Manchmal ist es etwas ganz anderes, z.B. lose Kabelschuhe, durchgescheuerte Kabel ... Manchmal löst sich beim Aufschieben der Schläuche auch ein Gummikrümel, der sich dann irgendwo quer legt usw.
Nur so als Beispiel: Meine RD 250 hatte die Eigenart irgendwann mal in der Leistung etwas nachzulassen, so als wenn sie zu wenig Benzin bekäme. Dann war es wieder weg. Viele Monate später stellte ich sie mal auf dem Seitenständer ab. Als ich sie wieder ankicken wollte, war der Motor blockiert. Beim Zerlegen stellte ich dann fest, dass sich ein Bleigewicht in einer Kurbelwange gelöst hatte und nach innen gerutscht war, wobei es ein Pleuel blockierte. Der "Leistungsverlust" lag nicht an ungenügender Spritversorgung sondern an dem losen Gewicht. Meine 150er MZ ging immer mal wieder während der Fahrt aus. Nach kurzem Warten ließ sie sich wieder starten. Ich dachte auch an zu wenig Benzin. Bis sie dann irgendwann einfach ausging und sich nicht mehr starten ließ. Die Batterie war dann auch leer. Beim Nachgucken stellte ich fest, dass sich in dem elektromechanischen Regler eine Lötstelle entlötet hatte. Frisch gelötet, und die MZ lief wieder viele Jahre zuverlässig.
Es gibt verschiedene Ursachen für gleiche Symptome. Wenn man auf der Vergaserseite alles ausschließen kann, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Ursache woanders liegt. Ich würde mir auch mal die Elektrik, Zündkabel und Stecker angucken, die Zündinduktionsspulen (Pick-Ups) machen hin und wieder auch Probleme, die können Haarrisse bekommen. Schaden kanns nicht.
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Man sollte es so oder so nicht übertreiben.
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