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Alt 14.09.2025, 09:06:10   #1
Zer0
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Standard Metallisches klappern

Hallo miteinander

Ich bräuchte mal euer Schwarmwissen. Weil mir gehen die Ideen aus.

Zur Vorgeschichte der GS. Es handelt sich um eine GS 500 E. Baujahr 10/1990.
der Motor hat 487 ccm bei 46 ps.
Habe die GS vor 2 Jahren erworben. Vom Vorbesitzer wurde die Kupplung, Kettensatz komplett und neue Kerzen verbaut. Sowie auch ein Ölwechsel.

Bei mir angekommen habe ich sie größtenteils zerlegt. Rahmen lackiert, Tank gemacht, neue spritleitungen und Benzin Filter verbaut. Kabelmanagment neu gemacht, sprich gekürzt bzw. Verlängert. Mit löten und schrumpfschlauch.
Alles wieder zusammen gebaut und sie sprang sogar an, ohne choke. PS: neue Schlappen hat sie auch bekommen. Sowie bremsflüssigkeit wurde auch komplett gewechselt. War happy. Auch mal 1-2 km Probe gefahren und lief halbwegs gut. Nur zwischen 3-5k Umdrehungen war ein leistungsloch.

Habe dann vor rund 2 Wochen endlich mein A2 Schein bekommen. Termin für vollabnahme geholt, da die GS mehr als 7 Jahre nicht zugelassen war. Kurzzeit Kennzeichen ran und dann 30 km weg zum TÜV. Alles top. Lenker und neue bremsleitung vorne wurden abgenommen, co Gehalt war bei 3,9%. Frischen tüv bekommen.

Nun geht es los: auf dem Weg dahin war wieder dieses massive leistungsloch. Für 10 km. Dann hat sie einmal stark blau gequalmt und danach war das leistungsloch weg. Und sie zog durch wie ein junger Gott. ABER: seit dem ist ab circa 3500 Umdrehungen ein metallisches lautes klappern zu hören. Und die Motorbremse wollte nicht so wirklich arbeiten. Und brauchte zum runterspülen länger. Das besagte Geräusch ist nur unter Last.

Wieder zuhause angekommen und Forum durchgestöbert. Ventil Spiel mal kontrollieren. Gesagt getan. Ok. Wieder alles mit Drehmomentschlüssel zusammen gebaut. Probefahrt, Fehler ist weiterhin.

Dann mal, vllt werdet ihr lachen, Chat gpt gefragt. Und siehe da, prüfe doch mal den vergaser. Also wieder alles auseinander genommen.
Ventil Spiel zur Sicherheit auch nochmal neu geprüft. Werte liegen zwischen 0,06 - 0,08. also passt soweit. Dann den vergaser abgenommen und auch die ansaugstutzen abgenommen. Und was soll ich sagen, mich trifft der Schlag. Irgendwelche durchmaßen zwischen Zylinder und ansaugstutzen. Ergo die Flächen gereinigt, und sogar am Zylinder mit 2000 nass nachgeschliffen. Keine Angst, hab drauf geachtet das nichts reingeht. Habe dort saubere Putzlappen reingestopft. Neue Gummis rauf und passt wieder alles. Zusätzlich vergaser teilweise zerlegt. Sprich Membran raus. Schwimmer Kammer ab und hauptdüse raus. War gut Rost drin. Mittels bremsenreiniger und einer Nadel erstmal vorgereinigt. Dabei festgestellt, das die eine unterdruckdüse zu war. Die mit ner Nadel gereinigt, war irgendwie ne dichtmasse oder so drin. Danach mit sauberen Benzin nochmal alles gereinigt und zusammen gesetzt. Die Dichtung und Membran sind alle intakt und daher relativ neu aus.

Wieder alles zusammen gebaut und erneute Probefahrt. Motordrossel arbeitet deutlich besser als vorher. Aber der Fehler mit dem Geräusch ist weiterhin.

Zuhause auf zentralständer aufgebockt. Motor an und standgas mal schrittweise bis 6000 Umdrehungen erhöht, kein Geräusch. Standgas zurück auf ungefähr 1300 gestellt, Gang rein und nach und nach bis Urin 6 Gang hoch und auf 6000 Umdrehungen hochgedreht. Kein Geräusch. Zur Sicherheit nochmal kettensatz und anzugsdrehmoment am Krümmer geprüft. Auf 23nm. Zwei waren fest und 2 konnte ich noch gut 2 mm weiter drehen bevor drehmama Schlüssel sagte, genug.

Das zur Geschichte und was ich gemacht habe. Jetzt ist die Frage. Was könnte das sein. Wie bereits auch gesagt, sie beschleunigt und zieht ohne Probleme durch.

Ich danke schon mal fürs lesen und eure Hilfe bzw. Ideen.
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