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Alt 03.02.2025, 20:48:51   #4
seife
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Ich kann das durchaus nachvollziehen, die Faszination der alten Technik
Der erste programmierbare Rechner mit dem ich zu tun hatte war der https://en.wikipedia.org/wiki/Casio_FX-602P_series CASIO FX-602P meines Vaters, auch mit Kasetteninterface und so Anfang der 80er Jahre.

Den TI-89 habe ich mir damals ende der 1990er in meinem letzten Job als Schreiner besorgt, weil der damals schon Gleichungen lösen konnte (auch symbolisch integrieren und differenzieren, nicht nur numerisch) und das zur Optimierung der CNC-Fräsprogramme sehr hilfreich war.
Als mir der Chef den Auftrag gab, eine Platte mit 2 gegenläufigen Rundungen (Kreisabschnitte) zu fräsen. Er meinte "nimm die billigen Rückwandplatten, mach ein paar Teststücke mit verschiedenen Parametern bis der Übergang zwischen den Kurven so ist, daß man ihn leicht verschleifen kann".
Ich dachte mir dann so: "naja, eigentlich müsste ich nur die erste Ableitung der beiden Kreisformeln gleich setzen und die Geichungen dann auflösen, dann habe ich die Mittelpunkte und die Radien als Formel". Naja, technisches Abitur und abgebrochenes Physikstudium waren wohl doch nicht ganz sinnlos, auch wenn ich das "Handwerk" des lösens nicht mehr hinbekommen hätte, aber dafür hatte ich ja dann die Rechenmaschine Jedenfalls gab es da am Übergang dann nichts zu schleifen. Der Chef fragte noch wie ich das hinbekommen habe, ich so "naja, ich hab halt die erste Ableitung der beiden Kreisformeln gleich gesetzt und dann die resultierende Formel nach r2 aufgelöst" -- ich bekam einen leeren Blick und er wollte nie mehr wissen wie oder warum ich was gemacht habe

Hätte ich fast vergessen, einen Sharp PC1251 in Komplettausstattung (Drucker, Kassetteninterface) hatte ich Ende der 80er auch mal noch, aber das war ja eher ein BASIC computer als ein Programmierbarer Taschenrechner.
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