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brawler 13.03.2006 13:01:44

Hilfe!!! Ölwechseln mit Folgen
 
Ich steh auf, ein schöner Tag! Progressive Federn eingebaut, Elektrik wieder angeschlossen und erst mal eine Runde gedreht! Läuft noch wie am ersten Tag!
Um die Kur für meine GS zu vollenden: nun ein Ölwechsel!
Ich ließ das allte Öl ab, wechselte den Filter, den O-Ring des Verschlusses, setzte eine neue magnetische Ölablassschraube mit neuem Kupferdichtring ein und ließ neues Öl einfließen. Beim starten der Maschine bemerkte ich dann, dass Öl aus dem Ölfilterkasten lief. Und nicht gerade wenig! Habe aber alles richtig verbaut. Ich bemerkte, eines der drei Gewinde ist herrausgebrochen :(
Was nun? Ist das schwer zu reparieren? Kann mir jemand Hoffnung schenken?

Besten Gruß Brawler

verdi 13.03.2006 13:08:51

sind nur gewindestangen die in den motor geschraubt sind. also wenn da noch nen ende rausguckt kannst du vorsichtig versuches sie rauszudrehen und einfach durch ne neue gewindestange ersetzen

krafti 13.03.2006 13:10:26

Hallo,

müsste gehen. Mit Flüssigmetall und dann ein neues Gewinde bohren /schneiden (lassen).

Kommt nätürlich auf den Bruch an.


http://louis9.louis.de/katalog2006/pages/779.pdf

verdi 13.03.2006 13:14:59

Zitat:

Zitat von krafti
Hallo,

müsste gehen. Mit Flüssigmetall und dann ein neues Gewinde bohren /schneiden (lassen).

Kommt nätürlich auf den Bruch an.


http://louis9.louis.de/katalog2006/pages/779.pdf

siehe oben : es sind gewindestangen die in den motor geschraubt sind und die motorgewinde dürfte er nicht gekillt haben da vorher die stangen abreissen ( bei jedem 3ten hier im forum passierts beim ölwechseln ... )

krafti 13.03.2006 13:20:53

Stimmt :hammer: ,

es sind ja Gewindestangen

Vasco 13.03.2006 14:25:18

Kosten glaube ich 2-3€ beim Suzihändler.

Wenn die Gewindestange weit genug herausguckt, kannste die herausbekommen, indem du die mit 2 Muttern konterst.
Ansonsten gehts wahrscheinlich auch mit ner Zange.

Spitshine 13.03.2006 21:54:11

Mir ist vor paar Tagen was ähnliches passiert, allerdings hatte sich bei mir eine der Hutmuttern so oben ins Gewinde vom Stehbolzen gefressen das ich sie mit nem Dremel runter schneiden musste. Hab dann die Gewindestangen alle raus und durch 3 VA M6 Schrauben ersetzt. Problem adé...

Greetz...

13.03.2006 22:19:40

Ohja, die Gewindestangen...
Passiert wohl öfters beim Ölwechsel...

Hab dazu gleich mal eine Frage: mit wieviel Nm sollte ich die Stangen am besten anziehen, damit der Käse nicht passiert?


Danke!

13.03.2006 22:21:12

also, ich meine natürlich nich die Stangen, sondern die Muttern oben am Deckel :hammer:

Spitshine 13.03.2006 22:22:27

5 - 7 nm reicht...

Spitshine 13.03.2006 22:30:26

Naja, bei diesen komischen Spielzeugmütterchen sollt man lieber bissel vorsichtiger sein :wink:

13.03.2006 22:39:24


Stimmt schon. Dran rumzerren führt ja zum oben genannten Problem. Nützt mir aber auch nix wenn ich sie zu lose anziehe, sodass die ganze Geschichte undicht ist.

Spitshine 13.03.2006 22:43:59

Ahja bissel Gefühl dafür gehört schon auch dazu. Das merkst du dann schon.

sven 13.03.2006 22:45:03

Also 'n Drehmomentschlüssel ist bei sowas die beste Methode, die Verschraubung zu killen. Lieber mit nem kleinen Schlüssel per Hand mit etwas Gefühl.
Gruß
Sven

MarkusN 14.03.2006 00:16:56

Zitat:

Zitat von Verbali
Schraube M6 = 12.5 NM

Das dürfte für die unvergüteten Stehbolzen zuviel sein. (Nicht umsonst reissen die oft ab.)

Meine Erfahrung: 5..7 Nm wie für weiche Schrauben M6 allgemein angegeben war zu wenig; nach ein paar km ist da wieder Öl gelaufen. Dann auf 8 Nm erhöht; das hat gehalten.

Dj3K 14.03.2006 00:37:15

Auch auf die Gefahr hin, mich lächerlich zu machen ...
von welchen Schrauben redet ihr?
*g*

baiker 14.03.2006 01:46:43

nee, von den muttern vom ölfilterdeckel. . . die man am beten mit ner grosse 1/2" knarre mit verlängerung anzieht :twisted:

also ganz ehrlich, bei M6 solltet ihr noch genug feingefühl besitzen, um zu merken, das die mutter plötzlich schwerer dreht,
wichtiger ist es, den dreck aus der region vorher wech zu spülen & die dichtflächen sauber zu machen, dann dichtet es nämlich auch :hammer: :undwech:

brawler 14.03.2006 22:41:46

Erst mal herzlichen Danke für die tollen Antworten!
Habe heute alle Bolzen entfernt und sie durch Imbusschrauben mit selbstsichernden Unterlegscheiben ersetzt. Der Typ von der Schraubenmanufaktur hat mir insgesammt 8 Schrauben, die drei selbstichernden Unterlegscheiben und sonnstige Unterlegscheiben in unterschiedlichen Größen gegeben und von mir 2 € kassiert :lol:
ICh glaube das ist Rekordpreisverdächtig...

Jetzt klemmt leider irgendwie noch der CHokezug....aber das morgen!

Gruß Brawler

knut 15.03.2006 00:07:21

Zitat:

Zitat von Besserwisser
PS: INBUS nicht Imbus!

geht beides: inbus is n markenname, imbus is umgangssprache, hat sich so eingebürgert. darf also benutzt werden ;) BESSERWISSER :mrgreen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Inbus

MarkusN 15.03.2006 00:16:04

Und überhaupt heisst das "Zylinderschraube mit Innensechskant nach DIN sowieso".

knut 15.03.2006 00:24:47

was ne ehre 8)

MarkusN 15.03.2006 00:27:29

Zitat:

Zitat von Besserwisser
Hättest du die DIN-Nummer noch gewusst wärst du jetzt auch "Besserwisser ehrenhalber"! :D

Das ist bei mir eh VSM. Ausserdem reicht mir mein ehemaliger Rang. Darfst den Besserwisser gern behalten.

brawler 15.03.2006 22:53:30

Zitat:

Zitat von Besserwisser
Die nächsten Gewinde die dann platt sind sind die im Motorgehäuse!
Hat schon nen Grund, warum die original Bolzen mit Muttern drauf verwenden!

PS: INBUS nicht Imbus!

An für sich nein...für mich ist das Kraftaufgebot im Gewinde des Gehäuses gleich, egal ob ich ein Gewindestift drin habe oder eine iNbus-Schraube. Zudem...wenn der eigentlich recht stabile Gewindestift schon bricht...dann muss das Gewinde im Block schon ne Menge aushalten!
Mechanik ist was wunderbares 8)

Gruß brawler

sven 15.03.2006 23:08:51

Zitat:

Zitat von Besserwisser
@sven
Benutz mal nen Drehmomentschlüssel, dann weißt du, daß du Schrauben bisher immer zu stark angezogen hast!

Nö, da irrst du, ich zieh' Schrauben immer korrekt fest.
Die DIN Nr. lautet übrigens 912.
Gruß
Sven

sven 15.03.2006 23:09:47

Zitat:

Zitat von MarkusN
Zitat:

Zitat von Verbali
Schraube M6 = 12.5 NM

Das dürfte für die unvergüteten Stehbolzen zuviel sein...

Aber hallo!

brawler 16.03.2006 00:14:16

Zitat:

Zitat von Besserwisser
Zitat:

Zitat von brawler
Zitat:

Zitat von Besserwisser
Die nächsten Gewinde die dann platt sind sind die im Motorgehäuse!
Hat schon nen Grund, warum die original Bolzen mit Muttern drauf verwenden!

An für sich nein...für mich ist das Kraftaufgebot im Gewinde des Gehäuses gleich, egal ob ich ein Gewindestift drin habe oder eine iNbus-Schraube. Zudem...wenn der eigentlich recht stabile Gewindestift schon bricht...dann muss das Gewinde im Block schon ne Menge aushalten!

Du sollst wenn überhaupt die Gewinde auf den Bolzen zerwixen und nicht die Gewinde im Motorgehäuse!
Die Bolzen kann man wechseln wenn zerwixt, beim Gehäuse wirds schon schwieriger ...

zerwixen...was ist denn das für ein Sprachgebrauch :?

AK`A 16.03.2006 10:49:28

ist kein prob ist mir au mal passiert hab mich damals tierisch aufgeregt
aber alles halb so schlimm wenn du tie alten teile rausschrauben kannst.
hol dir normale schrauben ausm baumarkt und jag die rein des hält :wink:

Spitshine 16.03.2006 12:31:54

Oder wenn Schrauben dann welche aus Edelstahl und vorsichtig sein :lol:

The_Master 16.03.2006 13:23:38

Zitat:

Zitat von Spitshine
Oder wenn Schrauben dann welche aus Edelstahl und vorsichtig sein :lol:

Ja und dan so wie ich gerade 3 Tage mit ner M6 Edelstahlschraube kämpfen, die nichtmehr aus dem gehäuse will. Ich sag nur 8 Muttern und 2 Linksausdreher sind schon im Eimer, das loch ist mitlerweile fast groß genug um noch eine reinzudrehen, und das Scheißteil hängt immer noch an einem Gewindekringel. Aber sie bewegt sich mitlerweile! Und ich werde Gewinnen. Auch wenn nachher ein Gewinde von M14 oder so da reinmuss!

Spitshine 16.03.2006 14:10:54

Oha, und das ist passiert obwohl du alles richtig gemacht hast beim anziehen ?

Spitshine 16.03.2006 14:50:06

Ja das kann einen schon durcheinander bringen und dann entwickelt man zu viel Kraft im Handgelenk :lol:

Ne aber ma ernsthaft jetzt, ich hab das ja bei mir auch so gemacht Bolzen raus und VA Schrauben rein und mit viel Gefühl angezogen. Mal schauen was mich erwartet beim nächsten mal aber noch bin ich optimistisch :wink:

Spitshine 16.03.2006 14:59:56

Wie gesagt, schau mer mal...Überraschungen sind doch auch was tolles :wink:

MarkusN 16.03.2006 15:04:44

Schrauben aus rostfreiem Stahl sind berüchtigt für ihre Fressneigung. Aluminium auch.

Deswegen: Der Stehbolzen hat shon seine Berechtigung da. Und nach den netten Geschichten die ich hier schon über angefressene Krümmerschrauben gelesen habe, sind da jetzt auch Stehbolzen drin. (Wenn ich Pech habe geht da jetzt natürlich die Hutmutter wegen der Krümmerhitze fest, aber wir leben um zu lernen...)

MarkusN 16.03.2006 15:23:49

Festschmierstoffe lässt man bei Gewindemontage normalerweise lieber weg. Anzugsdrehmomente und die ganze Auslegung der Verschraubung basiert auf Schmierung mit Fett, das beim Anziehen schmiert aber im Stillstand dann schnell verdrängt wird. Festschmierstoffe können unter Vibrationen (soll vorkommen an Motorrädern) dazu führen, dass die Gewinde nicht mehr selbsthemmend sind.

Kupferpaste ist diesbezüglich sicher harmloser als MOS2 und Graphit. Trotzdem nehme ich die nur an extrem korrosionsgefärdeten Stellen.

MarkusN 16.03.2006 15:30:25

Japp, am Krümmer habe ich Kupferpaste genommen. Am Ölfilterdeckel einfach alles reichlich mit Hochtemperaturfett geschmiert. Dort habe ich übrigens nicht mal die Stehbolzen durch rostfreie ersetzt (mache ich normalerweise mit allen Schrauben), weil die Originalen nach 50 Mm immer noch völlig blank waren.

26.03.2006 15:53:44

Hallo,

also ich hab auch nen öl-wechsel gemacht am wochenende. und mir ist genau das selbe passiert. ich hab echt gedacht, dass kann doch gar net sein.:roll:

naja bolzen versucht rauszudrehen, auch geschafft, aber ey das war ne scheiss arbeit... naja irgendwann gings dann.... sind jetzt schrauben drin. :wink:

ach ja mal sehn wies beim nächsten wird... :lol:

Fenris 26.03.2006 16:16:55

Ihr habt alle ein Talent dazu :roll:

:wink:

PatrickEnemy 27.03.2006 11:42:41

muss mich wohl auch der reihe der talentierten ölwechsler zuschreiben!
leider ist mir gestern die unterste mutter am ölfilterdeckel dollgedreht...
:wut:
mir ist schon klar, dass ich den bolzen irgendwie ersetzen muss....aber wie bekomme ich denn die mutter vorher runter!?!?!?
könnt ihr mir evtl ein paar tips geben? habe es schon mit leichtem verkanten des drehmomentschlüssels sowie ein paar kleineren hammerschlägen probiert!
bin echt ratlos!
wenn ich das nicht selber hinbekomme, koennt ich noch zu der werkstatt von dem vatter von nem freund gehen,...aba da muesste ich auch erstmal hinkommen...so ganz ohne öl fahren wäre nicht so korrekt...bin daher eher für die do-it-yourself-methode!
bitte um hilfe...danke

P.S. bin adac plus mitglied, meint ihr der adac würde auch bei sowas mein möp zur werkstatt bringen!?

Spitshine 27.03.2006 12:09:13

Zitat:

Zitat von PatrickEnemy
leider ist mir gestern die unterste mutter am ölfilterdeckel dollgedreht...

War bei mir genau so, die Gewinde waren von den 7 Vorbesitzern schon ordentlich ausgelutscht und bei mir wars dann der Tick zu viel. Ich hab sie mim Dremel runter geschnitten, hat zwar bissel gedauert aber ging doch ganz gut. Probier das mal, solltest du hinbekommen...

Greetz...

MarkusN 27.03.2006 12:43:00

Weitere Möglichkeit: Nur die Kappe von der Hutmutter herunterflexen. Dann hochfestes Loctite ins Gewinde. Dann kannst Du den Stehbolzen gleich mit der Mutter herausdrehen.

PatrickEnemy 27.03.2006 15:11:29

ich glaube ich werde das mal mit loctide probieren...
mit dem drehmel hätte ich angst, dass ich den bolzen nicht herausbekomme...danke jedenfalls für die schnellen antworten!
...sowas ärgerliches aba auch...

PatrickEnemy 29.03.2006 22:22:18

wollte mal nen kurzen nachtrag zur lösung des problems schreiben:

habe also den adac bestellt und mein möp in die werkstatt des bekannten gebracht. war kein thema, diese leistung ist in der mitgliedschaft!
dort habe ich festgestellt, dass mit dem richtigen werkzeug, die sache echt kein großes problem ist.
haben die dollgedrehte hutmutter "gesprengt" (mit so nem mir bis dato unbekannten werkzeug) und anschließed alle drei stehbolzen ersezt...jetzt sind zwar keine hutmuttern mehr drauf,sondern normale muttern, aber alles ist dicht und mein möp lüppt wieder vom feinsten...
danke nochmal für die wervollen tips! :idea:
n8

PatrickEnemy 29.03.2006 22:45:16

Zitat:

War ein sog. "Motherfucker"!
8O
ne is klar... :lol:
und wenner nich so heisst, sollte man ihn so nennen.... :!:

MarkusN 30.03.2006 09:47:30

Zitat:

Zitat von PatrickEnemy
und anschließed alle drei stehbolzen ersezt...jetzt sind zwar keine hutmuttern mehr drauf,sondern normale muttern

Das halte ich dort unten im Spritzwasser für keine besonders gute Idee. Sind die neuen wenigstens rostfrei? Dann gehts ja.
Es sei denn, Du bist Schönwetterfahrer, dann bist du davon nicht so betroffen.

ZRX-Man 30.03.2006 09:53:21

Zitat:

Zitat von Besserwisser
War ein sog. "Motherfucker"! :wink:
Mein Oppa kannte den auch schon!

Hier in D auch bekannt als "Mutternsprenger".... :roll:

Geht auch ohne Amerikanisierung!
(P.S. Bei uns im Forum gibts einen User "HarleyHasser") :D :D :D

PatrickEnemy 30.03.2006 11:22:53

Zitat:

Das halte ich dort unten im Spritzwasser für keine besonders gute Idee. Sind die neuen wenigstens rostfrei? Dann gehts ja.
Es sei denn, Du bist Schönwetterfahrer, dann bist du davon nicht so betroffen.
sind edelstahlschrauben und -muttern! von daher sollten die nicht rosten...
hab ich aber garnicht so drüber nachgedacht...sollten dann vielleicht doch wieder hutmuttern drauf... nur zur sicherheit :oops:


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