mir ein gebrauchtes Motorrad mit ABS kaufe muss ich nicht erst die letzten paar Baujahr anschauen, sondern könnte auch ein Bike von 2006 oder 2007 in Betracht ziehen ohne das ich mir Sorgen hinsichtlich dem ABS machen müsste?
Oder kann man durch (Brems-) Übung doch "besser" als ein ABS dieser Jahre sein?

Zitat:

Zitat von Saugwurmmensch (Beitrag 544258)
Könnten bestimmt viele Unfälle vermieden wären, wenn die Fahrer besser gebremst hätten (statt aufzufahren oder wegen blockierten Rädern hinzumaulen)

Die DEKRA spricht in ihrem Verkehrssicherheitsreport Motorrad 2010 von 25 bis 35 % aller schweren Unfälle die mit ABS vermeidbar gewesen wären. „Würde man das ABS zusätzlich mit einer Integralbremse und einem aktuell noch in der Entwicklung befindlichen technischen Bremsassistenten kombinieren, könnten sich sogar fast doppelt so viele Unfälle (50 bis 60 Prozent) vermeiden lassen.“ - http://de.wikipedia.org/wiki/Antiblo...otorr%C3%A4der

Saugwurmmensch 04.08.2014 17:04:51

Egal ob oder welches ABS dein nächstes Bike haben wird: üben solltest du trotzdem.

Empfehlenswert ist immer ein Fahrsicherheitstraining. Vor allem zu Beginn der Saison. Das bringt dir sehr viel schneller was, als wenn du nur mal im Gewerbegebiet übst. Aber auch das ist schon besser als sich gar keine Gedanken darüber zu machen.

Ich als Schönwetterfahrer brauchte bisher kein ABS. Bei Nässe oder verschmutzter Fahrbahn sieht das schnell anders aus.
Aber ich verschenke bestimmt auch noch einige Meter bei Vollbremsungen, die ein ABS rausholen könnte.

Smolle 04.08.2014 17:48:17

Mit ABS ist man in realen Situationen immer besser dran.

Erfahrene ÖAMTC Instruktoren die fast täglich Vollbremsungen üben und vorzeigen,
auf einem ihnen gut bekannten Untergrund und Motorrad stehen -wenn sies vorzeigen- maximal eine gute Motorradlänge früher.

Jetzt sind wir einmal alle keine ÖAMTC Instruktoren, dann üben wir nicht jeden Tag,
haben immer andere Fahrsituationen und dann -haben Notsituationen so an sich- rechnen wir nicht damit.
Da kommt in der Regel wohl eine Bremsung raus die halb so gut ist wie wenn mans am Parkplatz übt.

Mit ABS kann man immer voll bremsen, egal ob Schotter, Laub, Regen, müde etc
Und dafür reicht schon ein 2005er ABS

Ist übrigens auch die natürliche Reaktion voll zuzupacken,
da helfen also sogar die Instinkte (vor allem ungeübten Fahrern).

Rocky 04.08.2014 19:22:11

richtig

ein ABS kann Fehler ausbügeln , welche man unwillkürlich macht , wenn man nicht voll konzentriert , abgelenkt oder erschrocken ist

und daher macht es im normalen Straßenverkehr immer Sinn , da man dort nicht alle Situationen vorausahnen kann

und wenns einem trotz ABS hinlegt , hätte mans ohne ABS in der selben Situation zweimal nicht hinbekommen

natürlich muß man trotzdem angemessen fahren und kann nicht davon ausgehen , dass das ABS im Zweifel alle Fehler ausbügelt

am besten fährt man so als wüßte man gar nicht ,dass man diese Hilfssystem an Bord hat , dann kommt es nur zum Einsatz wenns wirklich eng wird und danach weiß man es dann mit Sicherhheit zu schätzen

der schreiner 05.08.2014 07:13:57

Zitat:

Zitat von eatthefish (Beitrag 544255)

Du hast recht, bei heutigen System ist das der Fall, aber mir ging es mehr darum ob das auch auf die ABS-Bikes der Jahre 2004 und folgende zutrifft.

Egal welches ABS -System am Bike verbaut ist. Lerne es zu nutzen. Auch da kann ich meinen Vorschreibern nur recht geben, ein Sicherheitstraining ist nicht nur Sinnvoll, es macht auch noch Hölle viel Spaß. Erst da wird einem gezeigt wozu das Bike in der Lage ist und wo der Gefahrenbereich anfängt.
Ich finde das alle Helferlein Sinn haben, leider machen diese das Schrauben uninteressant.
Ich zum Beispiel hätte gerne eine Anti-Hoppel-Kupplung zusätzlich im Bike.

gsmattis 05.08.2014 07:58:13

Zitat:

Zitat von der schreiner (Beitrag 544318)
Erst da wird einem gezeigt wozu das Bike in der Lage ist und wo der Gefahrenbereich anfängt.

Aber nicht in einem normalen Basistraining.

Saugwurmmensch 05.08.2014 09:36:40

Zitat:

Zitat von der schreiner (Beitrag 544318)
Ich zum Beispiel hätte gerne eine Anti-Hoppel-Kupplung zusätzlich im Bike.

Gibts doch für viele Kisten zum Nachrüsten und ist afaik eine rein mechanische Komponente.
Mit genügend KnowHow bekommt man vielleicht sogar jede Kupplung so umgebaut.

DonArcturus 05.08.2014 10:28:22

Ohne ABS übe ich nach längerer Fahrpause immer erstmal ein wenig das Bremsen. Wenn ich gut bin, schaffe ich, das Hinterrad cm-hoch übern Asphalt hüpfen zu lassen.
Ich muss also trotz 10 Jahre Fahrerfahrung das Bremsen trainieren! Mit ABS fällt sowas ganz weg.

Ich würde jedem, der die Wahl hätte, unbedingt ein ABS empfehlen. Auf der Renne ist das vielleicht nicht unbedingt nötig, aber im Verkehr dient das der Sicherheit sehr.

der schreiner 05.08.2014 11:48:53

Zitat:

Zitat von gsmattis (Beitrag 544323)
Aber nicht in einem normalen Basistraining.

Auch da werden die Grenzen der Physik benannt. Aber in einem wesentlich kleineren Rahmen als bei einem spezialisierten Training, wie z.B. Renn- oder Kurventechniken.

Smolle 05.08.2014 21:19:46

Mit ein bisschen Knowhow lernt man auch mit Zwischengas runterzuschalten :undwech:

Rocky 05.08.2014 22:28:18

Zitat:

Zitat von Smolle (Beitrag 544403)
Mit ein bisschen Knowhow lernt man auch mit Zwischengas runterzuschalten

genau

das erspart Anti-Hopping und schont zudem die Kupplung allgemein

einfach Gas leicht lüpfen und dabei gleichzeitig auf den Hebel treten

wenn man den Bewegungsablauf erst mal raushat , läuft das unheimlich sanft ab

gsmattis 06.08.2014 08:43:02

Oder einfach ohne Kuppeln schalten :grinser2:

DonArcturus 06.08.2014 12:26:43

Papperlapapp Zwischengas! Runterschalten, Kupplung kommen lassen und driftend in der Kurve den entgegenkommenden Verkehr grüßen :grinser2:

Diese kleinen Helferlein sind ja ganz nett, aber sofern diese Helferlein nicht der Sicherheit dienen, verzichte ich sehr gerne auf die Mehrkosten. Schließlich will ich das Motorrad fahren, und nicht umgekehrt.
Ich spreche hierbei nicht von Anti Hopping Kupplung, sondern z.B. ASR, Wheelie Control etc.

eatthefish 06.08.2014 12:56:14

Zitat:

Zitat von DonArcturus (Beitrag 544456)
...
Ich spreche hierbei nicht von Anti Hopping Kupplung, sondern z.B. ASR, Wheelie Control etc.

Vielleicht nicht schlecht für Anfänger die ne Super Gixxer fahren wollen :grinser2:

Smolle 06.08.2014 13:41:40

Zitat:

Zitat von eatthefish (Beitrag 544465)
Vielleicht nicht schlecht für Anfänger die ne Super Gixxer fahren wollen :grinser2:

Die Entwicklung gefällt mir garnicht,
dass jede Supergixxer auch einen Unfähigen brav, sicher und gemütlich in die Arbeit und wieder zurück bringen muss.
Aber das ist halt gut fürs Geld wenn ein Superbike als Alltagsgurke herhalten muss
und Lamborghinis gelobt werden wie praktisch sie sind.
Superfahrzeuge müssen Respekt verbreiten und sich nicht alles gefallen lassen.
Ein anständiges Superbike startet ein paar Tage nicht mehr wenns als Alltagsgurke missbraucht worden ist und hat Beinamen wie "Widowmaker". :grinser2:

Sgt.Maulwurf 20.08.2014 07:26:41

Da ich ja nicht mehr so oft hier unterwegs bin, schreibe ich erst jetzt was dazu:

Ich habe ja seit 11/2013 eine F650GS, BJ2006 mit ABS. Ich kann sagen, man fühlt sich schon sicherer mit ABS, da man auch mal bei nasser Straße beherzter Bremsen kann, ohne Angst haben zu müssen, dass das Vorderrad blockiert.
Als ich die Maschine neu hatte, hat es einiges an Mut gekostet, einfach mal voll reinzulangen (trockene Straße). Es ist erstmal ein merkwürdiges Gefühl wenn der Bremshebel eigene Bewegungen macht. Ich habe aber (gefühlt) sehr schnell gestanden (ca. 30-35m aus 100kmh), mit der Suzuki habe ich ca. 40m gebraucht. Das wahrscheinlich weil man einfach vorsichtiger bremst wenn man kein ABS hat. Und dadurch nicht die ganze Bremskraft ausnutzt.
Das Hinterrad kam übrigens nicht hoch.

Ich kann jetzt nicht sagen, ob man das BMW-ABS aus der Zeit mit anderen Herstellern vergleichen kann, da BMW ja schon seit den 80ern (glaube ich) teils ABS verbaut hat. Für mich persönlich fühlt sich speziell dieses ABS aber gut an. Ein anderes Motorrad mit ABS bin ich aber auch noch nicht gefahren.

Gruß Ralf

DonArcturus 20.08.2014 09:27:24

Die ABS werden ja auch in den Zeitschriften miteinander verglichen.
Ich glaube nicht, dass BMW einen so großen Vorsprung hat, nur weil sie schon länger ABS in Motorrädern verbauen.

der schreiner 20.08.2014 11:25:33

Zitat:

Zitat von DonArcturus (Beitrag 545648)
Die ABS werden ja auch in den Zeitschriften miteinander verglichen.
Ich glaube nicht, dass BMW einen so großen Vorsprung hat, nur weil sie schon länger ABS in Motorrädern verbauen.

Die ABS-Systeme kommen eh meistens von den gleichen Herstellern (z.B. Bosch)
Auch haben die Motorradentwickler jedes Herstellers die Vergleichsmaschinen der anderen in den Hallen stehen. Daher werden die Systeme sich immer etwas ähnlich sein.

Streetsoldier 20.08.2014 17:01:08

Zitat:

Zitat von Sgt.Maulwurf (Beitrag 545636)

Als ich die Maschine neu hatte, hat es einiges an Mut gekostet, einfach mal voll reinzulangen (trockene Straße). Es ist erstmal ein merkwürdiges Gefühl wenn der Bremshebel eigene Bewegungen macht. Ich habe aber (gefühlt) sehr schnell gestanden (ca. 30-35m aus 100kmh), mit der Suzuki habe ich ca. 40m gebraucht. Das wahrscheinlich weil man einfach vorsichtiger bremst wenn man kein ABS hat. Und dadurch nicht die ganze Bremskraft ausnutzt.
Das Hinterrad kam übrigens nicht hoch.

Ich kann jetzt nicht sagen, ob man das BMW-ABS aus der Zeit mit anderen Herstellern vergleichen kann, da BMW ja schon seit den 80ern (glaube ich) teils ABS verbaut hat. Für mich persönlich fühlt sich speziell dieses ABS aber gut an. Ein anderes Motorrad mit ABS bin ich aber auch noch nicht gefahren.

Kann ich nachvollziehen. Ich habe mit meiner neuen Streety (Von März 2014) bis zum FS Training im Mai mich nicht wirklich getraut massiv reinzulangen. Absolut zu empfehlen das Bremsen mit ABS bei einem Training quasi neu zu lernen. Mittlerweile teste ich das ABS auch gerne ma an der Ampel :grinser2: Das Hinterrad hebt bei der Streety trotz ABS gerne ab. Ist bei jedem Mopped unterschiedlich. Trotzdem finde ich s Interessant wie sich die Systeme in den letzten Jahren entwickelt haben. Das ABS am Fahrschulmopped (BMW650 Scarver) hatte ich gröber in Erinnerung was das Regelverhalten angeht. Auch das an der Speed Triple regelt wohl gröber meinte ein Besitzer beim Training. :)

DonArcturus 20.08.2014 19:08:56

Ich hatte mit dem ABS der ZX10R keine Probleme mit reinlangen. Aber ich musste bewusst darauf achten, es zu tun. Von selbst dosiert man dann doch wieder bis an die Grenze.

Rocky 17.09.2014 23:29:41

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:-)

Thom 18.09.2014 03:57:14

Man muss auch mit ABS- Motorrädern erstmal bremsen üben, damit man ein Gefühl dafür bekommt, wie stark muss gebremst werden, bis man in den Regelbereich kommt, denn sonst verschenkt man bei einer Notbremsung wichtige Meter und wie fühlt sich das am Bremshebel an. Bei älteren ABS-Systemen pumpt der Bremshebel deutlich. Das muss man wissen und erfühlen. Sonst erschreckt man sich womöglich und lässt die Bremse los.

chouse_gs 18.09.2014 06:49:44

ABS ist ein anti-blockier-system. Solang das Vorderrad nicht blockiert, greift (theoretisch) kein ABS ein. Somit hast du den kürzesten Bremsweg beim Bremspunkt kurz vor dem Blockieren. Ob mit oder ohne ABS.
ABS schützt nur vor dem zu stärken bremsen. Dass dann beim eingreifen von ABS der Bremsweg länger ist als im idealen Bremspunkt ist klar.

Nichtsdestotrotz greift jeder mal zu fest rein und dann ist ein ABS System echt sinnvoll. Ich würde das System aber nicht immer ausnutzen, denn wenn man einmal den idealen Bremspunkt gefunden hat, braucht man das System (im besten Falle) nicht.

Gruß

Rocky 18.09.2014 08:16:16

Zitat:

Zitat von chouse_gs (Beitrag 547531)

Nichtsdestotrotz greift jeder mal zu fest rein und dann ist ein ABS System echt sinnvoll. Ich würde das System aber nicht immer ausnutzen, denn wenn man einmal den idealen Bremspunkt gefunden hat, braucht man das System (im besten Falle) nicht.

Denke auch , dass der Hauptvorteil von ABS bei einem Motorrad darin besteht , in einer Schrecksekunde und/oder bei schlechten Fahrbahnverhältnissen das Überbremsen und damit den Sturz zu verhindern

im alltäglichen Fahrbetrieb sollte man sich für gewöhnlich außerhalb dessen Regelbereichs bewegen

trotzdem schadet es natürlich nicht regelmäßig Vollbremsungen zu üben , unabhängig davon ob das Fahrzeug über einen Blockierverhinderer verfügt oder nicht - jedoch nicht im normalen Straßenverkehr sondern auf einem Übungsgelände und bevorzugt unter fachmännischer Anleitung

Thom 18.09.2014 08:54:35

Was anderes habe ich auch nicht geschrieben.
Da die wenigsten den idealen Bremspunkt für maximale Verzögerung kennen und in einer Schrecksituation noch weniger auf den Punkt bremsen können, ist mit regelnden ABS der Bremsweg immer kürzer als bei einer unterbremsten Vollbremsung ohne ABS.

Und dass man Bremsübungen nicht im Feierabendverkehr macht, sollte auch jedem klar sein.

heypunk 18.09.2014 20:18:34

Wer Interesse an weiteren Infos zur Regelung, Aufbau, und generell über Motorradtechnik wissen möchte, hier ein sehr gutes Buch aus dem Springer-Verlag:
http://www.springer.com/springer+vie...-3-8348-1716-7


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