Hallo ihr,
was neues gibts heute noch nicht (frühestens morgen Abend), nur eine weitere Baustelle, welche sich mir aufgetan hat: Die Kupplungsdruckschnecke hat (mindestens) eine Kugel weniger in ihrem Kugellager -> Tauschen, ca. 20 Euro in der Bucht.
Das ist irgendwie symptomatisch für meine GS, deswegen ja auch dieser ganze Tread hier.
So, morgen werde ich mal in der Suzuki-Werkstatt die Kompression messen lassen und vllt. den Öldruck.
Wobei der Suzuki-Mensch so tat, als wäre eine Öldruckmessung ein Heidenaufwand (und teuer teuer). Warum? Meiner blauäugigen Meinung nach stöpselt man da bloß ein Messgerät an und lässt die Karre laufen (bei Betriebstemperatur usw.). Zumindest sieht es im Werkstatthandbuch wenig dramatisch aus.
Muss man dafür vielleicht vorübergehend das Öl ablassen, damit es einem beim Anschließen des Messgerätes nicht rausläuft aus dem Motorrad, oder was mag der Suzuki-Heini für ein Problem damit haben? Natürlich habe ich vergessen, ihn genau auszufragen.

Naja, abblasen kann ich die Aktion ja morgen vor Ort auch noch.
Ist vielleicht die prophylaktische Öldruckmessung totaler Schwachsinn? Ich hoffe dabei zusammen mit den Kompressionswerten einen gewissen Eindruck zu gewinnen, wie der Zustand des Motors ist. Wenn sich grenzwertige Ergebnisse zeigen, weiß ich Bescheid, dass nicht nur die Kupplungsdruckschnecke und die Verschleißteile, sondern auch die Eingeweide verbraucht sind.
Gibts eigentlich nochwas, was ich dort fix mal messen lassen sollte, um auf gröbere Probleme schließen zu können? Ich meine, wenn ich schonmal da bin...
Ich meine aber nur Dinge, welche nicht im Zerlegen des Motors gipfeln, ich wollte schon spätestens 2 Stunden später mit dem Motorrad wieder nach Hause fahren.
Von den ganzen vielen Dingen, welche man so wartungsmäßig prüfen kann (ich habe mir eine Liste zusammengeschrieben, 50% habe ich ohnehin schon im Laufe des letzten halben Jahres untersucht), sind es eigentlich nur genau diese zwei Dinge, welche ich kostenpflichtig prüfen lassen wollte, weil man mit speziellen Messuhren messen muss. Also Öldruck und Kompression. Gibts mehr?
Die LiMa (Ladespannung, bei Problemen ggf. Innenwiderstand usw.) sehe ich mir selber an und die Vergaser werde ich auch selber untersuchen + synchronisieren.
Auch das Ventilspiel werde ich selber messen (wäre natürlich vor der Kompressionsmessung zu kontrollieren/einzustellen besser, aber schaffe ich zeitlich nicht). Wenn die Kompression nicht hinhaut und das Ventilspiel auch nicht, dann kreuze ich die Finger und behaupte einfach mal, dass es nur am Ventilspiel liegt.
Dabei sehe ich auch die Steuerkette zu ersten Mal in meinem Leben und kann eine "Sichtprüfung" vornehmen. Zu erwartendes Ergebnis: Sie ist da.
Der über drei Ecken bekannte Experte hat sich übrigens rausgewunden, er habe keine typenoffene Werkstatt. Juhu.
Das ist hier sowieso ein Geklüngel mit den Werkstätten. Ich wollte wenigstens diese zwei Messungen eigentlich bei Bosch machen lassen, natürlich dabei zugucken und verhindern, dass die Zündkerzen in den heißen Motor wieder eingeschraubt werden usw. Ich habe sogar die relevanten Teile des Werkstatthandbuches ausgedruckt, damit wenigstens ich dann weiß, welche Sollwerte zu erwarten sind.
Mit Bosch habe ich nämlich, was das Auto betrifft, sehr gute Erfahrungen gemacht und fühle mich da immer sehr gut aufgehoben im Vergleich zu den Ford- und VW-Vertragswerkstätten.
Motorradmäßig aber haben sie nach ein paar Tagen Hinterhertelefonierens dann abgesagt. Sie würden das ohnehin nicht mehr diese Woche schaffen und außerdem würden sie die Teile vom Suzuki-Mann holen und dann kann ich auch gleich dahingehen. Meine Güte!

Dann bringt Preise vergleichen natürlich gar nix und ich fahre mit selbst bestellten Teilen sowieso am günstigsten. Und da meint man, als Firma gäbe es günstige Einkaufspreise für Ersatzteile.
So dann, wer bis hier gelesen hat ist tapfer.
Gruß,
Stephan