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Campino 21.02.2017 07:57:17

Vergaservereisung
 
Zitat:

Zitat von gsmattis (Beitrag 583397)
Der Kaufgrund bzw. das Interesse an der Bandit kam durch die Optik. Ich fand sie schön. Der Motor und die Robustheit waren halt ne nette Beigabe :grinser2:
Danke :) ich denke, das bekomme ich hin ;)

Samstag bei 6° erstmal schön ne Versagervereisung gehabt. Ich dachte erst, ich hätte das bekannte Problem mit dem aussetzenden vorderen Zylinder. Konnte ich mir aber nicht wirklich vorstellen, weil sie vorher über 200km ohne Probleme gelaufen ist und es auch nicht nass war. Im Forum geguckt und genau meine Symptome gefunden. Das beruhigt schon mal.

Hi Mattis,

könntest du das genauer beschreiben?
Hab davon noch nie gehört?!
Gruß Andy

gsmattis 21.02.2017 08:07:13

Ich zitiere das mal aus dem SV-Forum. Dort habe ich auch das erste Mal davon gelesen. Gehört hatte ich das schon öfter, sogar in einem H.Aue Comic gibt es das Thema :grinser2:

Zitat:

Im Winter/Frühling fahren viele schon ein paar Kilometer bei unter 10°C und bemerken, dass ihre Maschine nach etwa einer viertel Stunde nicht mehr richtig Gas annimmt und an Haltepunkten im Standgas einfach ausgeht. Hier eine Erläuterung zu dem Phänomen (zwei Zitate aus dem SV Forum):

Obwohl im Winter die kalte Luft oft relativ trocken ist, besteht auf Grund des niedrigen Temperaturniveaus bei entsprechender Luftfeuchtigkeit die Gefahr der Vergaservereisung. Eine Vereisung im Vergaser hat einen Leistungsverlust infolge Verringerung des Querschnittes im Vergaser und zu fettem Gemisch zur Folge
Die Eisbildung am engsten Vergaserquerschnitt, besonders im Teillastbereich, führt zu Luftmangel und dem Ausfall des Motors. Eisbildung am Düsenstock hingegen vermindert die Motorleistung wegen Kraftstoffmangel, sie tritt vornehmlich im Vollastbetrieb auf.

Durch die Strömungsgeschwindigkeit im Ansaugtrakt wird die Zerstäubung des Gemisches gewährleistet. Bei geringer Außentemperatur bildet sich an der Saugrohrwand ein Niederschlag (Wasser/Benzin) und kondensiert dort aus. Beim Schließen der Drosselklappe (Gasschieber) entsteht nun ein Unterdruck der den Wandfilm schlagartig verdunsten läßt (weil Unterdruck den Siedpunkt herabsetzt) und der Motor wird mit angefettetem Gemisch versorgt. Öffne ich nun wieder den Gasschieber, bildet sich wiederum der Wandfilm und der Motor bekommt für seinen Lastzustand zu mageres Gemisch. Das hat zur Folge, das er im Leerlauf absterben kann, die Gasannahme sich drastisch verschlechtert,..... abhängig von der Ansauggeschwindigkeit, Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit. Bei Einspritzanlagen ist das übrigens auch so! Eine kleine Menge Spiritus im Benzin kann das Problem mildern. Aus diesem Grund besitzen PKW eine Ansaugluft-Vörwärmung!

Was kann man nun dagegen unternehmen:

Vergaserheizung einbauen lassen
Standgas im Winter etwas anheben
Motor immer langsam angasen (füttern)
Genau die Symptome hatte ich. Ging an der Kreuzung im Leerlauf fast und einmal ganz aus, lief wie auf nur einem Zylinder, nahm nur bei ganz wenig geöffneter Drosselklappe Gas an. Darüber klang sie wie ein Trecker. Hahn etwas weiter zu gemacht und sie marschierte wieder wie Schmied´s Katze. Im Stand konnte ich sie mit am Gas spielen am Leben halten.

Campino 21.02.2017 08:19:29

"Again what learned" wie die Russen sagen


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