Ein paar Infos was da passiert:
Ja, ein falscher LuFi könnte das Gemisch zu stark abmagern (denn das ist das Problem). Wenn du im Schiebebetrieb wieder Gas gibst, läuft der Motor noch weit über der Standgasdrehzahl. Da der Schieber ganz unten ist, ist auch nur das Standgassystem aktiv, welches aber eben nur soviel durchässt, wie es für das Standgas nötig ist. Gibst du jetzt Gas, reist es den Schieber rauf (-> Motordrehzahl und damit Vakuum ist ja hoch), der Querschnitt geht zu weit auf und es wird zu viel Luft angesaugt. Die Nadel geht zwar mit hoch, aber der Sprit kann gar nicht schnell genug durch die Hauptdüse angesaugt werden. Ergo: Die Kiste magert ab! Normalerweise (wenn alles andere drumherum passt) kann man das durch höherhängen der Nadel beseitigen (deswegen hat sie überhaupt mehrere Positionen). Entscheidend dafür ist auch die Nadelgeometrie - aber hier gehe ich jetzt einmal dvon aus das keine andere Nadel eingebaut wurde. Das Problem bei dem Ganzen: Die Nadelhöhe wirkt sich nur im mittleren Drehzahlbereich aus. Oben entscheidet die Nadelgeometrie und ganz unten die Lehrlaufgemischraube mit der Leerlaufdüse. Ein gut eingestellter Vergaser beherrscht das allerdings hinreichend gut - d.h. es ist kaum merkbar. Muss die Kiste von Grund auf bereits sehr mager laufen (wegen EURO-Abgasnorm), kann das der gute Bernoulli nicht mehr ausgleichen und die Elektronik muss ran -> daher gibts seit der K4 das PVLS-System, welches den Unterdruck über den Schiebern in Abhängigkeit von Drehzahl und Drosselklappenstellung steuert.
Das passiert natürlich auch bei den Einspritzern und ist auch kaum besser als bei einem gut eingestellten Vergasermotor. Bei den Einspritzern kommt noch hinzu, das über ca. 3000rpm meist eine Schubabschaltung stattfindet (Spritsparen), das dieses Problem signifikant verstärken kann (Triumpf konnte ein der Vergangenheit ein Lied davon singen). Erst Drive-by-wire hat das wieder entschärft.
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