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Alt 19.07.2006, 19:12:16   #26
Cadfael
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Hallo muffu,

da gibt's aber noch andere Parameter, die sehr wichtig sind!

1. Serienstreuung.
Die wird meist unterschätzt, kann aber gewaltig sein, da sich die Toleranzen addieren (können). Die eine GS ist eine Sahneschnitte über lange Zeit, die andere hat Macken. Dabei kann man GS gegen fast jedes andere Motorrad austauschen, da nur wenige Hersteller extrem geringe Fertigungstoleranzen haben. Während Auto heutzutage kaum mehr eingefahren werden müssen und keine "Erste Inspektion" haben, ist das bei Motorrädern noch Standard.

2. Wie ist die Maschine eingefahren worden? Wie fährt der Fahrer?
Ein optimal eingefahrenes Motorrad bringt mehr Leistung plus längerer Lebensdauer. Alleine der Spritverbrauch unserer GS hier im Forum reicht von knapp 4 bis über 8 Liter. Dabei spielt die Fahrweise eine eher untergeordnete Rolle.
Auch nach der Einfahrphase kommt es auf die Fahrweise an. Zu hohe Drehzahl macht Spaß, tötet aber evtl. Motoren. Wer seine GS oft bis 10.000 U/min oder höher treibt (am besten bei halb warmem Motor) wird weniger Freude haben als jemand, der sie bis 7-8.000 U/min treibt.
Wer meint, nach 3 Kilometern morgens mit seinem noch kalten Motorrad (egal ob GS oder sonst was) Vollgas geben zu können ist selbst Schuld.

3. Kurz- / Langstrecke
Wird eine GS oft und lange bewegt ist das optimal für den Motor. Dazu gehört auch vorausschauendes Fahren (also keine zu häufigen schnellen Tempowechsel).

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Man darf mal richtig aufdrehen und die Sau raus lassen! Das macht der GS nichts, wenn sie warm gefahren ist!

Wenn man 4.000km oder mehr pro Jahr fährt - am besten noch mit langen Touren - ist das optimal für die GS. Wer nach 3 Jahren 20.000km auf dem Tacho hat, wird bestimmt auch die 40.000 noch mit gutem Motor erreichen.

Gruß
Andreas
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