Zitat:
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Zitat von acid
soweit richtig.
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O.k. Super, dann haben wir ja schon mal eine Basis.
Also können wir zu vorgegebenem Moped samt Fahrer für
jede Geschwindigkeit von einem Kraft- bzw. Drehmomentbedarf
(das eine hängt ja über den Radradius unmittelbar mit dem anderen
zusammen) am Hinterrad(umfang) sprechen.
Die Kraft- bzw. Drehmoment"quelle" ist natürlich der Motor.
Außerdem gibt es noch einen Drehmomentwandler, das Getriebe.
Damit können wir theoretisch (in der Praxis natürlich nur in gewissen
Grenzen) bei noch so kleinem Motordrehmoment ein beliebig hohes
Drehmoment am Hinterrad erzeugen, einfach indem wir die Übersetzung
hinreichend kurz wählen.
Korrekt? Ich denke du wirst mir zustimmen, deshalb mach' ich noch ein
bißchen weiter:
Wenn wir also durch hinreichend kurze Übersetzung beliebig hohes
Drehmoment am Hinterrad erzeugen können, heißt das ja umgekehrt, daß
wir auch beliebig hohe Fahrtwiderstände überwinden können (von den z.B.
durch die endliche Reibung zwischen Reifen und Straße bedingten
Grenzen mal abgesehen, aber darum geht's ja jetzt nicht...).
Mal angenommen, bei 360km/h beträgt der Fahrtwiderstand 1800N, sprich
wir bräuchten irgendwas um 630Nm am Hinterrad, die 630Nm, die kriegen
wir da auch mit Serienmotor samt seiner 40Nm an der Kurbelwelle schon
hin, dafür haben wir ja unseren Drehmomentwandler. (müßte im 1. Gang
mit 16:42 sekundär eigentlich locker gehen, wenn ich mich nicht
verrechnet habe...)
Bloß - deshalb rennt die Kiste ja trotzdem keine 360km/h, weil dazu
bräuchten wir nicht nur die 630Nm, sondern auch noch gut 2700U/min
am Rad, und die, die kriegen wir derart kurz übersetzt beim besten Willen
nicht her. Was uns der Drehmomentwandler an Drehmoment "schenkt",
"holt" er sich ja leider über die Drehzahl wieder rein.
War vielleicht ein bißchen schnoddrig formuliert, ist aber doch immer noch richtig, oder?
O.k., noch weiter:
Um das Beispiel von oben mal etwas präziser zu beschreiben:
Obwohl sie genügend Drehmoment am Hinterrad entwickeln kann um den
Fahrtwiderstand von 360km/h zu überwinden, rennt die GS bei weitem
nicht so schnell, weil sie dieses Drehmoment nicht bei der für 360km/h
nötigen Hinterraddrehzahl liefern kann.
Ein Drehmoment M bei einer Drehzahl n zu liefern (oder eine Kraft F bei
einer Geschwindigkeit v) erfordert nämlich eine
Leistung P = M*n*k
(bzw. P = F*v), und wenn diese Leistung nicht zur Verfügung steht, dann
kann man eben bestenfalls eine der beiden benötigten Größen liefern,
aber nicht beide gleichzeitig.
Um beim "360km/h" Beispiel zu bleiben:
630Nm bei 2700/min bzw. 1800N bei 100m/s sind nämlich rund 180kW.
Tja, und die hat die GS nunmal nicht.
Passt das noch?
Soviel für heute,
Gruß
Sven