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Alt 01.12.2006, 21:18:49   #18
Saugwurmmensch
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Um aber wirklich Sicherheit zu haben, musst du mal nachsehn (oder in dazu in die Abzocker-Werkstatt deines Vertrauens gehen)

Die Kontrolle, ob deine GS gedrosselt ist oder nicht ist in 30-45 Minuten erledigt!

Steht die Drosselmethode im Schein?
Wenn da überhaupt nix dazu steht, ist sie wohl ab Werk gedrosselt und das beim dem Baujahr wahrscheinlich über 9,5cm lange Federn, Gasschiebern mit Ausgleichsbohrung und 117,5er Hauptdüsen (und der Clip der Düsennadel ist in der 3.Kerbe, und irgendwas war da noch mit ner kleinen Metallscheibe).

Um Federn, Schieber und Düsennadeln zu kontrollieren:
-baust du die Heckverkleidung ab (es reicht auch, die Verkleidung aus ihren Haltelaschen zu ziehen)
-dann schraubst du 2 Schrauben seitlich hinten unten am Tank ab.
-Jetzt kannst du den tank hinten anheben und ein Stück nach hinten ziehen (dabei aufpassen, dass die Schläuche nicht abrutschen)
-jetzt drehst du den Tank um 90° seitwärts (horizontal!) und stellst ihn auf dem Rahmen ab (ein Lappen dazwischen verhindert Kratzer)
-Das sollte jetzt reichen um von oben an den Vergaser zu kommen. Zur not eine 2. Person besorgen, die den Tank n paar Minuten hält (am besten wäre es, wenn der Tank ziemlich leer ist, dann kannst du ihn auch 90°horizontal und 90°vertikal drehen und so ggf. ablegen)
-jetzt schraubst du einen Schwarzen deckel ab. darunter drückt die Feder ein wenig, aber nicht sehr stark.
-beim Abheben der Deckel auf einen sehr kleinen O-Ring achten, der sitzt unter dem Synchronisationsnippel (der Stummel auf dem schwarzen Deckel der nach oben zeigt)
-Wenn der Deckel runter ist, kannst du die Feder rausziehen und nachmessen ob diese 9,5cm lang ist.
-jetzt kannst du auch den Schieber samt Membran herausheben und schauen ob er die entsprechenden Ausgleichsbohrungen aufweist.
-An der Düsennadel kannst du die Kerben zählen und schauen, ob die kleine Metall-Unterlegscheibe verbaut ist.

Wenn deine GS offen ist und auf die oben beschriebene weise gedrosselt sein sollte, hast du
-Schieber ohne Ausgleichsbohrung, Federn 10,5cm lang und den Düsennadelclip auf der 3. Kerbe und keine Metallscheibe (und 115er Hauptdüsen, aber dafür müsstest du die Schwimmerkammern abnehmen (das geht mit Glück einfach, oft sind aber die weichen Schrauben festgegammelt) und man kommt im eingebauten Zustand des Vergasers schlecht ran (es geht, hab selbst so die Hauptdüsen gewechselt, aber geht halt nur wenn alle Schrauben gängig sind) Die Hauptdüsen hab ich mit einem Schlitz-bit und 6er(?) Maulschlüssel herausgedreht).

Beim zusammenbauen darauf achten, dass alles in richtigr Reihenfolge und Einbaulage verbaut wird (zur Not beim 2. Vergaser nachschauen) und aufpassen, dass die Membran richtig sitzt und nicht zerquetscht wird und dass der kleine O-Ring wieder auf seinem Platz unterhalb des Synchronisationsnippels ist.
Dann den Tank mit Kraft nach vorne schieben (darauf achten, dass der Gummi vorn am Rahmen richtig sitzt). Die seitlichen Tankhalteschrauben wieder drauf und kontrollieren, dass keine Schläuche eingeklemmt oder abgeknickt sind.

Es kann sein, dass du mit den Schläuchen besser hinkommt, wenn du den Benzinhahn links abschraubst. (ich habe bei der ersten Aktion mit meiner GS gleich die Benzinschläuche 10-15cm verlängert. Wenn man öfter ran muss/will ist das sehr praktisch )

Ich hoffe ich hab das nicht für die Katz geschrieben.
Viel Erfolg!
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