Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 23.08.2011, 17:38:16   #90
Sirion
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Sorry wenn ich etwas lesefaul bin, hab irgendwann aufgehört und nicht mehr den ganzen Thread mitverfolgt. Was das "auf der letzten Rille fahren" angeht: ich bin, im Gegensatz zu den meisten hier (vermute ich zumindest) kein Fahranfänger mehr und schon seit 13 Jahren auf Motorrädern (GS500E, GSF600S, SV1000S, GS500, demnächst vielleicht GSF600), und doch habe ich erst so richtig tiefes Kurvenfahren gelernt, als ich mir im Frühjahr 2010 endlich "Die obere Hälfte des Motorrads" von Bernt Spiegel durchgelesen habe. Das hatte ich als Jugendlicher schon vor, aber bin irgendwie nie so richtig dazu gekommen. Meine Meinung: ein Buch, dass jeder Biker gelesen haben sollte. (Mehr dazu hier in meiner Rezension dazu: http://www.leser-welt.de/index.php?o...hnik&Itemid=83).

Spiegel schreibt weniger über die Techniken des Fahrens - davon auch genug - sondern vorrangig über die mentale Einstellung des Bikers. Dennoch habe ich in diesem Buch gelernt, dass man beim Hang-off den Hintern und das Knie nicht seitlich nach außen stellt (wie ich über ein Jahrzehnt lang dachte), sondern eher damit anfangen soll, mit dem Kurveninneren Knie eng "am Motor runterzurutschen". Das lässt sich astrein üben, während das Bike im Winter auf dem Hauptständer in der Garage steht. Hier merkt man dann, wie tief man selbst im Motorrad runter kommt. Und das umgesetzt auf die Straße ergibt deutlich tieferes Fahren, so man es denn will.

Ich war danach letztes und dieses Jahr in den Alpen unterwegs und habe dem tiefen Fahren ausgiebig gefröhnt. Aber auch wenn ich davor keine Angst mehr habe, so bleibt doch der Respekt, wie er hier auch von manchem angeklungen ist - man weiß nie, was einen in oder hinter der Kurve erwartet.

Daher: auch wenn man so tief fahren kann, sollte man es nicht immer ausreizen, denn wer auf der letzten Rille fährt, hat keine Reserven mehr!!!

Soviel mein Senf dazu.

LG
Sven
  Mit Zitat antworten