Hallo zusammen,
bei meiner GS war eine Ventilspielkontrolle nötig und die Shims an beiden Auslassventilen mussten getauscht werden. Nachdem ich mit dem Inbusschlüssel beim Plättchentausch gescheitert bin, habe ich mir das Spezialwerkzeug gekauft und damit die Shims getauscht.
Beim erneuten Messen nach Austausch der Shims fiel mir auf, dass das Ventilspiel am rechten Auslass nun deutlich zu groß ist, die 0,7mm sind kein Schreibfehler, beinahe mein kompletter Fühlerlehrensatz passt zwischen Shim und Nocke.
Der Tassenstößel kehrt nicht mehr in seine Ausgangslage zurück, sondern scheint festzuklemmen, daher schließt das Auslassventil nicht mehr vollständig.
Die Suchfunktion hat leider nicht viel ergeben, lediglich
diesen Thread habe ich gefunden.
Cherry erwähnt dort, dass das Ventil verbogen sein könnte. Nun weiß ich nicht, ob ich beim Austausch der Plättchen in irgendeiner Art und Weise das Ventil verbogen haben könnte, so richtig kann ich mir das nicht vorstellen.
Heute hab ich gesehen, dass ich mit dem Inbus oder dem Spezialwerkzeug anscheinend die Oberfläche links neben dem Tassenstößel beschädigt habe.
Dort scheint ein feiner Grat bis in die Lauffläche des Stößels zu reichen, der diesen möglicherweise behindert.
Glaubt ihr, es ist möglich, dass der Stößel an diesem feinen Grat festhängt, oder kann der Abrieb an dieser Stelle eventuell am Stößel vorbei gefallen sein und nun zwischen Stößel und der Seitenwand hängen oder unten am Ventil irgendetwas festklemmen?
Oder haltet ihr es für möglich, dass durch das reine tauschen des Shims das Ventil verbogen sein könnte?
Vorher lief der Motor einwandfrei, auch an den Steuerzeiten habe ich selbstverständlich nicht rumgespielt.
Ich wäre froh, wenn jemand von euch einen Tipp hat, wie ich bei der Fehlersuche vorgehen könnte. Ich würde ungerne den Zylinderkopf abnehmen, da das ja inkl. Kopf / Fußddichtung tauschen wahrscheinlich schon eine größere Aktion wäre.
Freundliche Grüße, Düser