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Spritart am Zylinderkopf einstellen?
Moin
Ich hab grad nen neuen Schrauber an der Angel (ein Bekannter), der schon 15 Maschinen (alte Harleys) wieder aufgebaut und verkauft hat. Der meinte, dass vom Werk aus am Zylinderkopf eingestellt wird, welchen Sprit man braucht - ob Benzin oder vllt sogar noch verlbeites oder sowas. Habt ihr davon schon gehört? Gruß Thorsten |
nein! sorry aber um was fürn scheiß machst du dir eigentlich gedanken?
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Nur bei Harleys !!!! :lol: :lol: :lol:
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Um mal ne ernste Antwort abzugeben.
Der Motor wird natürlich unter Berücksichtigung der Spritsorten konzipiert. Und man sollte mindestens das Tanken was der Hersteller angibt. das is bei der GS 500 stinktnormales Benzin. Nix Super oder sonst was. Würdest nen Porsche fahren wärste bei Spuer Plus. Oder meinst du jetzt ne umrüstung auf dieselkraftstoff ? |
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hier wollt einer schonmal ein automatik getriebe in seine gs pflanzen , darum ist das nicht so weit her geholt.....
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- entweder schraube auf super plus für max. lstg - oder um geld zu sparen auf normal bis diesel :P |
schon mitbekommen,
erst automatik, dann gs verkaufen, nun gs behalten, und jetzt offen fahren wollen..... jedem das seine :wink: |
Ich find die Frage durchaus berechtigt. Auch die mit der Automatikschaltung, denn nur wer fragt, bekommt auch Antworten.
Du kannst problemlos Super oder Normal fahren, ohne irgendwas umstellen zu müssen. Wobei Super ichh besser verdichten lässt, weil es zündunwilliger ist. Mehr Verdichtung bedeutet mehr Kraft. Bei der GS ist der Unterschied aber minimal. Wenn du Super PLUS fahren willst, musst du vorher den Motor dafür einstellen. |
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Ich denke bei der Frage ging es eher darum, was man am Zylinderkopf einstellen kann. Würde mich auch interessieren was da möglich ist und wie das vonstatten geht.
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bis denn |
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Mehr oder weniger Vorzündung? Mehr oder weniger Verdichtung? Und wie ist das am besten technisch umsetzbar? Danke & lg Johann |
Frag ich mich auch, müsste er ja den Kopf abschleifen um mehr verdichtung zu kriegen, dass ist ja dann aber kein "einstellen" mehr.
Außerdem wird das wohl ziemlich heiß für ne Luftkühlung... |
Mal 'ne ernsthafte Antwort.
NEIN. Ich traue mich sogar zu behaupten das es das schlichtweg bei der GS nicht gibt. ~Idefix~ |
Es gibt durchaus Motorenkonzepte bei denen Kennfelder der Zündung und die Ventilsteuerung eingestellt werden können, je nach verwendeter Octanzahl des Kraftstoff`s.
Passiert entweder automatisch oder durch umstecken irgendwelcher Stecker. Das ist natürlich nur Motoren mit aufwendiger Konfiguration möglich. Wie bereits erwähnt: Bei älteren Motoren ist das ganze durch die Form des Zylinderkopfes, Verdichtung, Ventilsteuerung und den Zündzeitpunkt geregelt. Und das ganze eben nicht einstellbar sondern durch die Bauteile fest eingestellt. Man kann sich natürlich dran geben und diese Teile hardwaremäßig einstellen...umbau von Oldtimern etc. Bei der GS ist das bis auf ein Feintuning bei der Zündung und ein überarbeiten des Zylinderkopfes unnötig bzw nicht möglich! Bringt dann im Verhältnis zum Aufwand eh nix. |
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Es gibt auch Werkstatten, die Verbleit-Köpfe (z.b. von alten BMWs) durch einsetzen von gehärteten Ventilsitzen bleifreitauglich machen. Cherry |
meine GS lief damals nur mit Super, da der motor mit normalsprit geklopft hat...
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Re: Spritart am Zylinderkopf einstellen?
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Hi habe schon mal Blue Oktane in der Tschechei getankt 99 Oktane
Die Leerlaufdrezahl ging sofort hoch , war drehfreudiger ist mir aber hier zu Teuer für das bischen Beisung was es dadurch gibt!! |
Re: Spritart am Zylinderkopf einstellen?
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die Tanke musst Du mir zeigen, wo es noch verbleites Benzin gibt! :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: Meine läuft auch nur richtig mit Benzin, mit Super ruckelt Sie ein wenig! Liegt aber wohl an der Abstimmung mit den nicht Originalen Teilen! :lol: |
Zum Thema Blei liegt Cherry richtig. Das Blei hat als Schmier-/Gleitmittel an den Ventilsitzen gedient.
Blei müsste es auch heute noch an fast jeder Tanke geben. Nämlich in kleinen Flaschen, als Additiv für ältere Autos, die nicht ohne auskommen. Zum Thema Spritsorte einstellen. Das einzige was man nachträglich an die Spritsorte anpassen kann ist der Zündzeitpunkt. Die Verdichtung ergibt sich aus Hub- und Zylinderraum und ist nur geringfügig änderbar. Die einfachste (und revisible) Methode ist, die Kopfdichtung gegen eine dünne Kupferfolie zu tauschen. Allerdings sollte man ohne Wasserkühlung die Finger davon lassen. Für solche Experimente sind Zweitakter eh besser geeignet. Sollte man seinen Zündzeitpunkt z.B. von Normal auf Super ändern lassen, wird wahrscheinlich sogar eine geringfügige Mehrleistung dabei herauskommen. Allerdings kann man hinterher kein Normalsprit mehr fahren, weil der Motor dann das "Klopfen" anfängt. |
Durch das Einstellen des Zündzeitpunktes kann man schon etwas die Verdichtung ändern.
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Daran kann man nur was ändern, wenn man entweder den Hub ändert (->andere Kurbelwelle), oder den Kopf so bearbeite, daß "Volumen wenn Kolben am OT" kleiner wird. Cherry |
Die Verdichtung ist doch auch abhängig davon, in welcher Position der Kolben ist, wenn das Gemisch zündet. Ist er "ganz oben" ist die Verdichtung am größten, ist er aber vor oder nach diesem Punkt, ist die Verdichtung geringer. Deswegen kann ich mit dem Zündzeitpunkt auch die Verdichtung ändern.
Oder irre ich da? |
Moderne Motoren haben einen Klopfsensor, der den Zündzeitpunkt regelt.
Bei hochoktanigem Benzin wird die Zündung vorgestellt, bei Sprit mit weniger Oktan etwas zurückgenommen, um Klopfen zu vermeiden. Dadurch verändert sich auch minimal die Leistung. Ohne Anpassung nützt hochoktaniger Sprit aber garnichts. |
Hm finds ja sehr nett was einige Leute mir hier aufinterpretieren... - klasse Sache.
Der eigentliche Sinn der Threads: Wie erwähnt hat dieser SChrauber mir das erzählt, der mittlerweile auch schon lange über 70 ist. Hatte das ganze nie vorher gehört un dmcih hat halt einfach interessiert was er damit meint - denn irgendwas muss dran sein, der Kerl hat schon echt Ahnung. Vllt hab ich das ganze auch einfach falsch wiedergegeben oder so. Und worüber ich mir Gedanken mache kann euch doch egal sein oder? Finds irgendwie unfair das man hier gleich so runtergezogen wird nur weil man was zur Diskussion stellt was einem selbst vllt spanisch vorkommt. Außerdem tank ich eh nur Super, da der vorbesitzer dsa auch so gehandhabt hat und mir die 2cent dann auch egalsind. Naja schönen Tag noch alle |
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Stell Fragen, kriegst Antworten, und wenn ne Diskussion draus, umso besser. Auch noch nen schönen Tach. Mike |
Nö angegriffen nicht, aber sich über die Frage lustig gemacht. Aber wenn ihr meint..
Jedenfalls ist ja doch noch was interessantes drauß geworden, da haste schon recht. find ich auch gut so - dafür ist son Diskussions-Forum ja da Greetz |
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Die Verdichtung gibt wie gesagt wirklich nur Auskunft über das Verhältnis zwischen den Volumina. Was der Sprit dann mit den vorhandenen Platzverhältnissen anfängt, ist etwas anderes. Höheroktaniger Sprit hat schlechtere Brenneigenschaften (->entzündet sich nicht so gut selber), dadurch kann man etwas mehr Frühzündung geben (bei konstanter Verdichtung) und dadurch den Verbrennungsdruck erhöhen. Oder man erhöht die Verdichtung an sich. Beides steigert (in einem gewissen Rahmen) die Leistung. Wenn nun niedrigoktaniger Sprit getankt wird (z.b. Benzin in einen für Super ausgelegten Motor), dann ist die Verdichtung in der Regel nicht so hoch, daß der Sprit (ohne Kerze) von sich aus zündet, aber doch hoch genug, daß er zu schnell verbrennt[1] -> maximaler Verbrennungsdruck schon, bevor der Kolben am OT ist -> klingeln, klopfen, aua für die Lager. Nun kann man (wenn man einen Klopfsensor hat) die Zündung etwas nach Spät verstellen, erreicht dadurch wieder eine korrekte Verbrennung, hat aber dadurch einen Leistungsverlust. In der Regel sind die Motoren so gebaut, daß sie sich in Richtung niedrigere Oktanzahl anpassen können (z.b., wenn man mal im Urlaub ist und dort die Spritquali etwas schlechter ist), aber nicht mehr Frühzündung geben können, wenn die Oktanzahl höher ist. Du hast also selbst mit Klopfsensor keinerlei Vorteile, wenn du Sprit mit höherer Oktanzahl tankst. Und erst recht nix hast du davon, wenn dein Fahrzeug keinen Klopfsensor besitzt, wie es bei der GS der Fall ist. Cherry [1] genaugenommen verbrennt der Sprit dann nicht zu schnell, aber durch den Anstieg des Verbrennungsdrucks nach der Zündung kommt es in Bereichen, die die von der Kerze ausgelöste Flammfront noch nicht erreicht hat, zur Selbstzündung und damit zu unkontrollierter/zu schneller Verbrennung |
Ich nehme an, mick meinte die aktuelle Verdichtung.
Vor oder nach dem oberen Totpunkt des Kolbens ist das Gemisch natürlich geringer Verdichtet als am höchsten Punkt des Kolbens. Daher auch der Leistungsverlust beim Spätzünden. |
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Es gibt nur nen aktuellen Innendruck im Zylinder. Der wird im Verdichtungstakt erst vom Kolben erhöht (eben um das Verdichtungsverhältnis), und dann von der Zündkerze durch einen kleinen Funken dann nochmal extrem gesteigert, damit der Kolben richtig ein aufn Kopf kriegt und dann im Arbeitstakt auch was tut für sein Geld. Cherry |
Genau :).
Und ich denke, Mick meinte eben nicht das Verdichtungsverhältnis, sondern den anliegenden Druck. |
exaktliwui
wieder was gelernt... |
@cherry:
Ich schließe mich Dir komplett an. Ergänzend sei noch erwähnt, dass moderne Motoren mit Kennfeldzündung, bei höherer Oktanzahl, auch früher zünden. Bei Audi-Benzinern wird z.B. der Zündzeitpunkt, der Einspritzzeitpunkt und die eingespritze Benzinmenge ständig lastabhängig geregelt. |
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