So, mal eine kurze Rückmeldung... war übers Wochenende weg und konnte mich nicht eher melden.
Die Schwimmer hatte ich dann auch noch mit Vergaserreiniger (Procycle) gereinigt. Hatte erst Bedenken dass der zu aggressiv ist, aber auf der Dose steht drauf "für Schwimmer etc."
Leider ist der Tank nicht ganz rostfrei, weswegen auch vorher schon ein zusätzlicher Benzinfilter verbaut war. Die Stelle um den Nippel des Wasserablaufschlauches ist ziemlich rostig und im Benzin sind ein paar winzige "Schwebeteilchen" zu erkennen.
Weil der Tank eh noch Dellen hat, wollten wir den entweder mal komplett richten lassen (entrosten, versiegeln, ausbeulen und lackieren) oder gegen einen brauchbaren gebrauchten austauschen. Da war bei dieser Aktion aber leider keine Zeit mehr, ich hab das alles eigentlich nur mitten in der Saison auseinandergenommen, weil der Vergaser undicht war und ich nicht die restliche Saison mit der Undichtigkeit leben wollte. Kann ja bei Benzin auch schnell mal gefährlich werden.´
Hab zumindest wieder einen neuen Benzinfilter eingebaut. Einer, der mir einen besseren Eindruck gemacht hat als die Dinger vom Louis/Polo. Muss mal ein Foto davon machen, hab den vom Kawahändler (wo ich sonst immer meine GPZ-Teile kaufe) geholt.
Mag sein, dass ich beim Tankwechsel dann nochmal an den Vergaser ran muss. Aber das sollte ich ja sehen, wenn ich die Schwimmerkammerdeckel dann abnehme. Wenns dort kein Rost hat, wird der Rest hoffentlich auch noch sauber sein oder? Vor der Reinigung waren die Kammerdeckel ja voller Roststaub.
@klassikfon: Also meiner Meinung nach sind die schon gut sauber geworden. Die Temperatur liegt laut Gerätebeschreibung bei 60-70°C (nicht einstellbar, also entweder Heizung an oder aus), was ich aber nicht nachgemessen habe. Zum Finger-Verbrennen beim Teile rausfischen hats jedenfalls gereicht

Hab die Teile alle erst grob vorgereinigt mit dem Procycle Vergaserreiniger. Hierfür sollte man sich aber unbedingt gescheite Handschuhe besorgen. Normale Einweghandschuhe sind sofort durch und die Hände sehen danach aus wie getrocknetes, rissiges Leder.
Dann hab ich die Teile nach und nach (passt nicht alles auf einmal rein) ins beheizte Ultraschallbecken gelegt und sämtliche Teile erstmal nur mit Spüli und destilliertem Wasser im Ultraschallbad gereinigt.
Der längste einstellbare Reinigungsvorgang dauert 8 Minuten, und meistens hab ich pro Ladung 3-4 Durchgänge (a 8 Minuten) gemacht.
Danach Becken ausgespült und nochmal frisches destilliertes Wasser OHNE Reinigungsmittel eingefüllt für einen Spülvorgang, den ich auch 1-2 Durchgänge laufen ließ.
Die Gehäuse selbst und die Nadeldüsen hab ich dann nochmal mit Vergaserreiniger eingesprüht und so ins Bad gelegt. Bei allem anderen hat meiner Meinung nach das Spüli gereicht.
Mit "Alles geflutet" meinst du wahrscheinlich, ob alle Teile im Bad mit Flüssigkeit bedeckt waren, oder? Bei den Kleinteilen war das so. Die Gehäuse musste ich halt umdrehen und von der anderen Seite auch noch reinigen, weil sie nicht ganz reinpassten.
@Saugwurmmensch: Also meinst du, wenn der originale Filter meiner 95er den größeren Durchmesser hat, braucht der K&N auch keinen Reduzierring oder? Also soll es so sein, dass der K&N denselben Innendurchmesser am Lufteinlass hat wie der originale? Dann würde ich den Ring weiterhin weglassen.
@all:
Nach der ganzen Aktion läuft sie nun, zumindest unter Last (ich sag jetzt mal Teillast, weil Vollgas bin ich am Wochenende nirgens gefahren), gefühlt viel besser wie vorher. Auch das Verschlucken bei Gasgeben im Leerlauf hab ich seither nicht mehr festgestellt. Aber ich habe noch ein Problem mit der Leerlaufdrehzahl, diese will einfach nicht stabil bleiben.
Nach dem Zusammenbau hatte ich sie in kaltem Zustand erstmal grob eingestellt, damit sie überhaupt läuft. Soviel ich weiss, soll man die Drehzahl ja aber im warmen Zustand einstellen oder?
Also bin ich erstmal gefahren und als sie dann richtig warm war, hatte sie z.Bsp. beim Stehen an der Ampel schon eine Leerlaufdrehzahl von 2500, was sich später noch auf 3500 steigerte.
Auf einem Parkplatz (wo sie dann um die 3500 hatte) hab ich die Drehzahl dann auf ca. 1200 reguliert, was sie auch erstmal gehalten hatte.
Am Ziel angekommen stand sie erstmal ein paar Stunden, in denen sie aber nicht völlig abkühlte. Bei erneutem Start war die Drehzahl nur bei etwa 500-600. Damit sie überhaupt anblieb und nicht wegen zu niedriger Drehzahl dauernd ausging, hab ich dann halt wieder hoch gedreht auf 1200, aber wenn sie dann wieder warm ist, hat sie wieder über 2000.
Auch ist mir aufgefallen, dass sie teilweise bei dieser Drehzahl hängen bleibt und nur sehr langsam wieder davon runter geht.
Als ich am Sonntag nach Hause kam und sie auch wieder richtig warm war, lief sie wieder mit etwas über 2000-2500. Wenn ich dann die Kupplung ziehe, den 1.Gang einlege und die Kupplung langsam (aber nicht ganz) kommen lasse und wieder ziehe, ohne dabei das Gas zu betätigen, dann sinkt die Drehzahl wieder auf die eingestellten 1200.
Gebe ich aber wieder Gas (im Leerlauf), bleibt die Drehzahl auch lange noch oben, wenn ich das Gas schon wieder weggenommen habe.
Ich fasse mal kurz zusammen, was ich bei der Schrauberaktion jetzt alles gemacht habe:
-Ventilspiel eingestellt (alle Werte Richtung Maximum, beim Auslass leicht drüber)
-komplette Vergaser-Zerlegung bis in jedes Einzelteil sowie Reinigung wie oben beschrieben
-bis auf den O-Ring der Gasschieberführung (den es bei Suzuki nicht als einzelnes Ersatzteil gab) alles an Dichtungen erneuert, sogar die Gummikappen auf den Chokekolben und die stoffartigen Dichtringe zwischen den Vergasern auf der Drosselklappenwelle, Vergaser ist jetzt auch nach außen hin komplett dicht
-neue Schwimmernadeln mit Sitzen
-Schwimmerstand korrigiert (hatte vorher keine 12mm, jetzt die vorgeschriebenen 14,6mm +/- 1mm)
-neue Hauptdüsen laut Originalbestückung (links 125 und rechts 122,5)
-neue Leerlaufdüsen (40er), weil die alten vermurkst waren
-beide Gemischschrauben 1 7/8 Umdrehungen raus
-Clip auf Düsennadel in mittlerer bzw. 3. Kerbe
-Luftfilter (K&N) und Kasten gereinigt samt Gummistutzen, die danach noch mit Vaseline eingerieben wurden und den Lufi wieder eingeölt
Was ich zwecks Zeitmangel nicht mehr gemacht hab:
-Synchronisation (hab aber vor Zerlegung abgemessen, wie weit diese Schraube eingeschraubt war und die wieder möglichst genau so eingedreht, um zumindest eine grobe Grundeinstellung zu haben)
-Gaszug-Spiel auch nicht mehr penibel eingestellt, der könnte etwas zu wenig Spiel haben
Was meint ihr, hat die Synchronisation auf die Leerlaufdrehzahl überhaupt großen Einfluss oder liegt mein Problem woanders?
In die Stutzen am Motor liess sich der Vergaser problemlos reindrücken. Bei den LuFi-Stutzen war das ein wesentlich größerer Aufwand. Soweit ich sehen konnte, sitzen sie aber überall drauf bzw. gehen mit Drücken und Würgen auch nicht weiter drauf.
Würde mich freuen, wenn jemand einen Tipp für mich hat.
Grüßle Sabse