Das Ventilspiel ist eine relativ wichtige Sache.
Hier mal ein kleiner Überblick, über die Ventilsteuerung bei der GS:
http://upload.wikimedia.org/wikipedi...entiltrieb.jpg
Ventiltrieb mit Tassenstößel:
1. Nocken der Nockenwelle
2. Tassenstößel
3. Ventilfeder
4. Ventilschaft
5. Gaskanal zum Einlass (Frischgas) oder Auslass (Abgas)
6. Ventilteller, der den Brennraum (7) gegen den Ventilsitzring abdichtet
7. Brennraum
Die Kolben sind über die Pleuel mit der Kurbelwelle verbunden und drehen diese durch die Auf- und Abbewegung (getrieben von den Explosionen in den Brennkammern). Die Kurbelwelle ist über die Steuerkette mit den beiden Nocken (für Ein- und Auslassventile) verbunden. Die versetzten Nocken auf der Nockenwelle sorgen dann dafür, dass sich die Ventile zur richtigen Zeit öffnen und schließen um frisches Gemisch in den Zylinder zu lassen, verbranntes Gemisch heruaszulassen und im Augenblick der Explosion nicht unnötig viel Druck entweichen zu lassen.
An der Abbildung erkennt man die Vorgänge ganz gut.
Die Nocke dreht sich über den Shim, der als Einstellplättchen Oben in der "Tasse" liegt.
Der Tassenstößel wird heruntergedrückt und drückt auf den Ventilschaft und damit das Ventil in den Brennraum, sodass dort Gemisch einströmen bzw. Abgas herausströmen kann. Die Nocke dreht sich weiter und die Ventilfeder drückt den Tassenstößel wieder nach oben, das Ventil schließt sich.
Der Ventilteller arbeitet sich nun (gerade in den ersten paar tausend Kilometern) etwas weiter in den Ventilsitz. Dadurch kommt der Ventilschaft dichter richtung Tassenstößel und das Ventilspiel wird kleiner.
Das Ventilspiel ist der Platz zwischen Nockenwelle (wenn die Nocke selbst grad nicht auf den Shim drückt) und Shim. Dort muss ein gewisses Spiel vorhanden sein (bei der GS 0,03-0,08mm) um Wärmeausdehnungen zu kompensieren. Ist das Spiel zu groß, klappern die Ventile etwas stärker, das ist aber relativ unproblematisch.
Ist das Spiel aber zu klein, kann das Ventil nichtmehr richtig schließen.
Die Folge sind Kompressionsverluste und hohe thermische Belastungen, die zum Ausbrennen des Ventils führen können.
Durch unterschiedlich dicke Shims kann man nun das Spiel vergrößern oder verkleinern, da der Shim ja "nur" den Abstand zwischen Nockenwelle und Tassenstößel reguliert. Dünnerer Shim=größeres Spiel.
Deshalb kann man an den Ventilen nicht sooo viel einstellen. Man kann das Ventilspiel auf die vorgegeben Werte (am Auslass wegen der thermischen Belastung gern auch etwas größeres Spiel) einstellen, das war's dann auch schon. (Beim Tuning kann man am Ventiltrieb noch einiges modifizieren um mehr Leistung bzw. Drehzahlfestigkeit herauszuholen)
Jetzt kannst du beim nächsten Mal den Mechaniker fragen, was genau er gemacht hat, ohne dass er dir Quatsch erzählen kann