Die Angabe der Ladespannung von SUZUKI stimmt schon - x-Mal mit verschiedensten Messinstrumenten (auch Oszi) geprüft - und sie ist ein guter Indikator für den Zustand des Ladesystems (wenn die Batterie OK ist). Dazu ist noch zu sagen, das 15,5V der obere Grenzwert ist und sich die Ladespannung normalerweise um die 14V bewegt......
Die Ladespannung selber ist dabei wesentlich weniger wellig als du auf Grund der Schaltbilder denkst - das sind nämlich nur Schemabilder und spiegeln nicht die ganze Wahrheit wider - der Regler selbst ist schon etwas komplexer aufgebaut und speziell seit der Einführung der ZündMPU (statt der früheren diskreten "dummen" CDI wird jetzt eine 8Bit-MPU eingestzt) im Jahre 1999, wurde nochmal wesentlicher Wert auf die Glättung der Ladespannung gelegt - das kann man mit dem Oszi ganz gut nachweisen. Wirkliche Falschinformationen liefern hier nur sehr "billige" Messgeräte.....
Frequenzabhängge Spannungspitzen durch die Dioden habe ich in nennenswerter Höhe bisher mit dem Oszi nicht nachweisen können - für mich auch ein Indiz das im Regler mehr steckt als es scheint....
Die Leistung der Lima liegt bei etwa 280W (bei 5000rpm), wobei sie auf Grund ihrer Bauart nicht andauernd im oberen Leistungsbereich betrieben werden sollte (mögliche Zerstörung des Isolierlackes der Spulen durch Überhitzung).
Die Bordverbraucher sind (und müssen sogar) für bis zu 16V Dauer- und bis zu 18V Spitzenspannung ausgelegt sein - diese Werte waren früher völlig üblich - schließlich gabs bis zu den 90ern kaum so genau geregelte Ladesysteme bei Motorrädern und teilweise auch noch bei den älteren PKWs...... Ob alle Zukaufprodukte das heute noch aushalten steht auf einem anderen Blatt - die Originalteile für die GS wurden jedenfalls so homologiert.
Kommen wir zum An- und Abklemmen der Batterie wärend des Laufes: Durch den schlagartigen Weggfall eines so großen Verbrauchers/Puffers kommt tatsächlich zu Spannungsschwankungen im System - die eigentliche Regelung der neueren GS-Regler regeln nämlich nicht mehr über Widerstände (er wird aber trotzdem noch sehr heiss) sonder über die Spulengegeninduktion. Das ist zwar genial zur Vernichtetung der überschüssigen Leistung, neigt aber bei schlagartigen, großen Laständerungen zum kurzzeitigen Überschwingen..... auch das kann man messen.......
Da zudem eine Stromstärkenmessung aufwändiger ist und etwas mehr Verständnis für Stromkreise bei den Servicestellen voraussetzen würde (und bitte daran denken, das nicht überall auf der Welt ein hoher Ausbildungsgrad vorhanden ist), wurde eben der Weg über die Spannungsmessung gewählt - und das nicht nur von Suzuki sondern von so gut wie allen Herstellern von motorbetriebenen Fahrzeugen.
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