Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 19.08.2003, 16:00:19   #4
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo Xenosch,

ist ganz einfach: Loctite hindert die Schrauben daran sich zu lösen. Logo? Logo! Klar ist auch, wenn eine Verbindung, in diesem Falle also eine kraftschlüssige Verbindung zwischen Auflage und Bremsscheibe, vorhanden ist, die Scheibe nicht rutschen kann. Auch klar? Wenn sich die Schrauben minimal lösen, sei es durch Hitze oder sonstiges, hast du diesen Kraftschluß nicht mehr, die Scheibe fängt kurzfristig an zu arbeiten. Da die Schraubenlöcher nicht wirklich viel Übermaß haben (dürfen sie nicht), stehen die Gewinde der Schrauben an der Schraubendurchführung an. Das ist noch nicht weiter schlimm, beim nächsten Mal aber hat sich die Scheibe schon verschoben, die ganze Sache arbeitet weiter und erzeugt eine Kerbwirkung, der früher oder später die Schrauben (zumal VA-Schrauben) zum Opfer fallen.

Glaub mir, ich weiß, wovon ich spreche! Wir haben bei uns einige Schrauben auf V4A umgestellt. War kein Erfolg, die Teile sind einfach abgerissen. Und da kommt nur eine Belastung in Schraubenrichtung (ohne Scherkräfte) drauf, aber die minimalen Bewegungen im 1000tel Bereich haben ausgereicht, um die Schraubenköpfe abreißen zu lassen. Mit Loctite ist Ruhe. Naja, und ich rede von High-Speed Pressen, die mit 640 Hüben die Minute und 80to Presskraft laufen. Wenns da hält, sollte es an einer GS auch halten.

Unterschätzt nicht die Kräfte, die auf die Bremsscheibe wirken. Veranschaulicht euch einfach mal die resultierende Energie und den Hebel, den der Reifen auf die paar Schräubchen überträgt wenn z.B. das Hinterrad bei 100 Km/h zum Stillstand gebracht wird.

Außerdem: Safety first. Wer Bremsscheiben per Hand nachschleift (ich kann und darf das, unsere Maschinen schleifen genauer als die Originalscheiben sind, noch dazu kann ich sie in sämtliche Richtungen per Laser auf Schlag überprüfen), das dann noch unter Minimum oder sonstwie an seinen Bremsen rumpfuscht, der hats im Zweifel nicht besser verdient...
  Mit Zitat antworten