Das kommt auf den Aufbau des Motors an.
Normalerweise ist das so, dass durch den Verschleiß bei dem ganzen Klapparatismus, wie er üblicherweise bei älteren Motoren verbaut war mit Kipphebeln, Stößelstangen usw. das Spiel größer wurde.
Bei der GS ist das so, dass sie Tassenstößel hat. Das bedeutet, dass der Nocken der Nockenwelle direkt auf das Einstellplätchen der Stößeltasse drückt. Da beides aus hoch gehärtetem Stahl ist, ist das praktisch verschleißfrei. Die Tasse drückt unmittelbar auf das Ventil, das ist auch nahezu verschleißfrei.
Warum wird das Spiel jetzt kleiner?
Der Ventilteller wird bei jedem Schließen des Ventils durch Federkraft gegen den Ventilsitz gedrückt. Das Ventil ist gehärtet, der Ventilsitz besteht aus relativ weicher Bronze. Der Ventilsitz wird also immer wieder minimal zusammengedrückt. Bei neuen Motoren setzt er sich zudem noch etwas. Das heißt, der Ventilschaft wandert nach oben in Richtung Stößeltasse. Irgendwann fehlen da eben drei hunderstel Millimeter Spiel.
__________________

Man sollte es so oder so nicht übertreiben.
|