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Alt 18.01.2024, 00:46:07   #23
Hastalavista
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Zitat:
Zitat von AmigaHarry Beitrag anzeigen
Wenn das eine K4 (FUK4=2004) ist, dann stimmt vermutlich was nicht. Mir ist noch keine mit dem Bj und einem "binären" Choke untergekommen (wobei es natürlich immer Ausnahmen geben kann und ich auch nicht jede kenne ). Da sollte man sich zusätzlich auch noch den Chokekolben und seine Dichtungen ansehen. Ein klein wenig Silikonfett schadet da auch nicht.

Bitte auch ansehen, ob die Entdrosselung richtig gemacht wurde. Die FUK4 war von Werk aus auf 35PS gedrosselt! Zur richtigen Entdrosselung benötigt es neue Schieber(!) und kleinere Hauptdüsen (#130) sowie eine etwas geänderte Einstellung der Gemischregulierschrauben (Basis 3 Umdrehungen zurück). Die GMR-Schrauben braucht man aber nur anrühren, wenn es Probleme mit dem Standgas gibt - sonst belassen.

Ganz wichtig: Luftfilter muss der 01D00 sein - kein anderer! Bei Nachrüstfilter von Dritten, muss er für diese Nummer complient sein (sollte dann irgenwo auf Verpackung oder Filter stehen). Alles andere kann 10x gleich aussehen - es hat nicht dasselbe Filterpapier - und auf das kommts aber an.
Vor der K4 wurde in der K2/3 der 01D10 verbaut. Viele Werkstätten hatten zu Beginn 2004 den 01D00 noch nicht und verbauten beim Service einfach den früheren - so nach dem Motto: Wird schon passen!

Die Düsennadel hängt ab Werk auf der 3. Kerbe und kann so bleiben. Allerdings hat sich in manchen Fällen ein höherhängen der Nadel um eine Raste als vorteilhaft für das Ansprechverhalten herausgestellt. Sollte es Lastwechselreaktionen geben, kann man das versuchen. Die K4 hat nämlich eine der weichsten, aber trotzdem spontane Ansprechreaktion bei Lastwechsel, die ich je bei einem Vergasermopped gesehen habe (hier spielt auch das PVLS eine entscheidende Rolle). Selbst mit den Keihins haben wir das nie so smooth hinbekommen......


@klassikfon:
Haben diese Thematik in Ö schon vor Jahren bereits, gemeinsam mit der ÖMV, untersucht und eben das Bioethanol in Verbindung mit Wasser und der Vergasermetalllegierung als Ursache ermittelt. Es gibt nämlich auch Vergaser, wo es sich nicht anlegt. Seltsamerweise sind das vor allem uralte Bing- und Fischer-Vergaser, deren Oberflächenreaktivität scheinbar nicht so ausgeprägt wie bei neueren Vergasermaterialien ist. Ohne das Bioethanol sind selbst bei 10-Jähriger Lagerung kein (festsitzender) Belag feststellbar. Diese Erfahrung kann ich sogar privat bestätigen, nachdem ich eine Puch MV50D nach 25 Jahren "Scheuneparken" restaurieren durfte. Der Zustand des ganzen Moppeds war "unbeschreiblich" (Bienen haben sogar im Motor genistet), aber der Vergaser war trotz 25 Jahre altem Sprit sauber (bzw. nach einer Spülung mit frischem Sprit). Wobei man das, was da noch drinnen war, nicht wirklich mehr als Sprit bezeichenen konnnte. Das natürlich auch Additive ausfallen können, ist bekannt - sie bilden aber nicht diesen harten Belag.

Aber es stimmt schon: Reinigen kann nie schaden!
Interessanter Beitrag. Habe die gleiche Problematik mit dem schlecht dosierbaren Choke. Wenn meine warm ist, ist alles gut aber mit dem Choke macht es keinen Spaß mehr.
Für mein Verständniß, in meinen Papieren steht GS500FU und VTTBK4221... mit Erstzulassung 05/2006. Habe ich dann auch die hier erwähnte BK4? Die wurde dann wohl gedrosselt ausgeliefert und laut Papieren wurde sie mit Gasschiebern und Hauptdüsen entrosselt.
Nach dem Winter muss ich mal eine Lösung für den schlechten Kaltstart finden...
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