Wenn das Motorrad längere Zeit steht, verdunstet das Benzin aus den Vergasern. Entgegen vieler Überzeugungen sind die Vergaser nicht dicht, sonst würden sie nicht funktionieren. Da muss es einen Luftaustausch in der Schwimmerkammer geben, sonst würde das Benzin nicht nachfließen.
Da die GS einen Unterdruckbenzinhahn hat, muss der Motor erst einmal Unterdruck erzeugen, d.h. die Kolben müssen hoch und runter gehen, dann erst öffnet der Benzinhahn. Steht der Motor, gibts keinen Unterdruck und der Benzinhahn macht zu.
Bis genügend Benzin in die Schwimmerkammer gelaufen ist, dauert es etwa 10 bis 20 Sekunden manchmal auch länger.
Man kann nun den Starter und die Batterie so lange quälen, bis genug Benzin in die Schwimmerkammer gelaufen ist, dass der Vergaser ein zündfähiges Gemisch aufbereiten kann oder einfach nach längerer Standphase den Benzinhahn auf PRI stellen, 10 bis 20 Sekunden warten, bis die Schwimmerkammer vollgelaufen ist und starten.
Die Stellung PRI umgeht die Unterdruckeinrichtung des Benzinhahns und wurde genau zu oben beschriebenen Zweck eingebaut.
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Man sollte es so oder so nicht übertreiben.
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