Ok, Basics Nockenwellen:
Erst mal eine Zeichnung:
http://www.bonneville-forum.de/tunin...n/nocken01.JPG
Was ich jetzt z.B. mit der E-Nockenwelle gemacht habe:
Ich habe mit den Messdaten die die Kurve der E-Nocke erfasst:
Auf ein altes Ventil hab ich auf den Teller einen Shim (Son Ventileinstellplättchen) geklebt.
Nockenwelle in die Drehbank gespannt, und dann alles ausgerichtet:
Auf dm Grundkreis der Nocke angefangen zu messen:
0,00mm - Nockenwelle zwei Grad weiter drehen und Uhr ablesen 0,00m....
Irgendwann regt sich die Uhr, bei der E-Nocke 0,01mm: aufschreiben, - zwei Grad weiter drehen; 0,02mm. zwei Grad weiter:0,04mm....
Das ganze bis die Uhr wieder 0,00 anzeigt, sprich ich wieder auf dem Grundkreis angekommen bin. (Zwei Grad Nockenwelle macht dann vier Grad Kurbelwelle; wenn das gerade 90 Messungen waren ist das purer zufall.)
Jetzt kann ich mir eine "Nockenwellenerhebungskurve" zeichen.
Ich will ja zwei Einlassnockenwellen verbauen:
Aus meiner gezeichneten Erhebungskurve weiß ich schon mal, das die Nocke eine Öffnungsdauer von 280° bei einem virtuellen Ventilspiel von 1mm hat.
Jetzt denk ich mir mal Steuerzeiten aus, wo ich glaube, das sie Leistung bringen, und einen schön gleichmäßigen Drehmomentverlauf.
Z.B.:
E: 35° v. OT - 65° n. UT
A: 65° v.UT - 35° n. OT
Jetzt zurück zu ersten Zeichnung:
Ich stell den Motor auf OT; Fräse Langlöcher in die Nockenwellenzahnräder, so das Ich die Nockenwellen etwas verdrehen kann, und montiere sie in einer Überschneidungsstellung. (Ventilspiel ist auf Null)
Jetzt schau ich in meine Erhebungskurve: mein "Nullpunkt" ist dabei der Punkt, wo die Nocke exakt 1mm Hub hat. von dem Punkt zähle ich 35° weiter und lese den Hub ab.
Jetzt verdrehe ich die Nocke solange, bis ich genau den Hub von meiner Messuhr ablese. Schrauben der Nockenzahnräder festschrauben. - Die erste Nocke ist auf meine Wunschsteuerzeit eingestellt...
Wer "nur" mit den Originalen Steuerzeiten arbeiten möchte, kann sich die ganze Messarie übrigens erspahren:
Zuzi hat auf der rechten seite der Nockenwellen beim Gleitlager Einfräsungen angebracht:
Auch Langlöcher in die Zahnräder fräsen, und die Nockenwellen im OT (rechter Zylinder!) so ausrichten, das die Fräsungen exakt parallel zur Dichtfläche stehen.
Kein Motor hat in der Realität die angegebenen Steuerzeiten; aleine weil sich die Steuerkette mit der Zeit längt. - Korrigiert sollte der Motor schon mal besser gehen
@Goose:
Da hast Du recht: Wenn viele ein bischen machen kommt so einiges an Erfahrung zusammen.

Die Nockenkurven hast Du jetzt z.B. schon.
Deine Aussage mit der thermischen Belastung muß ich ernst nehmen!
Die Ursache liegt wohl hauptsächlich im Auslasskanal:
Der ist so ungünstig geformt, das da kaum Ströhmung entstehen kann.
Umgearbeitet sollte der Kopf einiges kühler laufen.
Genauso die originale Krümmeranlage:
Der Auslassport hat einen Durchmesser von 31mm. Dann kommt eine Krümmerdichtung mit 38mm Innendurchmesser. Der Krümmerflansch hat einen Durchmesser von 35, gefolgt von einer Schweißnaht mit ca 29mm Durchmesser und zuletzt die eigentlichen Krümmer mit 32mm Durchmesser.
Das gibt Verwirbelungen, die den Auslass tüchtig zuschnühren, da kann man schon mal ansetzen: Schweißnaht glätten, so das es einen sanften Übergang zwischen Krümmerflansch und Rohr gibt. Dann eine Krümmerdichtung verbauen mit 35mm Innendurchmesser. - Moment, ich such mal eine raus...