Hallo!
Ich habe Heute meinen Vergaser von meiner GS 500 E BJ 91 mal ausgebaut und nach der Anleitung im hier im Forum - die übrigends super war! Danke dafür an den Autor! - auseinander genommen, da ich folgendes Problem hatte:
Die GS hatte das Problem, dass sie bei ca. 6-7000upm ein Leistungsloch und schön gestottert hatte, dann bei ca. 10000upm und das Problem bei 6-7000upm war weg. Wenn man den Gashahn voll aufgedreht hat sie gestottert und sobald man ca 2/3 Gas gibt hat sie wieder normal Gas angenommen.
Gestern hat die GS dann nach ca. 60km den Geist aufgegeben. Sie hat plötzlich kein Gas mehr angenommen und sich verschluckt und gestottert egal in welchem Gang und welchem Drehzahlbereich.
Mit Choke war sie im Leerlauf bei stabilen ca. 1300upm wenn man kurz am Gas war hat sie plötzlich hochgedreht bis auf ca 5000upm und hat sich da gehalten, sobald man den Choke rausgenommen hat ist sie unter 1000upm und ist ausgegangen.
Benzinhahn auf PRI schalten hat nichts verändert.
Zuhause habe ich sie dann nochmal angemacht. Sie lief zuerst ruhig auch ohne Choke, doch wenn man mal mit dem Gas gespielt hat ging sie hoch auf 6000upm und das lies sich nur durch ausmachen beheben.
Mein Verdacht ging bereits am Anfang schon auf den Vergaser.
Vorher habe ich noch getestet ob sie irgendwo Falschluft zieht. Nachdem ich mal den Ansaugstuzen mit Motorstarterspray besprüht habe hat sich die Drehzahl um ca 100-200upm geändert - habe beim Ausbau des Vergasers bemerkt, dass der linke Ansaugstutzen leicht eingerissen war.
Also heute direkt auseinandergenommen. Bild habe ich unten angehängt wo folgendes zu sehen war.
Die Feder war vollkommen verbogen und der kleine Plasikteil über das die Feder gestülpt ist war eingekerbt da die Feder anscheinend sich damit verkantet hatte. Keine Ahnung was einer der Vorbesitzer da veranstaltet hat.

Denn auch bei einer Schraube die schonmal nachgearbeitet war, konnte man erkennen das sich da bereits jemand selbst dran versucht hatte. Offentsichlich beim enddrosseln.
Denn da fliel mir dann auf, das zwar die Drosselanschläge ausgebaut wurden, aber die Hauptdüsen nicht gewechselt wurden. Zurzeit sind noch die 135er drinne, laut Forum und Werkstatthandbuch kommen bei meinem Vergaser bei 46PS 120er rein.
Auch die Düsennadeln hingen auf der untersten Kerbe. Auf welche müssen die eigentlich?
Ich hatte vorhin dann vor dem ausbauen der Vergaser auch das Problem, dass sie gut im Stand lief, aber wenn ich den Gaszug voll aufgerissen habe, hat sie sich sofort total verschluckt. Mit Choke war das Problem nicht.
Das hat mich verwundert, denn ich dachte sie läuft zu mager, wenn es mit Choke besser geht. Die zu große Hauptdüse, würde doch aber ein zu fettes Gemisch erzeugen oder?
Hat jemand von euch noch eine Idee ob da noch irgendetwas anderes mit das Problem sein könnte, da sie ja jetzt noch zerlegt ist.
Hat jemand zufällig den passenden Ansaugstuzen (ruhig beidseitig) rumliegen den er nicht mehr braucht?
Verzeihung für den Roman. (:
Grüße und vielen Dank schonmal! Jacky