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Alt 15.06.2017, 09:58:58   #16
RomanL
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Alte Ketten, die seitlich noch nicht schlabbern kriegt man mit einem ausgedehnten Bad in altem, warmen Motoröl wieder absolut fit. WD40 hingegen ist der Tod eines jeden X- oder O-Rings der abgedichteten Ketten. DAS sollte man tunlichst lassen, ebenso aggresives Ausspülen mit Dampf, Kärcher oder Bremsenreiniger!

Bewährt hat sich auch ein kleines Tool namens KettenMax damit kann man sogar uralte (montierte) Ketten halbwegs schonend reinigen und wieder durchölen. Dauert etwas, ist auch nicht ganz sauber, aber besser als Wurzelbürste + Sprühdiesel am Bike allemal.
Ganz wichtig ist, daß man vor dem ersten Laufenlassen den anhaftenden Schmutz wirklich gründlich entfernt hat. Gerade verharztes Rollenfett + Sand + Rost killen die Dichtringe der Kette innerhalb weniger Kilometer.

Wie gesagt, wir "kochen" solche Ketten 1-2h in etwa 50-60°C warmem Altöl, und bislang sind selbst steif gerostete Ketten danach wieder komplett gängig geworden. Gereinigt wird anschließend mit Diesel und weicher Bürste und dann frisch eingeölt. Den Rest macht nachher die Kettenschmierung beim Fahren (wobei ich von Fett und der ganzen Wasdch-Fett-Dreck-Sauerei auch nix halte und überall Öler dran habe).

Der Aufwand für so eine Aktion ist am Ende 1/4h Ausbau + 1h reinigen + Kochen + 1 Kettenschloß + Montage- und Nietzeit. Materialkosten unter 10,-.

Gruß
Roman

PS: Scott-Oiler V-system reicht völlig aus. Gegenüber der ganzen fettkratzerei sind 1min Einstellzeit + hin und wieder nachfüllen Kleinigkeiten. Ob man da nun noch ein microprozessorgesteuertes Verstellpaneel oder gar ne Handy-App benötigt, das sei mal dahingestellt. Ich brauch's nicht. Aber mancher braucht ja auch leuchtende Ventildichtkappen...?.
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