Mh, da gibt es anscheinend kleine Wissenlücken.
Die GS besitzt Vergaser ohne irgendwelche Regelungen. D.h. die Vergaser sind fest eingestellt, nicht so wie bei elektronisch geregelten Vergasern oder Einspritzanlagen, die je nach Betriebszustand, Wetter, Temperatur, Luftdruck usw. nachgeregelt werden.
Kalte Motoren bzw. bei kaltem Wetter braucht der Motor ein fetteres Gemisch, warm oder bei warmem Wetter ein magereres Gemisch.
So einfache Vergaser wie die der GS kann man nur für einen Betriebszustand, kalt oder warm, halbwegs vernünftig abstimmen. Das macht man über die Vergaserdüsen, die Düsennadel und deren Stellung auch über den Luftfilter.
Da die Motoren überwiegend im warmen Bereich laufen, stimmt man die natürlich dafür ab. Das hat zur Folge, dass die Motoren wenn sie kalt sind, eigentlich zu mager laufen. Um das auszugleichen bedient man sich einer Kaltstartanreicherung des Gemischs. Dafür hat man bei der GS den Choke (von englisch "to choke" = würgen, drosseln, hemmen, verstopfen).
Je nach System verringert der Choke die Luftzufuhr oder mischt mehr Treibstoff bei, das Gemisch wird fetter.
Bei der GS ist der Choke so ausgestaltet, dass auch die Leerlaufdrehzahl leicht angehoben wird. Aber nur solange der Motor auch mit dem fetteren Gemisch läuft.
Wird das Gemisch nun bei warmem Motor zu fett, z.B. wenn du den Choke voll ziehst, gibt es kein zündfähiges Gemisch mehr und der Motor geht aus. Das ist das was man (echtes) Absaufen des Motors nennt.
Ein Benzin-Luft-Gemisch ist nur in engen Grenzen überhaupt zündfähig. Zu viel Luft, und es brennt nicht, ebenso bei zu viel Benzin.
Das Verbrennungsluftgemisch nennt man Lambda (daher auch Lambda-Sonde im Auspuff bei KAT-Fahrzeugen)
Optimal (vollständige Verbrennung, ohne dass Treibstoff oder Luftmoleküle übrig bleiben) ist Lambda = 1, darunter ist das Gemisch zu fett, darüber zu mager.
Die Zündgrenzen liegen beim Otto-Motor bei (fett) 0,6 < Lambda > 1,6 (mager).
https://de.wikipedia.org/wiki/Verbre...erh%C3%A4ltnis