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Tzwen 18.05.2021 19:43:34

GS 500 will nicht bis ca. 4000 Umdrehungen
 
Guten Tag,

ich bin froh dieses Forum entdeckt so haben & hoffe auf super Hilfe!
Ich hab mich mit meinen 20 Jahren endlich mal entschieden, von A1 auf A2 zu erweitern. Als Anfängermoped habe ich eine GS500 geschossen, welche allerdings seit 2018 still stand.
Da ich was das Schrauben angeht, nicht ganz deppert bin, habe ich mir zu Aufgabe gemacht, sie wieder schön zum Laufen zu bringen. So viel zu mir und der Vorgeschichte. :D


Alsooo folgendes habe ich gemacht: Motorölwechsel, neue Kerzen, neuen Luftfilter. Vergaser auseinander gebaut und gereinigt (nicht komplett auseinander gebaut) Nur das übliche Kammer, Düsen, etc. gereinigt mit Bremsenreiniger und Druckluft.
Benzinschläuche erneuert und so weiter. Benzin kommt auf jeden Fall an.

Die GS ist Baujahr 1995 und hat laut Papieren 36 PS.


Nun zu meiner Problematik:
Die GS springt einigermaßen gut an. Hält ohne Choke die Drehzahl bei etwa 1200 Umdrehung/Minute. Nun war es so weit, dass ich die erste Probefahrt machen wollte, was zur Schwierigkeit wurde.
Im unteren Drehzahlbereich keine Chance, dass sie vernünftig läuft.
Sie stottert sich einen ab und Anfahren ist auch ein Abenteuer.
Wenn ich mit 3000 Umdrehungen anfahren möchte säuft sie ab. Bergab allerdings hab ich eine Chance, sie stottert und stottert bis ich etwa 4000 Umdrehungen/Min erreicht habe.
Hier fängt sie an, richtig schön durchzudrehen. Sobald ich allerdings schalte und wieder unter den 4000 Umdrehungen bin, selbes Spiel.


Bin momentan mit meinem Latein am Ende. Eine Überlegung von mir war noch, das meine Dichtringe vom Schwimmer zu klein sind. Da gibt es beim rausziehen kein Ploppen oder sowas und die Schwimmer wackeln etwas in der Öffnung rum.

Was vielleicht auch hilft, wenn ich im Stand flott Vollgas gebe, stottert sie ebenso und droht auszugehen. Zu wenig Benzin und zu viel Luft?

Hoffentlich kommen wir gemeinsam zum Erfolg! :D

Jim Knopf 18.05.2021 20:23:06

Servus,

Schick die Vergaser zum Klassikfon hier aussem Forum. Der macht die wieder chic und du hast Ruhe.

Vinz-Georg 18.05.2021 20:40:42

Ich erweitere mal warum das Ganze. Das Leerlaufsystem ist verdreckt und das spielt im unteren Drehzahlbereich eine große Rolle. Da hilft nur das Ultraschallbad. Das alte Benzin am besten entsorgen. Prüfe auch ob du Roststellen im Tank hast. Nicht das du den schön gereinigten Vergaser wieder einsaust.

Tzwen 18.05.2021 21:06:12

Zitat:

Zitat von Vinz-Georg (Beitrag 611664)
Ich erweitere mal warum das Ganze. Das Leerlaufsystem ist verdreckt und das spielt im unteren Drehzahlbereich eine große Rolle. Da hilft nur das Ultraschallbad. Das alte Benzin am besten entsorgen. Prüfe auch ob du Roststellen im Tank hast. Nicht das du den schön gereinigten Vergaser wieder einsaust.

Okay, ich habe einen Kollegen, der könnte mir das Ding ins Ultraschallbad reinhauen. Der Vergaser sieht optisch ziemlich gut aus, weshalb ich das nicht in Erwägung gezogen hatte.
Die GS ist nahezu rostfrei, im Tank ist kein Ansatz von Rost zu finden.
Benzin hab ich auch rausgeschmissen und schön frisches reingepackt.

Ich melde mich die Tage wieder, sollte das Problem noch bestehen.
Wechsle vorsichtshalber auch mal die Schwimmernadelventile.
Sollte das Problem weiterhin bestehen, komme ich auf den werten Klassikfon zurück. :crazy:

gsmattis 19.05.2021 03:57:56

Den Dreck, der dafür verantwortlich ist, siehst du auch nicht, weil er in den feinen Kanälen ist und nicht an der Oberfläche.

Vinz-Georg 19.05.2021 07:34:58

Such mal bei Youtube nach Vergaseronkel, da zeigt klassikfon wie du den Vergaser zerlegst bevor du den ins Ultraschallbad tust.

Nimm nicht nur die Schwimmernadelventile, sondern so ein Reparaturkit für die Vergaser. Da sind dann alle Dichtungen drin. Dann hast du wirklich Ruhe für die nächsten Jahre.

Tzwen 19.05.2021 11:02:44

Zitat:

Zitat von Vinz-Georg (Beitrag 611675)
Such mal bei Youtube nach Vergaseronkel, da zeigt klassikfon wie du den Vergaser zerlegst bevor du den ins Ultraschallbad tust.

Nimm nicht nur die Schwimmernadelventile, sondern so ein Reparaturkit für die Vergaser. Da sind dann alle Dichtungen drin. Dann hast du wirklich Ruhe für die nächsten Jahre.

Ach cool, ich wusste nicht, dass Vergaseronkel klassikfon ist. :)
Ja, das hatte ich mir bereits von ihm angesehen, sehr gute Videos macht der Boy.

Ich habe mir auf eBay ein günstigeres Kit besorgt. 80 Euro für das Ding sind mir zu viel gewesen.

https://www.ebay.de/itm/133256035483

Wurde über 300 mal verkauft, ich hoffe das taugt was. :daz:

snailie 19.05.2021 12:37:58

Zitat:

Zitat von Tzwen (Beitrag 611680)
Wurde über 300 mal verkauft, ich hoffe das taugt was. :daz:

Tehee... diese Angabe zeigt zunächst mal, daß über 300 Leute zu kniepig für die guten Keyster-Sets gewesen sind... kann klappen, muß aber nicht. Viel Erfolg und halt uns auf dem Laufenden!

Tzwen 19.05.2021 13:24:48

Zitat:

Zitat von takoda (Beitrag 611681)
Tehee... diese Angabe zeigt zunächst mal, daß über 300 Leute zu kniepig für die guten Keyster-Sets gewesen sind... kann klappen, muß aber nicht. Viel Erfolg und halt uns auf dem Laufenden!

Das stimmt natürlich, ich hoffe das Zeug funktioniert.
Mach ich, bis die Tage.:wink2:

Danke euch schonmal für den Tipp, was das Leerlaufsystem angeht.

Rapido 19.05.2021 15:12:19

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 7)
Zitat:

Zitat von takoda (Beitrag 611681)
Tehee... diese Angabe zeigt zunächst mal, daß über 300 Leute zu kniepig für die guten Keyster-Sets gewesen sind... kann klappen, muß aber nicht. Viel Erfolg und halt uns auf dem Laufenden!

Dann oute ich mich mal als einer der 300.
Ich hatte mir den Satz auch bestellt weil die Werkstatt in der Nähe meinte, den Reparaturkit könnte ich auch selber beistellen. Die haben den Gaser im Ultraschallbad gehabt, aber ohne den Kit zu verbauen, weil der nicht passt! Nach der Reinigung ging der Gaser gar nicht mehr, also hat sich Klassikfon dran begeben und die Dichtungen eingebaut. Er meint, der Kit wäre gar nicht so schlecht. Einige Teile passen halt nicht.
Beim nächsten Gaser hab ich dann die guten Keyster verbaut und da passt alles. (Nicht wundern, es bleibt immer ein O-Ring über)
Anhang 30386
Zum Vergleich: Oben der billige Satz von ebay, in der Mitte Keyster, unten Orginalteile gebraucht.
Anhang 30387 Anhang 30388
Die Düsennadel hat eine andere Form, länger und unten dünner. Die Leerlaufdüse hat zusätzliche Bohrungen und die Größe ist nicht eingestempelt. Die Hauptdüse ist auch nicht gestempelt, ist aber laut Klasikfon auch eine 120er wie im Keyster Set.
Anhang 30389 Anhang 30390 Anhang 30391
Der Kaltstartkolben passt, ist aber viel zu lang, steht daher zu weit über und die Serien-Betätigung kann nicht eingehangen werden.
Anhang 30392
Die Nadeldüse ist viel zu dick und kann daher auch nicht verwendet werden.
Ich habe bisher vier Sätze von Keyster gekauft und bei allen war die Nadeldüse unten 2 - 3/100 dicker als die Orginaldüsen. Mit dem Übermaß gehen die natürlich extrem schwer rein. Das war auch der Grund warum ich die alle nachgemessen habe.
Vielleicht kann ja mal jemand posten ob das immer so ist.

gsmattis 19.05.2021 16:45:27

Danke für deinen Beitrag, wäre was für die FIQ.
Meinst du mit Nadeldüse das letzte Foto? Das sind die Düsenstöcke.

snailie 19.05.2021 18:25:07

@Rapido: Sehr interessant, in der Tat, danke für die Bilder! Das ist tatsächlich dieser Citomerx-Satz, der da so gänzlich unpassend daherkommt?

Rapido 19.05.2021 20:59:12

Zitat:

Zitat von takoda (Beitrag 611685)
Das ist tatsächlich dieser Citomerx-Satz, der da so gänzlich unpassend daherkommt?

Ich habe mir den Kauf noch mal aufgerufen.
Es war der gleiche Händler, der gleiche Preis und als Hersteller ist Citomerx genannt.
Gar so unpassend ist es gar nicht. Immerhin sind die weich dichtenden Teile brauchbar, auch die Nadelventile, Hauptdüse und Leerlaufsystem passen. Bei den nicht passenden Teile muss halt das Orginallteil drin bleiben.

@gsmattis: Die Begriffe werden synonym verwendet. Als ich bei der BW am DKW Munga (3 Zyl. 2 Takter) geschraubt habe, waren die Begriffe Nadeldüse + Düsennadel für die Kombination üblich.

Tzwen 19.05.2021 23:20:07

Zitat:

Zitat von Rapido (Beitrag 611683)
Dann oute ich mich mal als einer der 300.
Ich hatte mir den Satz auch bestellt weil die Werkstatt in der Nähe meinte, den Reparaturkit könnte ich auch selber beistellen. Die haben den Gaser im Ultraschallbad gehabt, aber ohne den Kit zu verbauen, weil der nicht passt! Nach der Reinigung ging der Gaser gar nicht mehr, also hat sich Klassikfon dran begeben und die Dichtungen eingebaut. Er meint, der Kit wäre gar nicht so schlecht. Einige Teile passen halt nicht.
Beim nächsten Gaser hab ich dann die guten Keyster verbaut und da passt alles. (Nicht wundern, es bleibt immer ein O-Ring über)
Anhang 30386
Zum Vergleich: Oben der billige Satz von ebay, in der Mitte Keyster, unten Orginalteile gebraucht.
Anhang 30387 Anhang 30388
Die Düsennadel hat eine andere Form, länger und unten dünner. Die Leerlaufdüse hat zusätzliche Bohrungen und die Größe ist nicht eingestempelt. Die Hauptdüse ist auch nicht gestempelt, ist aber laut Klasikfon auch eine 120er wie im Keyster Set.
Anhang 30389 Anhang 30390 Anhang 30391
Der Kaltstartkolben passt, ist aber viel zu lang, steht daher zu weit über und die Serien-Betätigung kann nicht eingehangen werden.
Anhang 30392
Die Nadeldüse ist viel zu dick und kann daher auch nicht verwendet werden.
Ich habe bisher vier Sätze von Keyster gekauft und bei allen war die Nadeldüse unten 2 - 3/100 dicker als die Orginaldüsen. Mit dem Übermaß gehen die natürlich extrem schwer rein. Das war auch der Grund warum ich die alle nachgemessen habe.
Vielleicht kann ja mal jemand posten ob das immer so ist.

Sehr interessanter Beitrag. Jetzt wo ich den direkten Vergleich sehe, ist auf den Produktfotos bereits zu erkennen, dass einige Teile zu groß oder unpassend sind. Dann wird das wohl zurückgesendet und ich muss anschließend dann doch zu Keyster greifen. :D

Wenn ich schon dabei bin, möchte ich nämlich alle Teile erneuern.

Danke dir. :gutenacht:

Edit: Läuft deine GS in einen der Vergasern somit mit den alten Teilen, nur mit neuen Dichtungen?

Tzwen 22.05.2021 18:50:27

GS 500 schnurrt wie ein Kätzchen
 
So meine Freunde.
Vergaser wurde erfolgreich ultraschallgereinigt, was soll ich sagen, sie schnurrt wie ein Kätzchen und dreht prima hoch.

Und für die Neugierigen:
Ich habe das billige Reparaturset von eBay (Marke: Citomerx) benutzt und alle brauchbaren Teile in den Vergaser gepackt.

Folgendes kann ich sagen:
Die O-Ringe passen super, die Hauptdüsen und Nebendüsen erfüllen ebenso ihren Zweck, Nadelschwimmerventil und das dazugehörige Teil, weiß grad nicht wie es heißt, ist ebenso brauchbar! Die Gemischschraube mit Feder und Scheibe kann man auch einbauen. :grin:

Nicht brauchbar ist, wie bereits oben erwähnt, Kaltstartkolben und die Nadeldüse.

Mein Fazit ist also: Sofern man seine Nadeldüse noch verwenden kann (habe ich auch ins Ultraschallbad gelegt) und kein neuer Kaltstartkolben verbaut werden muss, kann man das billige Set gut benutzen.
Ich denke für den Preis, kann man sich das schonmal überlegen.


Die nächsten Wochen wird die Maschine TÜV kriegen und dann kann ich sie mal richtig Probe fahren, konnte bisher nur um den Block und nicht höher als im 3. Gang fahren. :)

Mal sehen ob sie auch bei Volllast und hoher Geschwindigkeit keine Probleme macht. Kann euch gerne darüber informieren.


Danke für die Hilfe.

klassikfon 22.05.2021 22:14:33

Meine Erfahrungen mit den billigen Reparatursätzen habe ich ja ebenfalls verfilmt.

Hauptdüsen in allen erdenklichen Größen habe ich dabei schon gesehen. Meistens viel zu groß, hin und wieder auch deutlich zu klein. Beides nicht empfehlenswert. Natürlich ist fast immer keine Größe ersichtlich, kann man also nur mit einer Düsenlehre messen.

Die Qualität der O-Ringe ist der nächste besorgniserregende Part. Manche sind nicht benzinfest, die lösen sich auf.

Ich hätte übrigens auch alle Teile einzeln da gehabt. Habe mir im Laufe der Jahre meine Quellen erarbeitet. 😉

Gruß Ric

Tzwen 08.06.2021 15:33:12

Guten Tag,

komplett fehlerfrei wäre ja zu schön gewesen.

Also die GS läuft wie bereits erwähnt nun ganz gut, allerdings ist mir dann im Leerlauf aufgefallen, nachdem ich die Zylinder einzeln laufen lassen habe, dass der linke Zylinder, an dem der Unterdruckschlauch sitzt (also am Vergaser) nicht wirklich mitläuft.
Ich muss etwas Choke dazu geben, damit der bei Pipapo 1.200 Umdrehungen läuft. Ist der Choke allerdings raus, geht das Motorrad aus (Im Ein-Zylinder-Betrieb)

Erst ab 2000 Umdrehungen schätze ich mal, dreht der dann auch mal mit.


Also meine Vermutung ist nun: Leerlaufsystem, linker Gaser.
Habe auch noch ein bisschen mit der Gemischschraube rumgespielt, hat mich aber nicht zum Erfolg gebracht, also anschließend wieder um 2 Umdrehungen rausgedreht (BJ 1995).

Mir ist wohl aufgefallen, dass die beiden Kanäle im rechten Gaser frei sind.
(klassikfons Taschenlampen-Trick).
Der Linke Vergaser allerdings ist nur in einem Kanal frei.
Der Lufteinlass für das Leerlaufsystem sieht so aus, als wäre dieser bewusst zu, was mich verwirrt.
Da wo eigt was durch sollte, siehts so aus, als würde da ein Bolzen drin stecken.
Hat mich verwirrt.

Das ganze Teil wurde wie erwähnt Ultraschall gereinigt.
Kein Rost im Tank, trotzdem Benzinfilter zur Vorsicht montiert.


Gruß

Vinz-Georg 08.06.2021 15:56:50

Um weitere Probleme zu vermeiden schmeiß den Benzinfilter gleich wieder raus. Der macht nur Ärger und bringt rein gar nichts...ein Filter ist bereits im Tank verbaut.

Tzwen 08.06.2021 16:28:36

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
In Anhang seht ihr was ich meine.

Tipps um das frei zu kriegen? Mfg

snailie 09.06.2021 12:24:49

Zitat:

Zitat von Tzwen (Beitrag 611893)
Tipps um das frei zu kriegen? Mfg

Gaaaaaanz feiner Draht, gaaaaanz viel Geduld! :grinser2:

berndy 09.06.2021 17:38:23

Ja, dünner Kupferdraht, das Ganze würde ich noch mit Vergaserreiniger, in der Hoffnung, dass das Zeug den Belag etwas erweicht, untersützen.

Tzwen 17.06.2021 12:28:40

Serrvvuus, meine Kanäle sind nun alle frei.
ich habe mir ebenso von Keyster den Satz gekauft und verbaut.

Allerdings ist mein linker Zylinder noch nicht so wie ich ihn gerne hätte.
Ab 2500 Umdrehungen läuft er gut mit, aber so kann ich mein Standgas nicht einstellen, da die Drehzahl sonst sehr langsam runter geht.

Hängt es mit dem wackeligen Sitz des Schwimmers zusammen? Dass das Schwimmernadelventil nicht öffnen kann und somit zu wenig Sprit durchkommt?
Mir scheint es so, als müsste ich diesen mal erneuern, damit sie im Leerlauf läuft wie sie soll, gibt es da Einwände? Passender Dichtring ist verbaut, scheint mir einfach so, als würde der Schwimmer in Rente gehen wollen.


Mfg

berndy 17.06.2021 15:09:06

Wenn an den Vergasern etwas nicht so ist, wie es der Konstrukteur vorgesehen hat, kann es auch nicht wie vorgesehen funktionieren.

Wenn der Schwimmer nicht richtig funktioniert, kann es natürlich daran liegen.

Tzwen 13.09.2021 12:23:26

Juten Tag,

ich habe immer noch ein Problemchen.
Also vorab.
Vergaser hat ein komplett neues Keyster Kit bekommen, neue Schwimmer, neuen Benzinhahn, da die Membran das Leben hinter sich gebracht hat.
Sevice ist auch neu.

Nun meine Frage:
Die GS springt gut an, in den höheren Drehzahlen zieht sie auch gut,
aber zwischen 2000 und 6000 ist echt mau, ab 6000 springt sie dann nach vorne wie eine Rakete.

Nach einer Testfahrt durfte ich auch ein Lautes knallen (vermutlich im Vergaser) feststellen, wad ist hier los?

Und gibt es in der Eifel einen Stammtisch?

berndy 13.09.2021 14:30:59

Was hast du für einen Luftfilter? Einige GSen reagieren empfindlich auf einen Zubehörfilter oder den falschen originalen.

https://forum.gs-500.de/showthread.php?t=10261

Knallen im Auspuff oder in den Vergaser zurück (Vergaserpatschen) deutet auf zu mager hin.

Sicher, dass die Leerlaufdüse frei ist? Falschluft kann man ausschließen?

Tzwen 13.09.2021 14:46:54

Luftfilter ist einer von Hilfofiltro, ist der Müll?

Die Leerlaufdüsen sind soweit frei ja.
Ein Kanal, welcher für etwas höhere Drehzahlen sind, musste ich allerdings nochmal mit Draht und Nitro, bzw. frei säubern.

Falschluft hab ich mit Bremsenreiniger getestet. Da ist nichts festzustellen. :o

snailie 13.09.2021 15:33:46

Zitat:

Zitat von Tzwen (Beitrag 613034)
Luftfilter ist einer von Hilfofiltro, ist der Müll?

Generell erstmal nicht. Hast du auch den für dein Baujahr/Entdrosselungszustand richtigen verbaut, je nachdem mit oder ohne Innenrohr?

€dit: Sehe gerade laut deinem Profil hast du eine 1995er... damit solltest du den Filter OHNE Innenrohr verbaut haben.

Tzwen 14.09.2021 09:05:26

Also entdrosselt ist Sie ja. Das hatte ich auch schon überprüft, ob das Alles ordnungsgemäß gemacht wurde.

Alles klar ich hab einen mit innenrohr, könnte das ein Problem darstellen?

gsmattis 14.09.2021 09:10:20

Kann, muss aber nicht. Die Wahrscheinlichkeit ist aber recht hoch.

Tzwen 14.09.2021 09:26:50

Zitat:

Zitat von gsmattis (Beitrag 613039)
Kann, muss aber nicht. Die Wahrscheinlichkeit ist aber recht hoch.


Ich würde es einfach Mal ausprobieren und einen neuen Lufi besorgen.
Empfehlung vorhanden? Nehme ich gerne entgegen.
Wie gesagt sie ist entdrosselt und hat dementsprechend die 46 PS laut Papieren.

snailie 14.09.2021 10:12:09

Du kannst getrost einen von Hiflo nehmen, nur halt ohne Innenrohr.

Tzwen 14.09.2021 13:10:23

Zitat:

Zitat von takoda (Beitrag 613042)
Du kannst getrost einen von Hiflo nehmen, nur halt ohne Innenrohr.

Hast du ´nen Link für mich? :D Gerne eBay ^^

snailie 14.09.2021 14:00:32

Du wirst doch wohl gerade noch in der Lage sein, selbsttätig bei ebay "hilfo hfa3503" in die Suchmaske einzugeben? :au:

Tzwen 14.09.2021 14:29:06

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Zitat:

Zitat von takoda (Beitrag 613044)
Du wirst doch wohl gerade noch in der Lage sein, selbsttätig bei ebay "hilfo hfa3503" in die Suchmaske einzugeben? :au:


Joa kann ich, aber ist das hier nicht sogar der richtige Luftfilter?

gsmattis 14.09.2021 15:21:27

Außen ist egal, innen ist wichtig. Also mit oder ohne Rohr.

Tzwen 19.09.2021 10:06:38

Also innen ist ein Rohr.
Mein Kerzenbild sagt: Viel zu mager.
Es ist einfach total weiß, also richtig weiß.
Habe nochmal den Ansaugstutzen mit Bremsenreiniger besprüht und zack, ging die Drehzahl hoch.

Reicht es nur die O Ringe neu zu bestellen oder gleich die Ansaugstutzen neu, da die Ansaugstutzen meines Erachtens nach noch gut aussehen und keine Risse zu erkennen sind.

snailie 19.09.2021 15:58:27

Das Rohr innen ist auf jeden Fall schon mal falsch für das Baujahr deines Moppeds.

Von welchem Ansaugstutzen sprechen wir jetzt gerade, airboxseitig oder motorseitig?

Tzwen 20.09.2021 01:25:19

Zitat:

Zitat von takoda (Beitrag 613098)
Das Rohr innen ist auf jeden Fall schon mal falsch für das Baujahr deines Moppeds.

Von welchem Ansaugstutzen sprechen wir jetzt gerade, airboxseitig oder motorseitig?

Ich rede vom Motorseitigen. Hatte den Mal ab und geschliffen und gesäubert, allerdings die O Ringe nicht erneuert (sind bestellt)

Sorgt der Luftfilter dafür, dass sie zu viel Luft kriegt, wenn ja, dann morgen direkt erstmal nen neuen bestellen :benni2:

berndy 20.09.2021 06:56:47

Ich würde immer eins nach dem anderen machen. 1. Man erkennt sonst nicht, was es denn tatsächlich war. 2. Man läuft Gefahr etwas zu reparieren, was gar nicht defekt war.

Welcher Luftfilter für dein Modell der richtige ist, kannst du aus den PDF-Dateien herausfinden. Baujahrabhängig gibts da auch Unterschiede offen/gedrosselt mit oder ohne Innenrohr.

https://forum.gs-500.de/showthread.php?t=10261

Zweiradfreund 22.09.2021 18:13:38

Ich möchte meine Erfahrung mit dem überholen von den Vergasern dazugeben, die ich vor kurzem gemacht habe.
Beim Kauf waren die Vergaser viel zu Fett, eine Gemischschraube 3 Umdrehungen draussen. Hat beim anfahren einen heftigen Ruck produziert, so wie wenn man die Kupplung springen lässt. Habe dann die Vergaser zerlegt, Die ganz kleine Luftdüse am Linken Vergaser war zu, und alle O-Ringe ziemlich hart und geschrumpft.
Hab mir zuerst die Videos von klassikfon angesehen, und dann 2 Sätze von Keyster bestellt. Alle Teile waren passend und ordentlich verarbeitet, so wie es sich gehört. Nur der Düsenstock für die Nadel ging sehr schwer rein, musste etwas drücken, die flache Stelle war an der richtigen position. Dann Schwimmerniveau nach Handbuch eingestellt.

Bei der ersten Probefahrt war nach 500 Metern Schluss, linker Vergaser läuft über, also nochmal zerlegt, und diesmal habe ich einen Schlauch auf den Benzinzufluss gesteckt und geblasen, und dann noch den Schwimmer fest auf den Vergaser gedrückt, damit kein Spiel ist, weil der erst fixiert ist wenn der Deckel drauf ist.
Jetzt passt der Kraftstoffstand, mit der Schlauchmethode von aussen kontrolliert (hätte ich zuerst machen sollen).
Was mir noch aufgefallen ist, das an den neuen Nadeldüsen der kleine Stift der oben rausschaut zuerst nur ein kleines Stück rauskam und jetzt bis zur Metallzunge vom Schwimmer reicht.
Habe jetzt jeweils 120er Hauptdüsen, vorher 115 und einen Luftfilter mit Rohr drinnen, Ansaugstutzen neu. Gemischschrauben 2 Umdrehungen( BJ 2000) Grundeinstellung mit der Kugelmethode gemacht, synchronisieren muss ich sie noch. holpert etwas im Stand.
Läuft wunderbar, zieht sofort los beim anfahren, kein ruck mehr, kann fast ohne Gas zu geben anfahren und die beste Leistung hat sie zwischen 6-9t Umdrehungen.
War vor ner Woche beim Tüv. Co bei 0,617:up:
grüße

Tzwen 27.09.2021 22:45:15

Servus, also die Jute hat heute TÜV bekommen, HU alles Bestens und bei der AU hatte ich einen CO2-Wert von 0.961 Prozent, falls das jemanden interessieren sollte. :)

Ich hatte übrigens die O-Ringe für den Ansaugstutzen zwischen Gaser und Zylinder gewechselt, seitdem läuft sie sehr ruhig.

Da dies nun meine erste Längere Fahrt war, nachdem ich das Ding aus dem 7 Jahre langen Winterschlaf geholt habe, konnte ich jetzt erst testen, ob sie in allen Drehzahlbereichen durchzieht, wie sie soll.

Bei ca. 6000 Umdrehungen, Berg hoch, 5er Gang, ist sie bei Vollgas nicht mehr vorwärts gekommen, sie hat sich nur einen zurecht geruckelt, ganz komisch, wahrscheinlich zu wenig Sprit.. Meine Vermutung.
Der Vergaser war in 2 Monaten zwei Mal im Ultraschall, also den würde ich als Übeltäter endlich Mal ausschließen, zumindest was die Verschmutzung angeht.
(Hab mir n Ultraschallbad für 400€ gegönnt und den damit nochmal gereinigt, kann man sicher immer gebrauchen)

Sollte ich die Nadeldüse Mal eine Kerbe höher setzen oder hab ich da ein anderes Problem?

Also bis 5000 Umdrehungen etwa, ist übrigens wenig Durchzug vorhanden, denke aber das liegt einfach an der Vergaser Technik, dass die Jute einfach was mehr Drehzahl braucht. :) (Korrigiert mich falls ich falsch liege)


Und eine wichtige Frage noch, ist es normal, dass ich den Motor nach 10 Minuten Fahrt nicht mehr anfassen kann, weil ich mir sonst die Pfoten verbrenne? Der Gesamte Motor ist dann nicht mehr anfassbar.

Toni2012Berlin 28.09.2021 07:31:21

Anleitung
 
Hallo!

Ist das auch für GS500E ? BJ91?

Da suche ich eine Anleitung fùr Inspektion,
auch Kupplung einstellen.
Wo gibt es da einen Download?
Als PDF.

gsmattis 28.09.2021 09:12:17

Was für einen Luftfilter hast du denn jetzt drin?

Tzwen 28.09.2021 15:01:57

Zitat:

Zitat von gsmattis (Beitrag 613146)
Was für einen Luftfilter hast du denn jetzt drin?


Einen ohne Rohr drinnen
der 01d101 oder wie der heißt

gsmattis 28.09.2021 15:51:37

01D00 ist ohne Rohr.

berndy 28.09.2021 18:49:41

Zitat:

Zitat von Tzwen (Beitrag 613140)
Servus, also die Jute hat heute TÜV bekommen, HU alles Bestens und bei der AU hatte ich einen CO2-Wert von 0.961 Prozent, falls das jemanden interessieren sollte. :)

Ich hatte übrigens die O-Ringe für den Ansaugstutzen zwischen Gaser und Zylinder gewechselt, seitdem läuft sie sehr ruhig.

Da dies nun meine erste Längere Fahrt war, nachdem ich das Ding aus dem 7 Jahre langen Winterschlaf geholt habe, konnte ich jetzt erst testen, ob sie in allen Drehzahlbereichen durchzieht, wie sie soll.

Bei ca. 6000 Umdrehungen, Berg hoch, 5er Gang, ist sie bei Vollgas nicht mehr vorwärts gekommen, sie hat sich nur einen zurecht geruckelt, ganz komisch, wahrscheinlich zu wenig Sprit.. Meine Vermutung.
Der Vergaser war in 2 Monaten zwei Mal im Ultraschall, also den würde ich als Übeltäter endlich Mal ausschließen, zumindest was die Verschmutzung angeht.
(Hab mir n Ultraschallbad für 400€ gegönnt und den damit nochmal gereinigt, kann man sicher immer gebrauchen)

Sollte ich die Nadeldüse Mal eine Kerbe höher setzen oder hab ich da ein anderes Problem?

Also bis 5000 Umdrehungen etwa, ist übrigens wenig Durchzug vorhanden, denke aber das liegt einfach an der Vergaser Technik, dass die Jute einfach was mehr Drehzahl braucht. :) (Korrigiert mich falls ich falsch liege)


Und eine wichtige Frage noch, ist es normal, dass ich den Motor nach 10 Minuten Fahrt nicht mehr anfassen kann, weil ich mir sonst die Pfoten verbrenne? Der Gesamte Motor ist dann nicht mehr anfassbar.

Ja. Die Betriebstemperatur liegt zwischen 80 und ca. 120 °C. Der GS-Motor hat eine relativ kleine Masse und kein Kühlmittel, das erhitzt werden muss, erwärmt sich daher auch relativ schnell. Außerdem hat der GS-Motor keine geregelte Kühlung wie etwa flüssigkeitsgekühlte Motoren, bei denen ca. 90 °C Betriebstemperatur gehalten werden.
Was bei einem Verbrennungsmotor an Wärme entsteht ist Verlustleistung. Je höher die abgegebene Leistung des Motors ist, um so mehr Verlustleistung produziert er dabei auch. Der Wirkungsgrad liegt im optimalen Arbeitsbereich bei etwa 40 %. Also vom eingesetzten Kraftsoff verpuffen ca. 60 % als Wärme. Bei einem Verbrauch von 4 Litern werden 2,4 L einfach nur in Wärme umgesetzt, das beinhaltet auch die innere Reibung. Der durchschnittliche Wirkungsgrad eines Otto-Motors soll bei nur 20 % liegen.

Tzwen 28.09.2021 19:57:27

Zitat:

Zitat von gsmattis (Beitrag 613151)
01D00 ist ohne Rohr.

Ja ist auf jeden Fall drinnen.
Ohne Innenrohr, hatte ich demletzt bestellt.
Heute wieder auf Ausfahrt gewesen, im 6. Gang bei ca. 120 geht gar nix mehr, 5ter will auch nicht so recht.

Erst wenn ich über 8000 Umdrehungen bin, geht's wieder los, muss dann so schalten, dass der 5. bei 8 Umdrehungen ist, dann zieht sie auch weiter, aber drunter ist murks, damit meine ich Stottern.

Tzwen 28.09.2021 19:58:18

Zitat:

Zitat von berndy (Beitrag 613152)
Ja. Die Betriebstemperatur liegt zwischen 80 und ca. 120 °C. Der GS-Motor hat eine relativ kleine Masse und kein Kühlmittel, das erhitzt werden muss, erwärmt sich daher auch relativ schnell. Außerdem hat der GS-Motor keine geregelte Kühlung wie etwa flüssigkeitsgekühlte Motoren, bei denen ca. 90 °C Betriebstemperatur gehalten werden.
Was bei einem Verbrennungsmotor an Wärme entsteht ist Verlustleistung. Je höher die abgegebene Leistung des Motors ist, um so mehr Verlustleistung produziert er dabei auch. Der Wirkungsgrad liegt im optimalen Arbeitsbereich bei etwa 40 %. Also vom eingesetzten Kraftsoff verpuffen ca. 60 % als Wärme. Bei einem Verbrauch von 4 Litern werden 2,4 L einfach nur in Wärme umgesetzt, das beinhaltet auch die innere Reibung. Der durchschnittliche Wirkungsgrad eines Otto-Motors soll bei nur 20 % liegen.


Gut zu wissen. Mein Ölthermometer ist heute auch angekommen, sie ist nicht über 110 Grad gekommen, somit bin ich was das angeht auf jedenfall nun sehr entspannt.

berndy 28.09.2021 20:32:37

Vielleicht auch noch gut zu wissen: Das Öl dient nicht nur zur Schmierung sondern auch zur Kühlung, deswegen ist die Ölmenge auch großzügig bemessen. Nur zur Schmierung würde wesentlich weniger ausreichen.
Man sollte trotzdem den Östand immer im Auge behalten. Je wärmer der Motor wird, um so mehr Öl verdampft (zur Kühlung) und geht durch die Kurbelgehäuseentlüftung in die Airbox und schließlich durch die Vergaser in den Brennraum. Das ist auch mit ein Grund, warum Öl verbraucht wird.

gsmattis 29.09.2021 04:58:32

Zitat:

Zitat von Tzwen (Beitrag 613154)
Ja ist auf jeden Fall drinnen.
Ohne Innenrohr, hatte ich demletzt bestellt.
Heute wieder auf Ausfahrt gewesen, im 6. Gang bei ca. 120 geht gar nix mehr, 5ter will auch nicht so recht.

Erst wenn ich über 8000 Umdrehungen bin, geht's wieder los, muss dann so schalten, dass der 5. bei 8 Umdrehungen ist, dann zieht sie auch weiter, aber drunter ist murks, damit meine ich Stottern.

Dann probier es mal mit Nadel höher hängen (Clip Richtung langes Ende setzen).


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