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Alt 28.06.2020, 07:09:40   #52
Merle
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Wir haben den Samstag gemeinsam in der Garage verbracht. Marisa, Richard und ich. Mir hatten sehr viel Freude, lachen, staunen, Pizza und dreckige Finger.



Was wir gemacht haben:

Prüfen ob der Vergaser richtig eingestellt wurde und das Ventilspiel korrekt ist.
Der Vergaser hat mit gut lösbaren Schrauben und korrekter Einstellung geglänzt, lediglich die Leerlaufgemischschrauben waren mit 2,5 Umdrehungen zu fett.
Aber keine bösen Überraschungen, oder verstellte clipse. Alles so, wie es sich für eine entdrosselte 94er Maschine gehört. Okay doch sie hatte zwei Hauptdüsen mit 122,5. Leider hatte ich keine 125 mehr im Fundus. Das erklärt aber alles nicht das wirklich viel zu fette Gemisch. Selbst mein Mann hatte berichtet, als Richard auf den Hof fuhr, konnte man den Sprit in der Luft richtig riechen. Er stand gerade auf dem Balkon.

Das Ventilspiel war laut Marisa, zwar bei zwei Ventilen zu klein, aber nicht katastrophal wie wir es in der Vergangenheit schon bei anderen Gastmaschinen hatten. Das konnte auch recht flott eingestellt werden.

Jetzt das Highlight des Tages. Wir haben alles zusammen gesetzt und die Maschine aus der Garage geschoben. Wir haben auf PRI den Vergaser geflutet und es passierte nichts. Der Anlasser Orgelte und die Maschine sprang nicht an. Wir haben dann die Schwimmerkammern geöffnet um zu schauen ob Sprit drin ist. Sie waren trocken wie die Wüste Gobi.
Ja der Benzinhahn unter dem Tank war auf. Ich habe mit einem Kreuzbit im eingebauten Zustand am Vergaser die Schwimmerkammern geöffnet und den Schwimmer und die Schwimmernadel entfernt. Auf PRI gedreht. NIX
Wir haben alles wieder auseinander gebaut und im T-Stück überprüft ob er verstopft ist. Wir konnten uns das nicht erklären denn Richard ist ja zu mir gefahren mit ganz klar zu viel Sprit.
Im Vergaser war natürlich nichts zu finden.
Also alles wieder eingebaut, geflutet, Schwimmerkammern trocken

ich habe dann den Zulauf abgezogen und Richard hat nochmal auf PRI gedreht. Benzin kommt!
Wir hatten alle ein riesen Fragezeichen über dem Kopf.
Den Zulauf habe ich im eingebauten Zustand wieder drauf gefummelt und dann füllten sich die Schwimmerkammern. Ich hab eine Nacht drüber geschlafen und kann mir nur eine riesen große Luftblase erklären. Aber wie das alles sein konnte, nein.

Wir haben anschließend Richard auf Probefahrt geschickt. Er berichtet das das Teillastruckeln verschwunden ist und sie deutlich besser zieht. Die Max Geschwindigkeit hat sich auch positiv nach oben entwickelt. Aber die Kerzen sind immer noch Raben schwarz. Doch warum sie jetzt deutlich besser fährt, dafür das wir eigentlich nichts richtiges gefunden haben?

Er wird die Tage mit einem Schlauch nochmal den Schwimmerstand checken. Dafür wurde es jetzt etwas spät gestern. Da könnte er noch etwas rausholen.
In Summe könnte man sagen: Wir sind ein Schritt weiter. Er sagt auf jedenfall das sie gut fuhr. Aber was jetzt ausschlaggebend war, keine Ahnung.
Ich denke aber die Furcht vor dem Vergaser haben wir ihn genommen.

Merle

Abschließend: Dafür das die Maschine 11 Vorbesitzer hatte, und auch von außen hier und da echt ramponiert aussah, war sie innerlich aber im guten Zustand. Man sieht der Maschine einige Kampfspuren an, doch technisch scheint sie jetzt zu laufen. Bremse war okay, Elektrik, Reifen, Kette, Federrung. Kriegen wir noch das Gemisch hin, steht sie zumindest von der technischen Seite gut da. Dann kann man sich, sollte man es wollen, der Optik widmen.
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Meine Moppeds sind jetzt in einem Alter, sie entscheiden selbstständig ob sie mit Dir eine Ausfahrt machen oder nicht.
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