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Alt 09.03.2016, 13:52:32   #67
Knoz
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Wälzlager sind ein etwas diffiziles Subjekt. Der Großteil der Reibung bei einem unbelasteten Lager kommt vom zähen Fett und , falls mit Gummidichtlippe, von der Lippe.

Verschlissene Lager drehen oft leichter als frische (unbelastet, solang keine Trümmer/Dreck drin sind) weil sie kaum noch Fett enthalten und die Toleranzen größer geworden sind.


Das man Lager niemals mit Kräften einpresst, die über die Wälzkorper übertragen werden setzte ich mal als bekannt vorraus.
Aber ja, man kann sie auch anders durch falschen Einbau kaputtmachen/stören. Z.B. in dem man ein Lager mit Wärme in einen Alusitz einschrumpft, welcher auf das falsche Passmaß gedreht wurde. Der ganze Außenring wird komprimiert und das Lager lässt sich kaum noch oder sogar garnicht mehr drehen. Das ist lustig, aber hart unproduktiv.

In einem gewissen Rahmen ist das aber normal. Die Lagerluft und die Lagereigenschaften werden sehr wohl vom Sitz mitbestimmt ! Dh. ein Lager darf sich eingebaut durchaus !etwas! schwerer drehen als vorher. Aber nicht hakeln.

Wie schwer ein Lager sich dreht ist daher eher kein Kriterium. Ein Intaktes Wälzlager ist niemals hakelig. Schwer aber satt ist besser als leicht aber hakelig. Hakelig heisst Unebenheiten/Schmutz/Trümmer sind im Lager -> Ausschuss. Nur schwer aber stetig kann auch einfach nur viel kaltes Fett in einem sehr eng eingepassten Lager sein, etc.
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