Das kommt drauf an, wie defekt die Schaftdichtungen sind.
Die haben eine Lippe und eine Feder. Die Feder sorgt dafür, dass die Lippe am Ventilschaft anliegt, wie beim Simmerring an der Gabel.
Durch die Form der Lippe streift diese das Öl vom Ventilschaft, wenn der sich schnell auf und ab bewegt. Würde man die verkehrsherum einbauen, würden die das Öl regelrecht nach oben pumpen.
Mit der Zeit können die Schaftdichtungen hart werden, kleine Risse bekommen bzw. die Federn etwas Spannung verlieren oder die Lippe hat sich zu weit abgerubbelt. Meistens werden die aber undicht, weil sie hart werden und Risse bekommen.
Dann könnte sich im Stand etwas Öl vorbeimogeln und auf dem Ventilteller ansammeln. Das verbrennt dann auf einen Schlag bzw. in kurzer Zeit und qualmt dabei stark. Das merkt man dann noch stärker, weil man beim Motor starten ja steht.
Im Fahrbetrieb fällt das einem nicht so auf, man fährt ja, der Qualm verteilt sich schneller und vor allen Dingen kuckt man ja nach vorne und nicht auf den Auspuff.
Wenn die Ventile noch dicht sind und nur die Schaftdichtungen gewechselt werden müssen, kann man das auch machen, ohne den Kopf abzubauen.
Mit Druckluft (Min. 10 bar) die über einen Adapter im Kerzenloch in den Zylinder geleitet wird, werden die Ventile oben gehalten, dann kann man die Schaftdichtungen abziehen und neue aufsetzen.
Dazu braucht man aber einen entsprechenden Kompressor und einen Druckluftadapter.
Eine Werkstatt sollte sowas haben.
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Man sollte es so oder so nicht übertreiben.
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