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Alt 16.12.2010, 02:25:45   #14
berndy
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Allerdings werden diese Motore mit dem entsprechenden Sprit mit speziellem Öl in den Korrosionsinhibitoren gemischt sind, und vor allen Dingen mit Methanol betrieben.

Das Ethanol ist da, meiner Erfahrung nach, noch etwas korrosiver.

Zudem besitzen diese Motoren max. drei Papierdichtungen und einen Gummi-O-Ring und einen äußerst minimalistischen Aufbau, daher sind die halt nicht so anfällig auf das Dichtungszerfressen.

Man darf hier auch nicht vernachlässigen, dass diese Motoren genau für den Sprit, mit dem sie betrieben werden, gebaut wurden.

Wenn man den GS-Motor von vorneherein für Ethanolbetrieb gebaut hätte, gäbe es da auch keine Probleme.

Der Aufwand, einen Benzinmotor auf Ethanolbetrieb umzurüsten, also alle gefährdeten Teile zu ersetzen, steht nicht in Relation.

Fährt man trotzdem den Ethanol-Kraftstoff, besteht halt die Gefahr, dass sich Dichtungen auflösen oder das Alu korrodiert.

Alkohol als Kraftstoff ist schon seit den Anfängen des Rennsports gebräuchlich, es geht also. Derzeit wird vor allem Methanol, weil billiger, beim Speedway und in verschiedenen amerikanischen Serien eingesetzt.

Dass Benzin kurzfristig ganz durch Ethanol ersetzt wird, halte ich für schlicht und einfach nicht realistisch. Die erforderlichen Mengen können zurzeit nicht hergestellt werden. Eine Beimischung von 10 % dürfte relativ unschädlich sein. Bisher waren auch immer ein paar % Alkohol im Benzin.

Und Ethanol ist auch etwa doppelt so teuer in der Herstellung wie Benzin.

Derzeit werden nur etwa 30 % des verkauften Benzins mit bis zu 10 % Ethanol gestreckt und die Industrie ist bereits an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt.
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