Ich bitte zu bedenken: Dass sich die Kupplungseinstellung derart stark und schnell ändert hat einen Grund (den ich jetzt allerdings nicht genau kenne).
Beim normalen Betrieb und dem damit zusammenhängenden Verschleiß der Belagscheiben nimmt irgendwann der Kupplungsweg so zu, dass kein Spiel mehr am Kupplungshebel vorhanden ist und die Kupplung zwar super trennt aber nicht mehr richtig greift. Man muss also erst wieder Spiel am Kupplungshebel einstellen.
Hier scheint jedoch genau das Gegenteil der Fall zu sein. Das Kupplungsspiel ist anscheinend zu groß, so dass die Kupplung nicht mehr richtig trennt.
Meiner Einschätzung nach hat da entweder jemand an der Einstellschraube herumgespielt oder aber der Bowdenzug ist am Reißen.
Ich würde vorher abgeklärt haben wollen, ob der Zug gerade reißt, bevor ich da groß herumeinstellen würde.
Dazu sollte man den Zug ausbauen und schauen, ob er sich von Hand leicht in beide Richtungen gleich weit und ohne haken ziehen lässt. Das heißt zwar noch nicht, dass der Zug in Ordnung ist, aber es haben sich zumindest noch keine Drähte verhakt.
Wenn man einen Vergleich zur Hand hat, könnte man auch die Länge messen.
Einen langsam vor sich hin reißenden Zug hatte ich an meiner 150er Emme. Ich musste alle paar Tage die Kupplung nachstellen weil sie nicht mehr richtig trennte. Der Zug klemmte auch etwas, weil sich die Seele schon aufgedröselt hatte.
Neuer Zug und gut wars.
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