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Lenkkopflager nachstellen
Hallo zusammen!
Hab zwar schon öfters hier im Forum vorbeigeschaut, und jetzt kommt mal mein erster Beitrag. Ich hab bei meiner GS das Problem, dass mein Lenkkopflager beim kurzen Bremsen oder z.B. bei Bordsteinkanten knackt. Jetzt ist mir aber nicht so ganz klar, mit welchem Werkzeug ich die "Lenkschaftmutter", also nicht die Schraube am Lenkkopf sondern die darunter, nachziehen kann. Kann mir vielleicht jemand sagen, wie dieses Werkzeug heißt, oder besser, welches "Handelsübliche" Werkzeug ich verwenden kann?! Vielleicht hat ja einer nen Tipp, weil ich das Mopped nicht in die Werkstatt bringen will. Grüßle, Jo 8) |
Servus,
dat Ding heißt Hakenschlüssel und ist z.B. hier als Punkt 4 bei der Louise zu sehen: http://louis9.louis.de/katalog2004/pages/650.pdf HTH Obelix |
auch auf die gefahr hin, das mich wieder welche als fuddler abstempeln, nen schraubenzieher und nen hammer tuhens auch.
aber nicht zu fest!!! |
Danke für eure schnelle Hilfe!
Jetzt weiß ich immerhin, um was für ein Teil es sich da handelt. Aber da dieses Ding ja 19€ kosten soll, probier ich´s vielleicht doch erstmal mit nem Schraubenzieher. Grüßle, Jo |
ahh, mal jemand von meiner Fraktion... hihi..
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Würde es nicht auch mit dem Bordwerkzeug (Federbeinschlüßel) klappen???
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Bevor du da was rumstellst: Bitte versichern, daß es _wirklich_ das LKL und nicht z.b. die Bremsscheibe (schwimmend gelagert und bei einigen (u.a. bei mir) sehr beweglich) ist, was da klackert.
LKL auf Verdacht fest gezogen heißt im allgemeinen _zu_ fest, -> interessantes Fahrverhalten und bald defektes LKL. Cherry |
Zitat:
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Ich glaub ich hab das Problem auch. Kann mir jemand ein Bild geben und daran zeigen, was man genau nachziehen muss?
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Ist ja klasse, wie schnell man hier antworten bekommt!
Mit dem Schlüssel aus dem Bordwerkzeug klappt es leider nicht, das hatte ich schon ausprobiert. @ Cherry: Wie kann ich feststellen, ob es nur meine schwimmend gelagerte Bremsscheibe ist? Einfach dran wackeln? Es wundert mich nämlich schon etwas, dass das LKL kein bisschen hakt oder schleift, sondern einfach nur knackt. Danke nochmal für eure Hilfe! :D Grüßle, Jo |
Zitat:
Wenn es größeres Spiel an den Floatern hat, knacken die schonmal gerne. Gerade wenn man langsam fährt und die Bremse leicht betätigt fällt es dann auf. Zitat:
Knackt das Lenkkopflager, dann hat das Lager oft verschlissene oder ausgebrochene Kugel(Walzen) oder ist sehr lose eingestellt. Schwergängig oder schleifend ist es meist bei leicht verschlissenene Kugel(Walzen) oder zu fest angezogenem Lager bzw. Fettmangel. Bei leichten Fällen hilft ein wenig neues Fett dem Lager vorerst wieder auf die Sprünge. |
So, heute hatte ich endlich mal Zeit mich meinem LKL zu widmen.
Ich hatte mir beim Louis eigentlich so einen Hakenschlüssel gekauft, da ich dachte, ich würde mir die Arbeit damit leichter machen. Aber an alle, bei denen es auch mal nötig sein wird das LKL nachzustellen den Tipp: Kauft euch das Teil nicht extra. Meiner Meinung nach ist das ein tierisches Gefummel mit dem Teil, und ich hab dann auch ziemlich schnell die Methode mit dem Schraubenzieher und Hammer vorgezogen. Den Hakenschlüssel hab ich auch gleich wieder zurückgegeben. Eigentlich war das Einstellen dann auch ziemlich einfach, und eine kleine Proberunde gerade hat auch bestätigt, dass das Knacken aus dem LKL verschwunden ist. Danke an alle, die mir beim Lösen meines kleinen Problems geholfen haben. Grüßle, Jo 8) |
Kannst du nicht mal bitte ein Bild machen und zeigen, wo du genau gewerkelt hast?
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Hatte gerade TÜV-Termin und der Tüver hat mir gesagt, dass seiner Meinung nach die Lenkung recht schwergängig ist. Er meinte das es am Lenkkopflager liegen könnte, dass zu fest angezogen ist.
Wollte mal fragen ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat und wie man das LKL nachstellen kann. Hab leider keine Ahnung ob das bei der GS so normal ist, ich fands bisher nicht schwer. Aber ich vertraue da mal auf die Kompetenz des Tüvers. |
Eine Lenkkopflagereinstellung ist eigentlich eine nicht ganz einfache Geschichte - man braucht dazu schon ein bischen Gefühl:
1. Lagerverschleiß zeigt sich im wesentlichen durch 2 Merkmale: durch merkbares (und meist auch hörbares) Spiel der Gabel im aufgebocktem Zustand (Gabel mit beiden Händen vorwärts und rückwärts drücken) und durch "Raststufen" beim Bewegen des Lenkers (natürlich auch aufgebockt und Vorderrad in der Luft). 2. Einstellen des Lagers: Festziehen des Lagers mit 40-50Nm, den Lenker ein paar mal von Anschlag zu Anschlag drehen, damit sich das evtl. neue Lager setzt, und dann 1/4 - 1/2 Umdrehung ZURÜCKDREHEN! Hat man eine Federwaage, so darf die Losbrechkraft der Lenkerbewegung aus der Geradeaustellung bei aufgebocktem Fahrzeug (Vorderrad in der Luft) nicht mehr als min 200g - max 500g betragen, gemessen am äusseren Ende der Griffgummis. Bevor man mißt, den Lenker ein paar Mal von Anschlag zu Anschlag drehen). Für Leute mit Gefühl und ohne Federwaage würde ich sagen: Der Lenker muß aus der Geradeaustellung nach einem Hauch von "Schubs" von selbst in den Anschlag fallen. Dabei muß auch beachtet werden, daß Seilzüge, Kabel, etc. richtig verlegt sind - sonst behindern die zu stark! Bitte unterschätzt ein falsch eingestelltes Lager nicht - wie schon in diesem Thread geschrieben führt es wirklich zu einem merkwürdigem bis teilweise unkontrollierbarem Fahrverhalten...... |
Gabelspiel konnte ich nicht feststellen und Raststufen auch nicht wirklich, da die Züge bei mir innen an der Scheibe langrutschen. :?
Werde die Scheibe mal abmachen und dann sehen ... wenn das die einzigen Anzeichen für ein zu festes LKL sind, scheint wohl doch alles in Ordnung zu sein. |
Unter Raststufen meinte ich, daß du beim hin und her Bewegen des Lenkers mehrere Positionen spürst in denen er regelrecht "einrastet" (Vorderrad in der Luft). das kommt daher, daß sich die Wälzkörper des Lagers in die Lagerschalen eingedrückt haben und damit diese Rastmarken erzeugen.....
Ein zu festes Lager zeigt sich in einem sehr nervösen bis labilen Geradeauslaufeigenschaften bzw. ausgeprägter Pendelneigung bei schon rel. geringen Geschwindigkeiten. Was du mit "Züge bei mir innen an der Scheibe langrutschen" im Zusammenhang mit dem Lenkkopflager meinst verstehe ich jetzt nicht ganz.... :?: |
Naja wenn man die Gabel bewegt (natürlich mit Rad in der Luft), dann bewegen sich ja auch die ganzen Züge (Gas, Kupplung, Bremse ...) und die rutschen bei mir innen an der Cockpitscheibe entlang, was einen gewissen Widerstand erzeugt.
Aber da du ja von Raststufen sprichst (wahrscheinlich so, als wenn man versucht ein eingedrücktes Lager zu drehen und das dann hakt) denke ich mal nicht das meines zu fest ist. Denke mal der Prüfer hat sich entweder von den Zügen täuschen lassen oder die Gabel der GS ist im Vergleich zu anderen Motorrädern fester. |
wieso schleift da was an deiner Scheibe ?? Richtig kann das ja wohl nicht sein, oder ?? Was hast du da nachträglich montiert ??
Bevor du am LKL nachdrehst, solltest Du erst mal testen ob das der Grund ist für das Geräusch ist..Spiel in der Lenkung (am LKL) kannst Du testen, wenn du bei frei stehendem Vorderrad ( also auf dem Mittelständer, einer hinten drauf) das Vorderrad in Fahrtrichtung vor/zurückbewegen kannst. Nächster Test ist ( bei freigängiger Lenkung ) den Lenker mit einem Finger von links nach rechts zu drehen..sollte ohne Kraftaufwand und haken und rucken nach li/re gleich leicht leicht gehen, so wie von den Jungs vorher schon beschrieben... Gruß, Uwe p.s. wenn du mal mit schleifender Vorderradbremse den Bordstein hochfährst und das klacken weg ist, sach bescheid.. |
@flör:
Oh, sorry - ich war da geistig bei der Bremsscheibe und nicht beim Cockpit............ :roll: Bez. Lager: Ja so hab ich es gemeint...... |
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