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matsch11 08.11.2020 16:35:18

Plötzlich Batterie leer
 
Hallo,

vllt eine etwas komische Frage aber meine Batterie ist plötzlich leer. Das Bike wird seit 3 Monaten für den TÜV neu gemacht. Neuer Tank, Neue Reifen, Neue Batterie, Vergaser Kit usw.
Zwischendurch lief das Bike immer mal so 5-10 Minuten und die Batterie machte nie Probleme. Jetzt sollten vorm Tüv noch die Vergasser sync. werden und plötzlich geht nichts mehr. Die Lampen brenn nur ganz schwach. Batterie also getestet und nur noch 10V. Werkstatt sagt Batteriekapazität nur 10-20%.

Daher war ich beim Verkäufer und der sagt, Spannung zu gering, wurde tiefentladen, keine Garantie sondern Anwendungsfehler-Umtausch abgelehnt. Jetzt überleg ich ob die GS500E wirklich in den 3 Wochen die Batterie von alleine leer gezogen haben könnte? Es war kein Licht oder anderes an. Kann eine Batterie innerhalb von 3 Wochen plötzlich so defekt sein oder liegts doch am Bike?

Rapido 08.11.2020 18:08:02

Ob da ein Verbraucher die Batterie leerzieht kannst du mit einem Amperemeter messen.
Bei der GS sollte ohne Zündung kein Strom gezogen werden.
Bei neueren BMWs reicht es schon das Navi angesteckt zu lassen und das zieht die Batterie binnen 3 Wochen zuverlässig leer, weil die Navihalterung Dauerplus hat :nut:

Kay73 08.11.2020 18:52:03

Hast Du kein (billiges) Messgerät für Spannungen bis zu 20 V?
Hast Du kein Ladegerät?
(Da würde ich kein billiges nehmen, bin mit den "prochargern" vonner Tante bisher gut gefahren. Erkennt defekte Akkus, kann regenerieren, wennd der Akku nicht defekt ist, kann Entsulfatieren, kann Erhaltungsladung....)

Hast du jemals die Spannung vom akku gemessen? Leerlaufspannung, Ladespannung?

matsch11 08.11.2020 19:30:02

Werde morgen mal testweise ein "billiges" Ampermeter dazwischen schalten.
Wenn das Ladegerät aber kein Verbrauch anzeigt kann es doch eigentlich nur ein Batteriefehler sein, oder?

Ladegerät hab ich selber keins. Habe es über einen befreundeten Motorradkollege aber Laden lassen. Das Ladegerät fängt entweder gar nicht an zu laden, fängt an und zeigt nach wenigen sekunden Voll oder fängt an und bricht nach wenigen sekunden die Ladung einfach mit roter Fehlerleuchte ab. Eine Ladung ist also nicht möglich.

Spannung, egal in welcher Form, hab ich nicht gemessen. Hatte vorher nie Probleme mit der Stromversorgung, daher sah ich keine Notwendigkeit Spannungen zu messen. Das Bike stand sogar mal 6 Wochen und sprang dann sofort wieder an. Jetzt nach 3 Wochen überraschend platt.

snailie 08.11.2020 20:14:40

Zitat:

Zitat von matsch11 (Beitrag 609308)
Ladegerät hab ich selber keins. Habe es über einen befreundeten Motorradkollege aber Laden lassen. Das Ladegerät fängt entweder gar nicht an zu laden, fängt an und zeigt nach wenigen sekunden Voll oder fängt an und bricht nach wenigen sekunden die Ladung einfach mit roter Fehlerleuchte ab. Eine Ladung ist also nicht möglich.

Dann scheint ja wohl die Batterie defekt zu sein. Und ja, das kann auch bei nagelneuen Batterien vorkommen.

McFadden 09.11.2020 07:21:27

Weil auch ich denke, dass die Batterie kaputt ist UND mir bei solchen Verkäufern die Hutschnur hochgeht:

1. innerhalb des ersten halben Jahres gibt es kein Herauswinden des Verkäufers. Er hat zu erstatten!
Großartig, wie die das immer wieder versuchen. Aber man kann die Daumenschrauben ja jetzt etwas anziehen. Noch innerhalb erster 6 Monate(?), Ladegerät lädt nicht, schlechte Bewertung bei google, nicht wiederkommen und schlechte Presse machen... ;-)
2. Aldi hat diese Woche Erhaltungsladegeräte - hinfahren, kaufen!!!

Offtopic:
Da gibt es auch Lammfellbezüge... ;-) :lol:

andreas_stgt 09.11.2020 07:57:52

Ja, aber ich weiß nicht wie das bei einer neuen (innerhalb 6 Monate Batterie) ausieht die TIefentladen wurde. Denn da nehmen ALLE Batterien einen Schaden davon mit - mehr oder weniger jedenfalls. Also entweder ganz hin oder zumindest ein massiver Kapazitätsverlust. Kann sein dass sowas dann aus der Garantie ausgeschlossen ist.

der schreiner 09.11.2020 09:42:59

Da hast du dir aber einen dubiosen Händler ausgesucht... Vielleicht sogar im Netz??
Ich hatte fast das selbe Problem, allerdings nach fast einem Jahr. Laut meinem Händler war eine Kammer defekt (hat das mit einem speziellen Messgerät herausgefunden) und dadurch Tiefenentladen. Wurde anstandslos umgetauscht.
Akkus sind leider auch ein Massenprodukt. Da kommen diese Fehler vor. Erfahrungsgemäß macht der Händler in der Nähe mehr Sinn als die Anbieter im Netz. Auch wenn es ein oder zwei Euro Mehrkosten sollte (bei mir nie der Fall gewesen, ehr andersrum wegen Versandkosten) lohnt es sich doch einen vernünftigen Ansprechpartner zuhaben. Aber auch das steht und fällt es mit dem Händler.

Kay73 09.11.2020 12:01:04

Bevor hier alle auf den Verkäufer des Akku einprügeln:

Es kann auch die Lichtmaschine, der Laderegler, die Verkabelung sein.
Kommt nicht genug Ladestrom beim Akku an, weil eine der genannten Komponenten Probeme bereitet, ist der Akku erst intakt, wird aber beim Laufenlassen immer "leerer". Bis es dann irgendwann auch tiefentladen ist.
Und dann ist der Akku tot, obwohl er bei Kauf noch intakt war.

Darum gerne mal nach Einbau eines neuen Akku mal messen, Leerlaufspannung, Ladespannung....
Und nicht erst nachdem das neue Teil ebenfalls symptomatisch stirbt statt Ursache für den Tod der Bordelektrik zu sein.


Berichtigt mich, wenn ich damit falsch liege.

der schreiner 10.11.2020 06:59:17

Zitat:

Zitat von Kay73 (Beitrag 609330)
Bevor hier alle auf den Verkäufer des Akku einprügeln:

Es kann auch die Lichtmaschine, der Laderegler, die Verkabelung sein.
Kommt nicht genug Ladestrom beim Akku an, weil eine der genannten Komponenten Probeme bereitet, ist der Akku erst intakt, wird aber beim Laufenlassen immer "leerer". Bis es dann irgendwann auch tiefentladen ist.
Und dann ist der Akku tot, obwohl er bei Kauf noch intakt war.

Darum gerne mal nach Einbau eines neuen Akku mal messen, Leerlaufspannung, Ladespannung....
Und nicht erst nachdem das neue Teil ebenfalls symptomatisch stirbt statt Ursache für den Tod der Bordelektrik zu sein.


Berichtigt mich, wenn ich damit falsch liege.

Brauche nichts berichtigen, m.M. liegst du da Richtig.
Ich wollte den Verkäufer auch nicht "niedermachen", aber der Akku ist immer noch ein Schwachpunkt und oft die Fehlerquelle. Auch finde ich, das durch Netz-Käufe die Beratung und Kundenservice flöten geht. Aber auch das ist meine Meinung. :smoker2:

McFadden 10.11.2020 07:42:31

Ich nehme das nochmal auf:
Zitat:

Zitat von andreas_stgt (Beitrag 609322)
Ja, aber ich weiß nicht wie das bei einer neuen (innerhalb 6 Monate Batterie) ausieht die TIefentladen wurde. Denn da nehmen ALLE Batterien einen Schaden davon mit - mehr oder weniger jedenfalls. Also entweder ganz hin oder zumindest ein massiver Kapazitätsverlust. Kann sein dass sowas dann aus der Garantie ausgeschlossen ist.

Man unterscheidet im allgemeinen zwischen Garantie und Gewährleistung!
Garantie ist das, was der Händler freiwillig gibt.
Gewährleistung ist das, was der Staat vorschreibt.
Und der schreibt vor:"innerhalb der ersten 6 Monate muss der Verkäufer beweisen, dass der Mangel bei Auslieferung nicht bestanden hat!"
Und DAS kann er nicht!
Deshalb ist der Kunde in den ersten 6 Monaten quasi immer im Recht!

Eine andere Geschichte ist die Durchsetzung.
Vor Gericht bekommt der Käufer natürlich immer Recht und das weiß der Verkäufer auch.
Nur wird niemand für ~40€ einen Anwalt einschalten, der ja im günstigsten Fall schon 150€ SB kostet.
Somit erkennt man in einem solchen Fall, ob man einen guten oder schlechten Verkäufer erwischt hat.

Es bleibt immer die Möglichkeit in diversen Plattformen schlechte Bewertungen zu hinterlassen - das kann man dem Händler auch gerne als Drohung mitgeben!
Vielleicht bringt es ja was. ;-)


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