Unfall durch Fahrfehler -
Hallo zusammen,
wie ihr wahrscheinlich schon wisst, habe ich am 21.03 nen Motorradunfall gebaut...
Ich schilder den Unfall nochmal:
Ich bin eine rel. lange Linkskurve gefahren. Meiner Meinung nach war die Geschwindigkeit nicht zu hoch dafür. Die Kurve war damit locker fahrbar, meine Vorder-Leute sind auch ohne Probleme die Kurve gefahren.
Ich habe aber während ich in die Kurve fuhr aus irgendeinem Grund auf den Hinterreifen meines Vordermanns geschaut und war in dem Moment nicht auf die Kurventechnik konzentriert. Es kann sein, dass ich mit dem Vorderrad versucht habe, zu bremsen, oder einfach den Lenker verrissen habe. Auf jeden Fall weiß ich noch, dass ich mit dem Vorderrad weggerutscht (vielleicht auch mit dem Hinterrad) bin und über die Straße in die Leitplanke gerutscht. Das Motorrad hat nen Pfosten der Leitplanke verbogen und ich bin mit dem Fuß auch gegen einen Pfosten gedonnert, weshalb ich mir den Fuß gebrochen habe.
Soweit zum Unfall.
Ich habe der Polizei keine Angaben zum Unfallhergang gemacht, weil ich total weggetreten war (ansprechbar und alles, aber total unter Schock oder sowas gestanden).
Ich möchte nochmal betonen, dass nicht die Geschwindigkeit, sondern ein Fahrfehler (falscher Blick, vllt Panikreaktion etc) dazu geführt hat, dass ich mich zerlegt habe. Dazu kam wahrscheinlich noch, dass die Straße kälter war, als die Strecke zuvor, weil das Ganze ein Waldstück war.
Ich habe relativ zeitig eine Bearbeitungsgebührforderung der Polizei in Höhe von 89Euro bekommen.
Jetzt ist gerade ein netter Brief von der Polizei gekommen. Darin wird eine Geldbuße von 145Euro + 20 Euro Gebühr + 3,50 Portokosten gefordert. (insgesamt 168,50Euro). Achja... 3 Punkte gibts auch noch dazu..
Vorgeworfen wird mir:
"Sie fuhren in Anbetracht der besonderen örtlichen Straßen- oder Verkehrsverhältnisse mit nicht angepasster Geschwindigkeit. Es kam zum Unfall"
Meiner Ansicht nach war es der Fahrfehler, der zum Unfall führte.
Der Unfall wäre auch bei viel viel geringerer Geschwindigkeit passiert, wenn ich eben diesen Fahrfehler begangen hätte.
Einen Augenzeugen gab es nicht. Ich war letzter der Kolonne gewesen.
Ich bin nach dem Unfall auch direkt wieder aufgestanden und habe Teile von der Straße geräumt und andere Fahrzeuge angehalten, um die Stelle absichern zu lassen.
Jetzt steh ich gerade vor dem finanziellen Supergau... denn einher mit den 168,50Euro + 89Euro Bearbeitungsgegbühr geht natürlich noch die anstehende Nachschulung an.
Mein Motorrad ist Schrott und AARGH!!!!!
Ich möchte nun von euch wissen, ob ich meine Rechtsschutzversicherung da nutzen soll. Ich bin mir ganz sicher, dass ich nicht zu schnell für diese Kurve war.
Ist es da sinnvoll, die genannte Versicherung einzuschalten?
Es geht mir darum, auf 35Euro Bußgeld und KEINE Punkte zu bezahlen
Wie seht ihr das?
Ich bin kurz vorm Durchdrehen hier...
|