Gebrauchtkauf ist immer so ne Sache. Es ist aber keineswegs so, dass gebrauchte Maschinen von Privat schlechter sind als vom Händler. Es ist aber in jedem Fall so, dass gebrauchte Maschinen vom Händler immer teurer sind als von privat. Liegt einmal daran, dass die meisten Gebrauchtmaschinen vom Händler Werkstattdurchsicht und zumindest ein Jahr Garantie haben. Zum anderen muss der Händler auch ihm anfallende Nebenkosten (für Raummiete, Verkaufspersonal, Aufwendungen für Fahrzeugpräsentation, etc.) kalkulieren und an den Kunden weitergeben. Und so manch einer hat vom Händler ne Gebrauchte gekauft, wo es nach Ende der Garantiezeit mit Mängeln und Defekten erst richtig losging. Der Händler will auch nur verkaufen und dabei noch Gewinn machen, ist ja klar.
Beim Privatkauf braucht man halt Menschenkenntnis, technisches Grundverständnis, Verhandlungsgeschick und das berühmte "Bauchgefühl". Wer alles das hat und richtig einsetzt, bekommt garantiert für wenig Geld ein Super-Motorrad. Schau Dir auf jeden Fall Verkäufer und Maschine genau an, nicht misstrauisch aber durchaus kritisch. Versuche, die Motive des Verkäufers für den Verkauf rauszufinden (Will er die Maschine wirklich "veräußern" oder einfach nur "loswerden"?)! Checklisten für das technische gibts in Motorradzeitschriften und im I-Net zuhauf. Sei mit deiner Kaufpreisvorstellung realistisch, der Verkäufer hat leider auch nichts zu verschenken! Super-Schnäppchen müssen nicht immer halten, was ihre Verkäufer Dir versprechen. Und dann: Hör auf Deinen Bauch! Wenn du irgendwie ein dummes Gefühl hast, dann lass die Finger von der Huddel und denk nochmal drüber nach oder schau Dir das nächste Angebot an.
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