Die ganze Korrosions-Geschichte grenzt an Alchemie.
Wer kennt nicht die ESD-Wärmeschutzbleche (Auto) aus Alu, deren Löcher mit größer werdenden (verzinkten) U-Scheiben 'nachwachsen'.
Hier ist das Problem, daß Zn und Al beides 'unedle' Metalle sind, aber Al noch deutlich unedler als Zn.
Dadurch wird das Alu massiv angegriffen.
Bei massivem Alu (Motorgehäuse) passiert das nicht, weil auf Alu-Seite genug Masse da ist.
Bei CrNi ist es anders.
CrNi hat seine Korrosionsbeständigkeit aufgrund der 'Passivierung', welche auf dem Material an 'geeigneten' Atmosphären automatisch entsteht.
Dieses kann man nachhaltig durcheinanderbringen, wenn man da das Material mit anderen Metallen elektrisch verbindet und einem garstigen Korrosionsmedium - z.B. Wasser - aussetzt.
Wimre, gibt es bei 'komischen' Schrauben in Alu-Gehäusen gerne mal weißen 'Dreck' beim Rausschrauben.
Wenn ich das richtig deute, ist das Al-Oxyd *vom Innengewinde*, das wollen wir nicht...
Daher bin ich auch ein Fan von Keramik-Paste für sowas - kann nicht schaden, egal welche Materialpaarung...
Und Schlußsatz:
Außer Professoren kann kein 'normaler Mensch' die genauen Vorgänge erklären, die da ablaufen...
Und *die* glauben auch nur, daß die das können...
Gruß
Jens
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