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Alt 09.03.2006, 23:02:49   #15
sven
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Hallo GoTo!
Die besagten Schrauben sind natürlich hochgradig sicherheitsrelevant, trotzdem kannst du an dieser Stelle auch nicht-originale verwenden.
Außer nach Gewindegröße und Form des Kopfes werden Schrauben auch nach Festigkeitsklassen eingeteilt, die steht normalerweise auf dem Schraubenkopf, und zwar nach Schema x.y x steht für ein Hundertstel der Zugfestigkeit des verwendeten Materials in N/mm², y für ein Zehntel des Streckgrenzenverhältnisses in %. Z.B. bedeutet 8.8 800N/mm² Zugfestigkeit (das ist die Zugspannung, bei der der Werkstoff reißt) und 80% Streckgrenzenverhältnis, d.h. bei 80% von 800N/mm² = 640N/mm² ist der Punkt erreicht, ab dem sich das Material bleibend verformt.
Gängige Festigkeitsklassen sind z.B.: 5.6 8.8 10.9 12.9
Patzomat hat übrigens ganz recht, an dieser Stelle wird ab Werk eine vernünftige, aber keine exotische Qualität verwendet, 8.8 sind da kein Problem, ab Werk ist wahrscheinlich 10.9 verbaut worden.
(Gewisse Rückschlüsse auf die Festigkeit läßt übrigens das Anzugsmoment der Verschraubung zu, z.B. bei M8er Gewinde kannst du bis 25Nm noch 8.8er Qualität verwenden, darüber würd ich schon bessere nehmen)
Zentriert werden Bremsscheiben an Motorrädern normalerweise über einen Bund an der Nabe und den Innendurchmesser der Scheibe, nicht über die Schrauben. Kann aber sein daß das bei der GS anders ist.
Was das Ausbohren der Reste angeht: der Bohrer weiß nicht, daß außerhalb der Schraube weicheres Alu ist, und verläuft deshalb genausoviel -oder wenig, als wenn die Nabe aus Stahl wäre...
Gruß
Sven
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