Also deine Kupplung bringt keinen Kraftschluss mehr hin, dann rückt sie nicht mehr richtig ein, trennt aber tadellos.
Vermutlich ist die Kupplungsschnecke nicht richtig eingestellt.
Ich würde als erstens mal die Einsteller des Kupplungszuges lose machen und etwas mehr Spiel einstellen als normalerweise gebraucht wird.
Dann müsste man mal nachschauen, ob unter der Ritzelabdeckung alles so ist, wie es sein soll, nichts verhakt, verklemmt, vergessen, falsch zusammengebaut usw. Bei der Gelegenheit kann man das auch mal richtig sauber machen und frisch fetten.
Anschließend baut man alles wieder ordnungsgemäß zusammen, nimmt den Deckel über der Einstellschraube der Kupplungsschnecke ab, macht die Kontermutter lose und dreht die Einstellschraube heraus. Nicht ganz, nur so weit, bis man keinen Widerstand mehr spürt. Wenn das dort verknastert oder verrostet ist, muss man das erst richtig sauber machen, sonst spürt man das mit dem Widerstand nicht.
Anschließend dreht man die Einstellschraube so weit hinein, bis man gerade eben einen Widerstand spürt. Jetzt wieder eine viertel oder max. halbe Umdrehung heraus drehen und die Einstellschraube so halten. Die Kontermutter wieder kontern. Etwas Fett drauf schmieren, das verhindert, dass das rostet oder sich Dreck festsetzt.
Anschließend stellt man noch den Kupplungszug auf 10 mm Spiel an der Kugel (am Ende des Hebels) ein. Das sollte so sein, dass man genau bei den 10 mm einen leichten Widerstand am Kupplungshebel spürt.
Dann müsste es funktionieren.
Grob zur Funktionsweise:
Die Kupplung besteht aus mehreren Scheiben die durch Federkraft aufeiandergedrückt werden. Da eine Hälfte der Scheiben mit dem Getriebe verzahnt sind, die andere Hälfte mit dem Kurbelwellenstumpf, ergibt sich ein Kraftschluss zwischen Kurbelwelle und Getriebe, wenn die Lamellen aufeinander gedrückt werden.
Zieht man am Kupplunghebel, wird der Kupplungszug gespannt und zieht an dem Hebel an der Kupplungsschnecke die dabei verdreht wird.
Da die Kupplungsschnecke ein sehr steiles Gewinde hat, bewegt sie sich bei der Drehung in Richtung Kupplungsdruckstange. Diese wird dabei quer durch den Motor gegen den Kupplungsdruckpilz gedrückt, der wiederum gegen die Federkraft die Kupplungsscheiben auseinanderdrückt. Die Kupplung trennt.
Wenn nun immer Druck auf dem Druckpilz ist, kommen die Lamellen nicht mehr zusammen und es kann kein Kraftschluss mehr entstehen. Deswegen muss da auch immer etwas Spiel vorhanden sein. Das Spiel darf aber auch nicht zu groß sein, sonst reicht der Weg am Kupplungshebel nicht mehr zum sauberen Trennen der Kupplung.
Geändert von berndy (21.01.2010 um 07:31:15 Uhr)
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