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elrey13 23.05.2018 10:22:36

Kettenpflege
 
Hallo zusammen,

am Wochenende, habe ich nach den ersten 1000km meine Kette gereinigt und neu "gefettet". Dafür habe ich "S100 Dry Lube Kettenspray" genutzt. Dies ist aber leider komplett farblos. Nun meine würde mich mal interessieren, wie merkt man, ob die Kette genug hat.

Gib es da irgendeinen "Schraubertrick"?

Thom 23.05.2018 11:19:45

Das ist der Trick. Du machst viel zu viel drauf und musst dir viel öfters eine neue Dose kaufen. Einträgliches Geschäft für S100...

3y3joe 23.05.2018 11:26:59

Wenn du eine O-ring Kette hast, dann reichts es die Rollen in der Mitte zu schmieren, und da reicht auch recht wenig, lieber wenig und öfters, vor allem nach Regenfahrten.
Ich selbst benutze allerdings seit Jahren kein Kettenfett mehr

gsmattis 23.05.2018 13:22:40

Weil das Fett ja auch auf die Rollen gehört 🤦

DonArcturus 23.05.2018 15:05:35

Um erstmal ein paar Dinge klarzustellen :fechten2:

- Das Dry Lube wird ca. alle 300 km aufgetragen oder bei Nässe häufiger (nach jeder fahrt). Man kann bei Dry Lube nicht sehen, ob genug drauf ist oder nicht.
- Geschmiert wird wie beim normalen Fett auch auf die Innenseite der Kette, also der Ritzel-zugewandten Seite. Ich bin mir nicht sicher, was 3y3joe mit den Rollen meint, aber mach dir das nicht so kompliziert. Einfach auf den Hauptständer aufbocken, einer dreht hinten das Rad (oder du selbst) und der andere Sprüht das Zeug auf die laufende Kette. Lass die Kette vielleicht 2-3 Runden machen. Dann bist du auf der sicheren Seite.
- Einmalig solltest du auch die "Flanken" sowie die Außenseite (also die Ritzel-Abgewandte Seite) schmieren (zum Rostschutz).

WICHTIG!!! Niemals am laufenden Motor mit eingelegtem Gang arbeiten!!! Kette und Ritzel sind erbarmungslos gegenüber allem, was dazwischen kommt!

Ich verwende bei meiner Tona nur DryLube und die Kette ist im einwandfreien Zustand (seit 30 k Km). Kontrollieren muss man hierbei die Dichtringe zwischen den Gliedern, da diese das Schmiermittel auf den Nieten behalten.

3y3joe 23.05.2018 15:55:05

Zitat:

Zitat von DonArcturus (Beitrag 595787)
Um erstmal ein paar Dinge klarzustellen :fechten2:

- Das Dry Lube wird ca. alle 300 km aufgetragen oder bei Nässe häufiger (nach jeder fahrt). Man kann bei Dry Lube nicht sehen, ob genug drauf ist oder nicht.
- Geschmiert wird wie beim normalen Fett auch auf die Innenseite der Kette, also der Ritzel-zugewandten Seite. Ich bin mir nicht sicher, was 3y3joe mit den Rollen meint, aber mach dir das nicht so kompliziert. Einfach auf den Hauptständer aufbocken, einer dreht hinten das Rad (oder du selbst) und der andere Sprüht das Zeug auf die laufende Kette. Lass die Kette vielleicht 2-3 Runden machen. Dann bist du auf der sicheren Seite.
- Einmalig solltest du auch die "Flanken" sowie die Außenseite (also die Ritzel-Abgewandte Seite) schmieren (zum Rostschutz).



WICHTIG!!! Niemals am laufenden Motor mit eingelegtem Gang arbeiten!!! Kette und Ritzel sind erbarmungslos gegenüber allem, was dazwischen kommt!

Ich verwende bei meiner Tona nur DryLube und die Kette ist im einwandfreien Zustand (seit 30 k Km). Kontrollieren muss man hierbei die Dichtringe zwischen den Gliedern, da diese das Schmiermittel auf den Nieten behalten.

Rollenkette ist der Kettentyp der gemeinhin für derartige Antriebe verwendet wird. Die Rollen sind dabei die Bauteile die zwischen den Zähnen der Ritzel liegen und sich bei einer gesunden Kette leicht drehen lassen sollten.

gsmattis 23.05.2018 16:36:58

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Zitat:

Zitat von DonArcturus (Beitrag 595787)
WICHTIG!!! Niemals am laufenden Motor mit eingelegtem Gang arbeiten!!! Kette und Ritzel sind erbarmungslos gegenüber allem, was dazwischen kommt!

Könnte dann so aussehen.

3y3joe 23.05.2018 17:03:05

Zitat:

Zitat von gsmattis (Beitrag 595794)
könnte dann so aussehen.

aua!

Cardillac 23.05.2018 18:50:42

Zitat:

Zitat von 3y3joe (Beitrag 595777)
Ich selbst benutze allerdings seit Jahren kein Kettenfett mehr

Was dann?

3y3joe 23.05.2018 19:00:44

Zitat:

Zitat von Cardillac (Beitrag 595803)
Was dann?

die GS hat nen Scottoiler, die Kette inzwischen 32tkm
und bei den anderen Kettenmopeds verwende ich öl.
Ein gemisch aus Motorenöl und ein klein wenig Getriebeöl das ganze mit ein bisschen Benzin verdünnt. Ein Marmeladenglas enthält das ganze, und da drinne steht ein kleiner Pinsel zum Auftrag:)
Nur die GS hat ne Scottoiler, da sie mein Balkanmoped ist

Zaunkönig 23.05.2018 21:23:32

Zitat:

Zitat von elrey13 (Beitrag 595770)
...
Gib es da irgendeinen "Schraubertrick"?

Tatsächlich ist meiner Erfahrung nach "weniger = mehr".
Ich mache das so: Motorrad aufbocken, schnell am Hinterrad drehen und dabei aufsprühen. Am besten so, dass die Kette von innen und außen jeweils einmal durchgelaufen ist.

Zumindest war das mal so. In den letzten Jahren habe ich kaum geölt und der Verschleiß war auch nicht höher :-D

Grüße
Zaunkönig

p.s. Vor dem Winterschlaf darf es ein bisschen mehr sein, wenn an dein Töff Feuchtigkeit kommt.

Dirk-Boerge 24.05.2018 06:59:07

Fetten tue ich die Kette, wenn sie innen nicht mehr matt ist. Ich fette sie möglichst nach der Tour, damit das Lösungsmittel verdampfen kann und das Kettenfett haftet. Fahre ich gleich los, klebt das Kettenfett schlechter und schleudert schnell ab. So meine Erfahrung. Ich nehme die Hausmarke von Louis oder Polo, früher Castrol, aber das war auch nicht besser.

Ich bocke sie auf. Drehe am Hinterrad, bis ich unten das Kettenschloss habe. Dan sprühe ich die Innenseite der unten verlaufenden Kette ein. Drehe weiter, bis ich ein noch nicht gefettetetes Stück habe, sprühe das wieder ein etc. bis ich das Kettenschloss wieder habe, dann bin ich einmal rum.

Schnelles Drehen habe ich früher auch gemacht. Da habe ich aber so viel mehr verbraucht, da ich einiges doppelt geschmiert und viel danebengehauen habe. Unnötige Sauerei, finde ich.

raser2 24.05.2018 21:23:27

Seit 2004 haben alle unsere Mopeds Kettenöler. Kürzlich habe ich im Bekanntenkreis einen Mofessor verbaut. Der macht einen sehr guten Eindruck.

Cardillac 26.05.2018 10:05:39

Zitat:

Zitat von 3y3joe (Beitrag 595805)
bei den anderen Kettenmopeds verwende ich öl.
Ein gemisch aus Motorenöl und ein klein wenig Getriebeöl das ganze mit ein bisschen Benzin verdünnt.

Welche Überlegungen begründen diese aufwändige Mischung?

3y3joe 26.05.2018 10:53:32

Zitat:

Zitat von Cardillac (Beitrag 595875)
Welche Überlegungen begründen diese aufwändige Mischung?

Oh das ist ne längere Geschichte....
erst mal, die GS war mein erstes Moped mit Scottoiler. Aber für die anderen 6 wollte ich mir aus Kostengründen keinen leisten.
Und die GS ist auch mein Balkanmoped, für grosse Strecken , da macht es Sinn wenn man nicht dauernd unterwegs schmieren muss:)

Aber, was ich vom Scottoiler mitnahm, ist , dass es besser ist mit Öl zu schmieren als mit Kettenfett(zumidest das Zeugs von damals, mag sein dass dasheuteige high tech zeugs besser ist).
Ist aber generell ne Gaubensfrage, ich will da auch niemanden überzeugen oder überreden, ich gebe hier nur meine Philosophie und Erfahrung zum Besten:)

Also, Motorenöl....aber das war mir ein Tick zu dünnflüssig....das flog halt schnell weg.... also kam ein Schuss Getriebeöl mit rein....
Das führt natürlich dazu dass es sich weniger gut in die engen Spälte zieht (Ich fahre auch teilweise Standartketten ohne O-ringe)
Also kam da ein bisschen Benzn mit rein, das macht wieder dünnflüssiger, sorget dafür dass es sich gut rein zieht, udn hat nebenbei auch eine gewisse "Reinigungswirkung".
Und das Benzin verflüchtigt sich dann nach dem Auftrag und zurück bleibt eine dünne Ölschicht.
Die älteste Kette ist die auf der GS mit Scottoiler 32tkm. O-ring Kette.
Die zweitälteste auf der GS 500 E, Ganzjahresmoped, 30tkm mit "Joe Öl" geschmiert. O-ring Kette Beide Ketten zeigen noch keine erkennbarae Längung oder schwergängige Glieder.
Mit den Standartketten habe ich noch keine nenenswerten Erfahrungen da wenig Laufleistung.

raser2 26.05.2018 20:55:20

Sägekettenhaftöl (kein Bioöl, denn das verharzt) ist das Elexier der Kettenöler :) Gibts derzeit für 4 € bei Nora und 1 Liter reicht für 60.000 km aufwärts.

3y3joe 28.05.2018 10:56:19

Zitat:

Zitat von raser2 (Beitrag 595889)
Sägekettenhaftöl (kein Bioöl, denn das verharzt) ist das Elexier der Kettenöler :) Gibts derzeit für 4 € bei Nora und 1 Liter reicht für 60.000 km aufwärts.

Ja, das habe ich auch probiert, aber dann wieder sein lassen, das kommt mir persönlich zu sehr nach Kettenfett was die Klebrigkeit angeht. Da muss man ab und zu die Kette reinigen von dem alten Geschlonz das da von der Strasse dran klebt.
Da will ich mir ersparen, deswegen eher dünneres Öl und öfters.
Öfter schmieren ist unterm Strich deutlcih unaufwändiger als Kette reinigen, und weniger Sauerei.
Aber generell ist das was Du schreibst auch ne gute preiswerte Alternative, wuie gesagt, ich will mir halt das Reinigen ersparen:)

Dirk-Boerge 28.05.2018 11:54:45

Ich will nicht belehren, ich weiß es wirklich nicht: wie ist der Umweltaspekt? Motoröl, das abwäscht, ist scheiße für die Umwelt. Wie ist das mit Kettenfett, ist das besser für die Umwelt?

3y3joe 28.05.2018 11:59:28

Zitat:

Zitat von Dirk-Boerge (Beitrag 595918)
Ich will nicht belehren, ich weiß es wirklich nicht: wie ist der Umweltaspekt? Motoröl, das abwäscht, ist scheiße für die Umwelt. Wie ist das mit Kettenfett, ist das besser für die Umwelt?

Fühle mich nicht belehrt:)
Klar Du hast Recht, da landen schon mal der ein oder andere Tropfen auf der Strasse.... aber ehrlich, da gibt es genug Auslaufmodelle die mehr liegen lassen:) Und....schlussendlich, Teer ist dickes Öl und Öl ist dünner Teer:)
Und es gibt tatsächlich auch Bakterien die Öl vernichten:)
Und dann ist ist mit Sicherheit auch so, dass ich mehr gummi als Öl unterwegs auf der Strasse lasse.....:)
Will nichts schönreden, aber unterm Strich vernachlässigbar.....:)

Wenn Du es ganz sauber haben willst, musst Du Rapsöl nehmen oder sowas.... aber da wird die Kette wohl nciht so alt werden vergleichen mit Mineralölprodukten.
Und Kettenentsorgung und Herstellung geht ja wohl auch in die Ökobilanz mit ein.

Saugwurmmensch 28.05.2018 12:05:30

Die einfachen Scottoiler lassen aber gern mal ein paar Tropfen an der Ampel.
Das ist schon Mist.

3y3joe 28.05.2018 12:31:11

Zitat:

Zitat von Saugwurmmensch (Beitrag 595922)
Die einfachen Scottoiler lassen aber gern mal ein paar Tropfen an der Ampel.
Das ist schon Mist.

ja, auch das kenne ich:) ich glaube mein Scottie an der GS lässt mehr auf der Strasse liegen als die manuell geschmierten Ketten....:)
hat ne ganze Weile gedauert, biss ich den vernünftig eingestellt hatte,,, und nann muss ma nden ja auch bei Regenfahrt umstellen, weil deutlich mehr öl verbraucht wird durchs abwaschen.... wo gehobelt wird fallen eben späne:)

Dirk-Boerge 28.05.2018 12:59:48

Aber ist denn nun Kettenfett weniger umweltschädlich als Motoröl? Das ist ja die Kernfrage, wenn ich Alternativen zum Kettenfett überlege.

Saugwurmmensch 28.05.2018 13:55:19

Klar, wenn du es nach der Fahrt (warme Kette) und sparsam aufrägst.
Da wird erheblich weniger abgeschleudert, als bei konstatem Ölgetropfe...

Dirk-Boerge 28.05.2018 14:10:46

Dann sind Motoröl-Spielereien keine Alternative für mich.

3y3joe 28.05.2018 14:15:10

Zitat:

Zitat von Dirk-Boerge (Beitrag 595933)
Dann sind Motoröl-Spielereien keine Alternative für mich.

:) Ich sag jetzt mal, in guter Verkäufermanier, ja Du hast recht, und dich für das richtige Produkt entschieden! :)

Saugwurmmensch 28.05.2018 14:18:53

Wie schlimm ist eigentlich dieses Biosägekettenöl-verharzen?

Wenn man sich einen vernünftigen Öler (also Drehzahlgesteuert, mit Pumpe und Regensensor) holt und da die Durchflussmenge einmal ausgemessen hat, läuft der Öler wartungsarm und zuverlässig (und temperaturunabhängig).

Kann man den dann nicht mit Biosägekettenöl betreiben und guten Gewissens schmieren?

3y3joe 28.05.2018 14:26:56

Zitat:

Zitat von Saugwurmmensch (Beitrag 595936)
Wie schlimm ist eigentlich dieses Biosägekettenöl-verharzen?

Wenn man sich einen vernünftigen Öler (also Drehzahlgesteuert, mit Pumpe und Regensensor) holt und da die Durchflussmenge einmal ausgemessen hat, läuft der Öler wartungsarm und zuverlässig (und temperaturunabhängig).

Kann man den dann nicht mit Biosägekettenöl betreiben und guten Gewissens schmieren?

Hab ich auch schon überlegt..... der Rehoiler spukte mal in meinem Kopf herum, das ist ja so ein nettes Teil , welches sihc während der Fahrt regeln lässt je nach Einsatzbedingung..... Aber von dem Biokettenöl hab ich jetzt schon soviel schlimmes von unseren Waldarbeitern gehört, was das verharzen und verstopfen angeht, dass ich das, glaube ich selber nicht herausfinden will.....:) ich muss nciht zwingend jede schlechte Erfahrung selber machen , dass ichs glaube;)

Saugwurmmensch 28.05.2018 15:03:31

Der Rehoiler hat jetzt sogar Bluetooth ^^

3y3joe 28.05.2018 15:29:38

Zitat:

Zitat von Saugwurmmensch (Beitrag 595940)
Der Rehoiler hat jetzt sogar Bluetooth ^^

ja klar, bietet sich ja an, ist ja nur ein chip mehr auf der Platine:)
aber wie gesagt, hab mich damit mal auseinandergesetzt und das Konzept gefällt mir sehr gut! Der Bursche ist auch sehr hilfsbereit und kooperativ.
Aber es gibt halt so viel was noch in der Projektschublade schlummert.....

Thom 29.05.2018 12:43:34

Ich habe zwei Rehoiler in Betrieb. Und die ältere Platine 8.xx kann man mit BT nachrüsten. Nie wieder ohne. Ich pumpe normales Motoröl.

3y3joe 30.05.2018 09:42:18

Zitat:

Zitat von Thom (Beitrag 595970)
Ich habe zwei Rehoiler in Betrieb. Und die ältere Platine 8.xx kann man mit BT nachrüsten. Nie wieder ohne. Ich pumpe normales Motoröl.

Danke für den kleinen Erfahrungsbericht!
Gruß Joe

Cardillac 01.06.2018 20:53:49

Zitat:

Zitat von Dirk-Boerge (Beitrag 595929)
Aber ist denn nun Kettenfett weniger umweltschädlich als Motoröl? Das ist ja die Kernfrage, wenn ich Alternativen zum Kettenfett überlege.

Geschlossener Kettenschutz oder auf Riemenantrieb umbauen.

raser2 01.06.2018 21:10:48

Barfuß zu Fuß gehen wäre auch eine gute Alternative :pop:

Dirk-Boerge 05.06.2018 06:09:55

Fein. Nun haben wir das Niveau von Facebook-Diskussionen erreicht. Kann ich mit den Fragen oder Argumenten oder Ansinnen des Diskussionspartners nichts anfangen, stelle ich ihn als Spinner dar. Nervt.

seife 05.06.2018 07:45:50

Um wieder on-topic zu werden:

Ich fette meine Kette mit der Sprühdose, S100 Weißes Kettenspray.

Nach der Fahrt, beim Abstellen in der Garage (nicht, "weil dann die Kette warm ist", sondern weil das dann typischerweise ein paar Wochen Zeit zum ablüften hat). Auf dem Hauptständer, das Rad langsam von Hand vorwärts durchdrehen und dann sparsam vor dem Kettenrad auf das untere Kettentrum von innen sprühen.

Die Dose Kettenspray (400ml) habe ich vor 4 Jahren mit dem neuen Kettensatz gekauft, sie ist nach knapp 16000km noch lange nicht leer. Dazu habe ich noch unter dem Sitz eine kleine Dose mit 75ml, falls mal unterwegs eine Schmierung nötig sein sollte. Die ist ebenfalls noch nie nachgefüllt worden.

Ich habe in den 16000km 17 mal die Kette geschmiert, in Intervallen zwischen ca 200km (vermutlich eine Regenfahrt dabei) und ca 2500km.

Gereinigt habe ich sie zwischendurch zweimal, das erste Mal nach 9000km mit WD40/Caramba, Bürste und einem fusselfreien Lappen, das zweite Mal 2800km später mit Kettenmax und S100 Kettenreiniger.
Das mit dem Kettenmax ist eine scheiß Idee, (ich weiß jetzt auch warum der immer im Sonderangebot ist...) denn das ist eine Riesensauerei und ob es viel bringt gegenüber "normaler" Reinigung bezweifle ich.

Ach ja: nach 16000km mußte der Kettendurchhang noch nicht einmal korrigiert werden, der ist immer noch korrekt wie am ersten Tag, bzw. (ich habe es in damals in der Werkstatt wechseln lassen, also war er nach WHB, also zu klein, eingestellt) so wie ich ihn dann mit Ausbau des Federbeins und Kontrolle an der längsten Stelle justiert habe.

Ich denke, daß es hauptsächlich wichtig ist, daß man ausreichend oft schmiert, es damit aber auch nicht übertreibt.

Ich habe z.B. vor anderthalb Jahren / 2500km die Kupplungsbetätigung geschmiert und dabei den ganzen Schmodder aus dem Ritzeldeckel komplett entfernt. Vor ein paar Wochen, als meine Kupplungsbeläge aufgequollen waren, hatte ich den Deckel wieder runter (1200km später) und es war keinerlei neue Schmiersauerei drin. Das heißt das Fett bleibt auf der Kette. Genauso habe ich praktisch keine Sauerei auf der Hinteren Felge, nur auf der Seite mit der Bremsscheibe ein wenig, aber kein Kettenfett :)

Automatische Kettenöler sind sicherlich für Ganzjahresallwetterfahrer eine gute Sache, aber für den "normalen" Gelegenheitsfahrer stellt sich da schon die Rentabilitätsfrage.

Dirk-Boerge 05.06.2018 08:08:15

Danke für das Zurückkehren zum Thema...

Das spricht ja dafür, dass Kettenfett, da es gut klebt, weniger umweltbelastend als Motoröl ist.

Das reinigen mit WD40 würde ich lassen, auch wenn es bei Dir wohl gutging. WD40 ist sauer und greift möglicherweise die Dichtringe an.

seife 05.06.2018 08:20:37

Das Caramba wurde ja nur aufgesprüht um das Fett-mit-Dreck ein wenig anzulösen, dann abgebürstet / gewischt.

Daß ein O-Ring in einer Motorradkette aus einem Material gemacht ist, das sich von ein wenig Kriechöl/Petroleum ernsthaft angreifen läßt, das halte ich für ein Gerücht ;-) Mag ja sein, wenn der Jahrelang da drin liegt, aber die kurze Einwirkzeit -- da wäre mir auch Benzin oder Bremsenreiniger unverdächtig.

Inzwischen würde ich aber einfach auch die Kette mit dem normalen Motorradreinigergel einsprühen (das, was ich auch auf den Felgen und der Verkleidung der Plastikmotorräder, also überall draufsprühe), das etwas einbürsten und dann an der Waschbox *aus größerem Abstand* mit dem Wasserstrahl abspülen. Einfach weil das am wenigsten Arbeit ist und relativ wenig Sauerei ergibt :-)

Ich bin, speziell bei der GS, inzwischen auf effiziente Wartungs / Pflegemaßnahmen umgestiegen, damit das Fahr- zu Schraubzeit-Verhältnis möglichst positiv ausfällt ;-)

3y3joe 05.06.2018 09:03:32

Zitat:

Zitat von Dirk-Boerge (Beitrag 596121)
Danke für das Zurückkehren zum Thema...

Das spricht ja dafür, dass Kettenfett, da es gut klebt, weniger umweltbelastend als Motoröl ist.

Das reinigen mit WD40 würde ich lassen, auch wenn es bei Dir wohl gutging. WD40 ist sauer und greift möglicherweise die Dichtringe an.

Bist Du Dir sicher dass WD 40 sauer ist?
Ich nehm das für ziemlich viele Sachen und kann nciht behaupten , dass es irgendwas angreift

DonArcturus 05.06.2018 09:28:29

Mal unabhängig davon, ob WD 40 Sauer ist und ob es die Dichtringe angreift oder nicht: WD 40 ist kein geeigneter Reiniger für die Kette!!!
Zwischen den Rollen und den Bolzen ist ein Dauerschmiermittel. Die Dichtringe sind genau dafür da, diese Dauerschmiermittel drin zu behalten und Dreck draußen. WD 40 ist ein Kriechöl und selbst wenn es die Dichtringe nicht angreift, so gelangt es dennoch in die Kettenglieder und verringert die Wirkung der Dauerschmiermittel.
Andere falsche Reiniger (z.B. Bremsenreiniger) können tatsächlich die Dichtringe angreifen, was genauso Kagge ist.

Saugwurmmensch 05.06.2018 09:35:29

Da WD40 ein Öl (aliphatische Petroleumdestillate) ist und keine Protonen abgeben kann, kann es auch nicht sauer sein.

Aber es kann das Fett der Dichtringe verdünnen/wegwaschen.
Das gilt auch für Petroleum, Benzin, Diesel und Co.
Wie gut die Stoffe (auch das Kriechöl) aber tatsächlich an den Dichtringen der Kette vorbeikommen und wie gut dann das verdünnte Fett wiederum an den Dichtringen vorbei abhanden kommen kann, ist fraglich.
Ein damit feuchter Lappen zum Abwischen der Kette ist aber sicher kein Problem.

seife 05.06.2018 09:37:16

Zitat:

Zitat von Saugwurmmensch (Beitrag 596128)
Ein damit feuchter Lappen zum Abwischen der Kette ist aber sicher kein Problem.

Danke für die Anwendung des gesunden Menschenverstands ;-)

3y3joe 05.06.2018 09:50:53

Zitat:

Zitat von Saugwurmmensch (Beitrag 596128)
Da WD40 ein Öl (aliphatische Petroleumdestillate) ist und keine Protonen abgeben kann, kann es auch nicht sauer sein.

Aber es kann das Fett der Dichtringe verdünnen/wegwaschen.
Das gilt auch für Petroleum, Benzin, Diesel und Co.
Wie gut die Stoffe (auch das Kriechöl) aber tatsächlich an den Dichtringen der Kette vorbeikommen und wie gut dann das verdünnte Fett wiederum an den Dichtringen vorbei abhanden kommen kann, ist fraglich.
Ein damit feuchter Lappen zum Abwischen der Kette ist aber sicher kein Problem.

Ok, jetzt weiss ich Bescheid:) Danke für die Beschreibung den WD40
Ich kenne Leute die schmieren ihre Kette ausschliesslich damit , also kann es nicht so teuflisch sein, meins ist es allerdings nicht für die Kette.
Nur wenn die Dauerschmierung schon raus ist aus einzelnen Gliedern, und diese dann schwergängig werden, dann kann man der Kette u.U. noch 1-2 tausend Kilometer schenken.
Ansonsten mach ich das auch so, wenns die Kette nötig hat mal mit ein bisschen mehr Öl dran, und das überflüssige Öl mit nem Lappen abnehmen.

Corey 05.06.2018 09:56:05

Zitat:

Zitat von Saugwurmmensch (Beitrag 595936)
Wie schlimm ist eigentlich dieses Biosägekettenöl-verharzen?

Wenn man sich einen vernünftigen Öler (also Drehzahlgesteuert, mit Pumpe und Regensensor) holt und da die Durchflussmenge einmal ausgemessen hat, läuft der Öler wartungsarm und zuverlässig (und temperaturunabhängig).

Kann man den dann nicht mit Biosägekettenöl betreiben und guten Gewissens schmieren?


Ich würde behaupten das dies überhaupt kein Problem darstellt.
Ich nutze Bio Haftöl in der Kettensäge und die steht auch gerne mal ein halbes Jahr in der Ecke.
Die größere Gefahr geht da tatsächlich von Mäusen aus. Ich lagere meine Kettensäge so das keine Mäuse dran kommen können, bei bekannten haben ich es schon erlebt, dass nach dem Winter Kettenöl nachgefüllt wurde und es gleich auf den Boden gelaufen ist, weil der Öltank aufgenagt wurde um an das Öl zu kommen.
Ich nutze das Bioöl von Dolmar und hatte bisher nie Probleme, würde da aber auch kein NoNameöl nehmen

Dirk-Boerge 06.06.2018 07:22:07

Ob WD40 im chemischen Sinne sauer ist, weiß ich nicht. Es greift aber diverse Lacke an, es kriecht (wie oben durch Vorredner dargestellt) überall rein. Tolles Zeug, aber nicht für meine Kette.
Motorradreiniger oder Kettenreiniger würde ich auch nehmen.

Kay73 06.06.2018 11:06:24

[IRONIE] Verdünnung ist auch nur Kohlenwasserstoffe, keine Säure, Benzin ebenso.
Greift aber alles nichts an..... [/IRONIE]

WD40 hab ich ne Weile genommen, das warn aber nur Standardketten.

Biokettenhaftöl?
Alles, was haftet, läßt auch den Dreck gut haften.
Toll, Schmirgelpapier für Kettendichtringe!

Über Umwelt rede ich nicht, sonst dürfte keiner mehr für den Spaß Moppedfahren oder mitm Boot rausfahren (man kann ja auch Fahrrad oder Paddelboot fahren).
Wer nen Problem mit den Öltropfen hat, ist hier eigentlich falsch, es sei denn, er baut seine GS500 / GS500E auf Zahnriemen oder Kardan um.
Den Umbau will ich hier dann auch in den Umbaustories sehen- und idealerweise Teilelisten mit Maßen fürs WIKI.

Dirk-Boerge 06.06.2018 11:17:56

Ich versuche, die Umwelt da, wo es wenig Aufwand macht, zu schonen. Darum nehme ich kein Motoröl als Kettenöl. Ich weiß, dass ich da inkonsequent bin. Aber überall da, wo ich es aber mit wenig Einschränkungen machen kann, nehme ich die umweltfreundlichere oder weniger belastende Alternative.

DonArcturus 06.06.2018 11:52:51

Zitat:

Zitat von Kay73 (Beitrag 596146)
Biokettenhaftöl?
Alles, was haftet, läßt auch den Dreck gut haften.
Toll, Schmirgelpapier für Kettendichtringe!

...

Wer nen Problem mit den Öltropfen hat, ist hier eigentlich falsch, es sei denn, er baut seine GS500 / GS500E auf Zahnriemen oder Kardan um.
Den Umbau will ich hier dann auch in den Umbaustories sehen- und idealerweise Teilelisten mit Maßen fürs WIKI.

Deswegen: Drylube ;-)

Kay73 06.06.2018 13:23:41

als umweltfreundliche Alternative für alle Ökos fällt mir noch ein: Graphitblock

Wie lang ne Kette damit lebt, keine Ahnung


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