Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 10.03.2019, 05:28:18   #42
berndy
Super-Moderator
 
Benutzerbild von berndy
 
Registriert seit: 16.08.2006
Ort: Schifferstadt/Pfalz
Alter: 63
Beiträge: 10.720
Baujahr: 1995
Kilometer: 66666
Standard

Ich hatte ja schon weiter oben geschrieben, dass es damit zusammenhängen könnte, dass das Ritzel nur durch den Seegerring gesichert ist.

Meine Überlegung dazu:

Dadurch, dass das Ritzel locker auf der Welle sitzt, kann es sich nach hinten und nach vorne bewegen (Zugbelastung und leichte Druckbelastung im Schiebebetrieb). Weil das Ritzel ja etwas Spiel braucht, sonst bekäme man es nur schwer auf die Welle, gibt es immer einen leichten Schlag beim Gasgeben nach dem Schiebebetrieb. Da das recht häufig im Fahrbetrieb auftritt, ist das irgendwann ausgenudelt. Steter Tropfen höhlt den Stein.

Bei einem verschraubten Ritzel tritt das m.M.n. nicht so stark auf, weil sich das Ritzel eben nicht so bewegen kann. Je starrer verschraubt, um so besser.

Deswegen haben die Radbolzen oder Muttern an Pkw/Lkw auch einen Konus, damit da wirklich kein Spiel zwischen Radbolzen und Felge auftritt, ansonsten würde die Bohrung und/oder das Gewinde sehr schnell aufgerieben.

Dazu kommt m.M.n. auch noch, dass die Oberfläche der Welle zu hart und somit spröde ist, was ein Ausbrechen der Zahnflanken begünstigt.

Wenn das Ritzel starr verschraubt wäre, würde die harte Oberfläche aber keine Rolle spielen.

Ich denke mal, Suzuki fand es kostengünstiger die Welle einfach zu härten, muss ja ohnehin wegen der Lagerung und der Dichtfläche gemacht werden, als ein zusätzliches Gewinde zu schneiden.

Vll. trat das Problem bei den Versuchsmotorrädern aber auch nicht auf, weil die Welle nicht so gehärtet war oder man auf der Teststrecke weniger Lastwechsel hatte.

Das Problem scheint ja auch nicht bei allen Motoren aufzutreten.
__________________

Man sollte es so oder so nicht übertreiben.
berndy ist offline   Mit Zitat antworten