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Alt 24.05.2024, 14:23:12   #1
SILG
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Standard Verschleiß Nockenwelle

Hallo Zusammen,

Danke für das tolle Forum, hat mir schon oft weiter geholfen!
Seit gestern hab ich jetzt auch nen Grund mich endlich anzumelden:

Hab mir letztes Jahr ne GM51B Baujahr 1996 (T) mit 28tkm gekauft und seitdem warte und repariere ich, wenn ich dazu komme...

Nun hab ich ein Problem, das ich nicht einschätzen kann, eventuell weiß hier ja jemand was Phase ist?

Ich war dabei mein Ventilspiel zu prüfen: 0,03mm Fühlerlehre geht bei allen 4 Ventilen nicht rein...

Ich hab an der Nockenwelle links vorne (Auslass), Verschleißspuren.
Hat das jemand in der Art schonmal gesehen und kann mir sagen, welche Ursachen in Frage kommen?

Grüße, Silg
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Alt 24.05.2024, 16:33:12   #2
AmigaHarry
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Kein Spiel - ziemlich angeschliffen - ein Wunder das das Ventil nicht abgebrannt ist. Wenn das schon durch die Hartchromschicht geht (und das vermute ich bei dem Aussehen) hat es diese NW hinter sich- die ist tot. Wenn du weiterfährtst, hobelst du sie in kurzer Zeit ab und hast den Dreck auch noch im ÖL und schlimmstenfalls in den Lagern.

Wäre übrigends nett, wenn du dich im Vorstellthread vorstellen würdest....
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Alt 24.05.2024, 18:31:06   #3
SILG
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Hallo Harry,
danke für die schnelle Antwort!

Meine Idee war, erstmal wieder zusammenbauen und die Kompression messen, um ne Idee zu bekommen, wie es um den Ventilsitz steht.
Könnte es sein, dass das Ventil dabei eventuell nicht richtig schließt, weil kein Spiel?
Wie am besten anfangen?

Geändert von SILG (24.05.2024 um 18:54:09 Uhr) Grund: Ergänzung
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Alt 24.05.2024, 19:48:07   #4
AmigaHarry
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Kannst du so machen. Die Kompression ist ein guter Indikator für den Zustand im Inneren.
Wie man misst weist du? Warmer Motor, Kerzen beide raus und orgeln bei ganz offenen Drosselklappen.

Ich kenne ja die Vorgeschichte dieser GS nicht, aber wenn eine Nocke derart "maltretiert" wurde, kann man davon ausgehen, das das Auslassventil über längere Zeit nicht richtig zu war (Spiel null oder sogar schon negativ). I.d.R. beginnt dann der Ventilsitz oder/und der Ventilteller abzubrennen, da ja das verbrennende Gas (extreme Temperatur) durchblasen kann.
Wenn die Kompression noch OK ist - Glück gehabt.
Ansonsten Kopf runter und genau nachsehen. So wie die aussieht, würde ich das sowieso machen. Kostet dich eine Kopfdichtung (und evtl Fußdichtung) - das ist nicht die Welt (z.B. von Athena). Dann die Ventile auf Zustand und Dichtheit prüfen (Probe: Sprit draufleeren und schauen ob Benzin wo durchsickert). Eine 96er ist jetzt auch bald 30Jahre alt - da könnten die Ventilschaftdichtungen auch schon langsam verhärten....
Ein Blick auf die Kolben schadet daher auch nicht - stark verkrustet? Dann hat sie schon Öl mitverbrannt -> Schaftdichtungen!

Es ist schwierig das von aussen zu beurteilen.
Was mich schon wundert: Nur 28T KM und sieht so aus?? Was für ein Verrückter ist den die gefahren - hat der nie was von Service/Kontrolle gehört? Wenn da schon nichts gemacht wurde - wie seht dann der Rest aus?
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Alt 24.05.2024, 20:34:11   #5
SILG
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Beim Kauf hab ich gemerkt, dass ein paar Sachen gemacht werden müssen (Vergaser, Bremsleitungen und Flüssigkeit, Gabel-Simmeringe) und einmal Service komplett. War von mir auch einkalkuliert.
Die Maschine stand ne Weile und hat ansonsten nen gepflegten Eindruck gemacht. Kompletter Service wurde zuletzt bei 23tkm gemacht, sah auf dem Papier aus wie scheckheftgepflegt, Rechnungen waren dabei...
Beim Probefahren gemerkt, der Vergaser muss gereinigt werden (is denke ich normal alle 2 Jahre, paar tkm), niedertourig hat Drehmoment gefehlt und Probleme mit dem Standgas, ansonsten stand die gut da.
Bin deshalb jetzt selbst überrascht, wie die Nockenwelle aussieht und frag mich natürlich auch, wie es um den Rest steht...
Ich werd die Tage die Kompression messen, vielleicht ergibt sich Da was.
Dazu gibts ja genug Beiträge hier im Forum, das sollte ich hinbekommen.
Ansonsten könnte ich mal auf gut Glück die Shims tauschen und schauen, ob sich beim Spiel was tut.
Wenn sich da nichts ergibt, muss wohl der Motor raus, das wäre gerade zeitlich sehr unpraktisch.
Ich schau mal was sich ergibt. Danke Dir soweit, ich meld mich wenns was neues gibt oder es irgendwo hakt...
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Alt 24.05.2024, 22:23:24   #6
AmigaHarry
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Die NW musst du aber in jedem Fall tauschen - so weiterfahren geht nicht lange gut!
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Alt 25.05.2024, 06:33:26   #7
berndy
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Ich meine, man sieht auf dem Bild ja nur den "kreisrunden" Teil, der eigentlich keine Berührung mit dem Stößel haben sollte. Möglich, dass da die Härteschicht sehr dünn ist. Wie sieht denn die Nockenspitze und die Schrägen aus? Wenn die noch in Ordnung wären, würde ich nur das Ventilspiel einstellen. Der kreisrunde Teil des Nocken interessiert ja nicht, der sollte den Stößel ja gar nicht berühren.

@AmigaHarry Nockenwellen werden doch i.d.R nicht hartverchromt sondern induktionsgehärtet oder täusche ich mich?
__________________

Man sollte es so oder so nicht übertreiben.
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Alt 25.05.2024, 08:20:21   #8
AmigaHarry
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Zitat:
Zitat von berndy Beitrag anzeigen
Ich meine, man sieht auf dem Bild ja nur den "kreisrunden" Teil, der eigentlich keine Berührung mit dem Stößel haben sollte. Möglich, dass da die Härteschicht sehr dünn ist. Wie sieht denn die Nockenspitze und die Schrägen aus? Wenn die noch in Ordnung wären, würde ich nur das Ventilspiel einstellen. Der kreisrunde Teil des Nocken interessiert ja nicht, der sollte den Stößel ja gar nicht berühren.

@AmigaHarry Nockenwellen werden doch i.d.R nicht hartverchromt sondern induktionsgehärtet oder täusche ich mich?
Gibt beides. Ältere (speziell bei den 2 Ventilern) sind oft hartverchromt (und manchmal auch nitriergehärtet). Kann nicht sagen, was Suzuki vor 30 Jahren gerade eingesetzt hat. Möglicherweise schon induktive(?) Oberfächenhärtung.

Bitte schaue dir das 2. Bild genau an - die ist rundeherum voll am Shimm aufgelegen und der Abnutzungsgrad ist am Bild hoch (da fehlen schon gut 5-7 hundertstel wenn nicht noch mehr). Die Nocke selbst kann nur mehr schlimmer aussehen.
Bei Induktionsgehärteten Oberflächen bis du da auf jeden Fall durch die Schicht schon durch am weichen Kern. Wenn sie noch hartverchrommt ist, kann es herauspolierbar sein - aber ich fürchte, das es auch dafür zu tief ist. Man kann natürlich so weiterfahren, aber die Abnutzung wird zunehmen und den feinen Abrieb hat man im Öl - den holt kein Filter raus.
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Alt 27.05.2024, 13:37:05   #9
SILG
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Moin, danke für Eure Antworten, hier mal ein kurzes Update:

Hatte beim Messen des Ventilspiels die Fühlerleere meines Werkstatt-Kollegen verwendet (dessen Werkzeug ist meist besser als meins). Weil die bei uns vorhadenenen Fühlerlehren aber alle zu große Abstufungen haben, hatte ich schon eine mit feineren Abstufungen bestellt war aber zum Zeitpunkt der ersten Messung noch nicht zugestellt.

Nun, die neuen Fühlerlehren gehen rein! Also hab ich sicherheitshalber alle Fühlerlehren mit Bügelmessschraube nachgemessen und seine 0,03mm Fühlerlehre hat tatsächlich 0,07mm!!!
Damit hatte ich nicht gerechnet. Die neuen Fühlerlehren haben maximal eine Abweichung von 0,005mm und gehen ohne Probleme dazwischen. (Musste vorher noch den Grat vom Stanzen entfernen...)
Hab dann 4 Mal gemessen und zwischen den Messungen die Kurbel jeweils 4x 360° gedreht.

Das Spiel beträgt demnach:
Zylinder 1
Einlass (hinten, rechts): 0,04mm
Auslass (vorne, rechts) 0,05mm +0,01
Zylinder 2
Einlass (hinten, links): 0,02mm
Auslass (vorne, links): 0,06mm +-0,02
Gibts für die Zylinder und Ventile ne einheitliche Nummerierung?

Is also vom Spiel her fast in Ordnung...
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Alt 27.05.2024, 13:45:20   #10
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Zitat:
Zitat von berndy Beitrag anzeigen
Ich meine, man sieht auf dem Bild ja nur den "kreisrunden" Teil, der eigentlich keine Berührung mit dem Stößel haben sollte. Möglich, dass da die Härteschicht sehr dünn ist. Wie sieht denn die Nockenspitze und die Schrägen aus? Wenn die noch in Ordnung wären, würde ich nur das Ventilspiel einstellen. Der kreisrunde Teil des Nocken interessiert ja nicht, der sollte den Stößel ja gar nicht berühren.
@berndy
Danke für den Tipp, dazu bin ich an dem Tag nicht mehr gekommen. Hab das aber gestern nachgeholt:
Die Nockenspitze vorne links sieht überraschend gut aus (im Vergleich zum Rest der Nocke).
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Alt 27.05.2024, 13:55:36   #11
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Vor dem Messen des Ventilspiels hab ich auf der Nocke vorne links mit 1.200-Schleifpapier die Unebenheiten entfernt, die ich mit dem Fingernagel spüren konnte, den Bereich um die Nockenspitze hab ich ausgelassen.
Jetzt sind dort nur noch Vertiefungen und keine fühlbaren Überstände mehr.
Ob man das so machen kann?
Fragt mich in nem halben Jahr nochmal...

Zum Messen der Kompression bin ich noch nicht gekommen, ich meld mich wieder wenn ich weiter bin.
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Alt 27.05.2024, 16:11:47   #12
AmigaHarry
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Man sieht schon das sie auf der Nocke auch angegriffen ist - aber es sieht wirklich nicht so arg aus wie der Rest (was hat der Vorbesitzer da aufgeführt?). Ob es ratsam ist, so weiterzufahren, kann ich,ohne die NW in der Hand zu haben, nicht sagen. Verschleissen wird Nocke und Shimm (was jetzt nicht so tragisch wäre, wenn man das Spiel öfter ansieht) - einzig wenn Abrieb entsteht, hätte ich Sorgen um die empfindlichen Gleitlager.


Zylinderbezeichnung: Eigendlich nur in Fahrtrichtung links 1 und rechts 2. Beim 2 Zylinder auch nicht das Problem. Beim 4 Zyl. (Reihe) ist die Nummerierung von li nach re ansteigend, oder man nimmt öfters auch die Zündfolge als Bezeichnung: Suzuki 1,3,4,2 (bzw. auch 1,2,4,3 bei anderen Herstellern). Das ist im Servicemanual dann aber explizit angeführt.
Ventile werden beispielsweise nur Zyl 1 Auslass oder Zyl 2 Einlass, etc. bezeichnet (also 1A, 2E, etc.).
Bei 4 Ventileren steht dann oft auch 1Er (1 Einlass rechts) oder 1El (1 Einlass links) - es gibt aber keine "Norm".
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Alt 27.05.2024, 18:13:47   #13
SILG
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Ich hatte bevor ich mich hier angemeldet hab, ein Bisschen recherchiert, auch nach Bildern. Dabei ist mir aufegfallen, dass wenns bei der GS Probleme mit den Nocken gibt, dann meist am Auslass links. Weiß da jemand was drüber? Is das ne typische Schwachstelle der GS? Ölversogung?

Den Shim vorne links werd ich mir mal noch ansehen (warte noch auf den Niederhalter) und den Shim am Einlass links werd ich abschleifen oder ersetzen.
Falls ich den Shim schleife, würd ich die Unterseite schleifen, das dürfte ja mechanisch keinen Unterschied machen.

Da ich beim Messen des Shims am Auslass links unterschiedliche Messwerte hatte +-0,02mm, will ich mir noch das Nockenwellenlager ansehen. Warte gerade noch auf die neuen Dehnschrauben. Werd einfach (im Uhrzeigersinn) die Kurbelwelle drehen, bis beide Nocken am Auslass nicht im Eingriff sind und mir dann das Lager links vorne zumindest mal von oben ansehen, also ohne die Nockenwelle auszubauen. Steuerkette würd ich gespannt lassen.
Spricht das was dagegen?

Sollte ich bei der Gelegnheit gleich die Zylinderkopfmuttern nachziehen, d.h. leicht lösen (umgekehrte Reihenfolge) und schrittweise wieder anziehen bis auf 35-40Nm (in Reihenfolge)?
Danach nochmal das Vetnilspiel kontrollieren?

Geändert von SILG (27.05.2024 um 18:28:04 Uhr) Grund: Ergänzung
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Alt 27.05.2024, 19:25:19   #14
AmigaHarry
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ZK-Schrauben: Wenn die Kopfdichtung dicht ist, nicht anrühren! Wenn du Pech hast, ist sie dann undicht. Lockern tut man die überhaupt nicht. Nur wenn sie nebelt, kann man versuchen sie (vorsichtig) nachzuziehen. Verliert sie richtig Öl muss die Dichtung sowieso neu gegeben werden.

Ventilspiel messen: Miss immer in exakt gleichen Position der Nocke. Sonst kanns auch Abweichungen geben - Rund ist auch bei Suzuki nicht immer wirklich ganz genau Rund....

NW-Lager: Kannst du so machen. Du kannst dann allerdings die im Zylinderkopf liegende Lagerfläche nicht sehen. Abheben der NW würde ich gegen den Spannerdruck nicht empfehlen.

Schmierung: Naja, das linke Auslassnockenwellenlager ist am weitesten von der Ölpumpe entfernt. Ich würde aber nicht sagen, des es deswegen ein Problem wäre. Diese treten erst dann auf, wenn zu wenig Öl im System ist - und das kann vor allem bei den älteren GSen schnell passieren - also immer wieder einmal den Stand prüfen. Dann lebt auch die LiMa länger (wird auch mit Öl gekühlt).

Die neueren ab der K4 scheinen dagegen einen weit geringeren Öldurst zu haben...
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Alt 27.05.2024, 19:51:03   #15
SILG
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Zitat:
Zitat von AmigaHarry Beitrag anzeigen
ZK-Schrauben: Wenn die Kopfdichtung dicht ist, nicht anrühren! Wenn du Pech hast, ist sie dann undicht. Lockern tut man die überhaupt nicht. Nur wenn sie nebelt, kann man versuchen sie (vorsichtig) nachzuziehen. Verliert sie richtig Öl muss die Dichtung sowieso neu gegeben werden.
Im Service Manual und im Werkstattbuch (orange)
steht alle 6.000km nachziehen und jetzt wären die ja gerade zugänglich...
Würde auch dazu tendieren, die in Ruhe lassen, wenn diesbezüglich keine Probleme.
Die Spannung auf den Zylinderkopfmuttern können nichts mit meinem Problem zu tun haben?
Und einfach in Reihenfolge nachziehen mit 35Nm, ob überall mindestens 35Nm drauf sind, auch besser nicht?

Ich hab bis jetzt keine Hinweise darauf, dass Ölverbauch hoch wäre oder mit der Zylinderkopfdichtung was nicht stimmt. Bin aber bisher auch nur paar Kilometer zum testen und einstellen gefahren...
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Alt 27.05.2024, 22:26:38   #16
AmigaHarry
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Nein, damit hat dein Problem nichts zu tun.

Nachziehen der ZK-Schrauben/Muttern erfolgt normalerweise nur nachdem der Kopf unten war und ein paar 1000km wieder gelaufen ist (sollte beim 1. und 2. Service gemacht werden). Ansonsten nicht mehr. Du kannst natürlich prüfen, ob das bei den ersten Services gemacht wurde. Nachprüfen kann man immer. Sollte sich da tatsächlich später nochmals was stark gelockert haben, deutet das auf ein anderes Problem hin - dann reisst warscheinlich ein Stehbolzen ganz gemütlich aus oder es gibt wo einen Riss (was man aber wieder am Ölaustritt erkennen sollte).

Ich weis, das im Manual alle 6000km steht (übrigends nur bei den 2-Zylindermotoren), aber das ist nicht nötig, solange es keine Probleme gibt (und die sieht man recht rasch von aussen). Die Erfahrung zeigt, das es auch in die Hose gehen kann und sie erst recht undicht wird. Ich wage auch zu behaupten, daß die meisten Werkstätten das nicht einmal wissen.

Die Serviceintervalle von nur 6000km gelten Weltweit - also auch in der Wüste oder Antarktis! In unseren Breiten mt unseren Ölen und Material reichts auch alle 10000km locker aus. Uns ist deswegen noch nie ein Kiste verreckt - und wir haben sehr viele gemacht. Suzuki ist da aus Rechtsgründen etwas "überempfindlich".
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Alt 28.05.2024, 10:11:34   #17
DaisyDougs
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Zitat:
Zitat von AmigaHarry Beitrag anzeigen
(....)
Die Serviceintervalle von nur 6000km gelten Weltweit - also auch in der Wüste oder Antarktis! In unseren Breiten mt unseren Ölen und Material reichts auch alle 10000km locker aus. (...).
^^ Wobei 3-4 Ltr. Öl, Ölfilter und Zündkerzen nicht die Welt kosten (~32.- Euro) - der Rest der Wartung kostet nur Zeit, wenn man es selbst bestreiten kann.

Ansonsten kann ich zu den obigen Beiträgen sagen: Top, interessant und toll Beschrieben/Erklärt.
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Alt 28.05.2024, 10:58:54   #18
AmigaHarry
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Das ist schon richtig (gutes Öl ist aber schon etwas teuerer).

Es wäre aber nicht notwendig und stellt damit halt auch eine Form von Verschwendung dar. Das prüfen der Ventile ist auch nicht alle 6000km notwendig. Die Erfahrung zeigt, das die sich kaum bis nicht ändern. Und wenn es einmal tatsächlich ein Problem hat, brennen die innerhalb von wenigen 100km ab und man kann auch bei einem 6000km-Intervall nichts dagegen tun.
Grundsätzlich: Wenn man den GS-Motor in Ruhe lässt und nicht zu Tode serviciert und repariert, lebt der fast ewig. Aber immer auf den Ölstand achten.
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Alt 29.05.2024, 12:50:09   #19
SILG
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Wie von mir erwartet sieht man auch an der Lagerschale leichten Verschleiß. Die Lauffläche der Nockenwelle selbst sieht noch gut aus (Stahl vs. Aluminium).
Ich hab die Lagerschale mit 3.000-Schleifpapier nachgearbeitet.

Zitat:
Zitat von AmigaHarry Beitrag anzeigen
Ventilspiel messen: Miss immer in exakt gleichen Position der Nocke. Sonst kanns auch Abweichungen geben - Rund ist auch bei Suzuki nicht immer wirklich ganz genau Rund....
Ich denke, dass hab ich so gemacht. Ich werds nochmal machen, wenn die Lagerschale wieder drauf ist.
Messe ich (ohne die Position der Kurbelwelle zu ändern) links der Mitte der Nocke, passt eine 0,01 größere Fühlerlehre rein. Nocke scheint also nicht perfekt paralell zum Shim zu laufen.

Beim Einbau der Lagerschale, werd ich das Nockenwellenlager mit Motoröl einpinseln, damit da gleich wieder Schmierung vorhanden ist.

Ich hoff ich schaffs die Woche noch die Kompression und den Öldruck zu messen, dann schau ich weiter...
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Alt 29.05.2024, 20:02:04   #20
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Bitte mit diesen Lagerflächen sehr vorsichtig sein! Wenn die zu groß werden, ist ein neuer Zylinderkopf fällig! Das max. Lagerspiel ist 0,15mm. Zu messen ist es mit einer Plastigauge.
Im Zweifelsfall nicht nacharbeiten und belassen.
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Alt 30.05.2024, 13:12:52   #21
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Mir ist klar, dass die Lagerschalen und der Zylinderkopf fertigungsbedingt als ein Teil/ eine Einheit zu betrachten sind. Ich werd das Lagerspiel noch messen.

Ich hab meinen Zylinderkopf auch schon ein Bisschen aufgegeben.
Mein Plan ist damit möglichst noch durch diese Saison (1-2 tkm) zu kommen und im Winter dann den Motor auszubauen und zu zerlegen.
Danach weiß ich:
- Welche Auswirkungen meine "Reparaturen" hatten.
- Wie es um Motor, Zylinderkopf, Ventile und co. im Detail bestellt ist.
- Ob ich einen neuen gebrauchten Zylinderkopf oder gleich nen Motor suche.

Ich bin an das "Projekt" von vornherein mit dem Ziel rangegangen in ein bis zwei Jahren Technik und Wartung der GS möglichst umfassend zu verstehen und mir das nach und nach anzueignen.
Leider ist meine Lernkurve gerade steiler, als ich mir das vorgestellt habe
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Alt 30.05.2024, 20:01:43   #22
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Zitat:
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M...
Leider ist meine Lernkurve gerade steiler, als ich mir das vorgestellt habe
Ja, aber wenn du das so durchziehst, macht dir nacher keiner mehr ein x für ein o vor! Die GS ist ein ideales Lernmotorrad - für alle Belange.
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Alt 30.05.2024, 20:09:35   #23
SILG
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Das war Teil meiner Kaufentscheidung.
Dazu dieses Forum, das Wiki und die meist günstigen Ersatzteile...
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Alt 01.06.2024, 21:51:36   #24
SILG
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Standard Lagerspiel

Lagerspiel is denke ich in Ordnung...

Heute dann endlich wieder zusammengebaut, gestartet und läuft!
Hab sie dann 5 Minuten warm laufen lassen und mal die Kompression gemessen (zum Fahren war keine Zeit mehr).
Rechter Zylinder 11 bar, linker 10 bar. Allerdings hat da die Batterie langsam schlapp gemacht, weils ja ne ganze Weile nur in der Gegend rumstand...

Vergaser is auch noch nicht synchrinonisiert. Vergaser und Benzinhahn hatte ich schon vor dem Ventilspielmessen gereinigt und überholt.

Werd die Kompression bei besserer Gelegenheit (Batterie geladen/ richtig warmgefahren) nochmal messen.
Zündkerzen hab ich danach draußen gelassen und die Gewinde mit Baumwolltuch abgedeckt.
Schraub ich dann bei kaltem Motor wieder rein...
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Alt 01.06.2024, 22:19:17   #25
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NW: Ja, schaut gut aus.

Kompression geht noch (Limit 8 bar). Wird heiss und bei voller Batterie warscheinlich noch etwas höher liegen. Jedenfalls scheint kein Handlungsbedarf zu sein.
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Alt 03.06.2024, 20:22:46   #26
SILG
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Um das meinerseits mal abzuschließen:
Ich werd mir wahrscheinlich zum Herbst/ Winter ne neue (gebrauchte) Nockenwelle oder nen Zylinderkopf besorgen und mich im Winter darum kümmern.
Passen die Nockenwellen vom Lager her immer oder gibt es da Paarungen (Welle/ Lager) wegen Toleranzen und so?

Ursachen:
Ich vermute in Frage kommen vor allem drei Möglichkeiten:
1. zu wenig Öl
2. zu viel Öl
3. Sprit im Öl/ Benzinhahn/ Vergaser

Ich vermute bei mir war Sprit im Öl.
Das Öl roch auch so, was sich vermutlich nie ganz vermeiden lässt.
Oder riecht Euer Motoröl überhaupt nie nicht nach Benzin?

Der Vergaser musste dringend gereinigt und überholt werden (Grünspan an den Messingteilen, zugesetzte Düsen, paar hart gealterte O-Ringe, Schwimmerstand war ein kleines Bisschen daneben). Der Benzinhahn war nicht richtig zusammengebaut bzw. auf manuell umgebaut. Die haben mir das beim Kauf nicht gesagt und ich hab das erst beim Reinigen des Benzinhahns gerafft.
Die Kombination Probleme mit dem Vergaser und Benzinhahn hat vermutlich dazu geführt, dass dort immer eine kleine Menge Benzin durchsickern konnte, vor allem wenns rumstand. Meine Einlassventile waren gut zugekrustet, das könnten Rückstände von verdunstetem Benzin sein. Rinnt das Benzin durch den Vergaser und Motor ins Öl, verdünnt es dieses immer mehr...
Könnte mir vorstellen, dass die Schmierung dadurch nicht mehr ausreichend war.
Wie seht Ihr das?

Man könnte das Öl übrigens mit Teststreifen prüfen. Das hätte ich am besten gleich beim Probefahren gemacht...
Jetzt brauche ich keine Teststreifen mehr, weil Ölwechsel und Ölfilter neu gemacht, Benzinhahn und Vergaser wieder in Ordnung.
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Alt 03.06.2024, 20:37:25   #27
SILG
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OFFTOPIC:
Gibt es hier im Forum Threads zum Thema gutes und oder günstiges Werkzeug und Ersatzteile.

Fände es gut wenns ne Übersicht gäbe zu Bezugsquellen von Ersatzteilen und Werkzeug wenn jemand was empfehlen kann oder nen Tipp hat.
Mir gehts dabei nicht um Werbung, da hätt ich auch keine Lust drauf, sondern wenn jemand aus eigener Erfahrung als "Kunde" nen guten Tipp hat, den anderen (übersichtlich) zugänglich zu machen...
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Alt 03.06.2024, 22:52:30   #28
AmigaHarry
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Benzin im Öl ist ein absolutes no-go! Es killt die Lager in Rekordzeit! Und nein, unser Öl riecht nicht nach Sprit, solange Schwimmerventile und Benzinhahn OK sind. Die oben geschriebenen Probleme sind nicht nur vermutlich, sondern ganz sicher Schuld an den NW-Lagern und hoffentlich nicht auch noch anderen (Pleuel, KW / AW).

Zu den NW und Köpfen gibts keine Paarungen - die Toleranz ist deswegen auch so groß! Nur die Lageroberteile müssen zum jew. Kopf gehören - die werden gemeinsam gebohrt. Sie sind üblicherweise nicht untereinander tauschbar, auch wenn es bei einigen hin und wieder trotzdem geklappt hat. Kann auch ins Auge gehen.
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Alt 21.07.2025, 15:27:14   #29
AachenPizza
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Standard Verschleiß Nockenwelle ?

Guten Tag erstmal,

mein Name ist Patrick, zur Liebe alter Schätzchen und wahrscheinlich in der Midlife Crisis habe ich mir eine Suzuki GS500E(U) gekauft. Mit gar keiner Ahnung von Motoräder aber alten Autos schon. Das gute Stück mit etwas Wartungsstau, wenig Km (28000km) günstig mit neuen TÜV gekauft (im Nachhinein frage ich mich ob der TÜV nicht gekauft wurde). Etwas Geld und Arbeit reininvestiert. Neue Reifen, Gabel revidiert, Federbein neu von YSS (gebrauchte werden Wahrscheinlich auch durchgelutscht sein) Vergaser zerlegt Ultraschall gereinigt.
In dem Zuge wo alles ab war Ventilspiel geprüft. war natürlich schon etwas größer (0,10-0,11mm) Shims getauscht alles wieder in der Toleranz von
0,03-0,08mm.
Da ich beim zusammen bau mir das Gewinde von Nockenwellenlagerbock zerschossen habe, diesen wieder repariert habe und die "alten" Schrauben wieder eingesetzt habe um Festzustellen das es Dehnschrauben sind muss alles wieder runter und diese ersetzen. Also noch etwas Baustelle.
Jetzt meine Frage zu den der einen "Nocke" und dem "alten" Shim. Die Nocke scheint etwas verfärbt zu sein. Der Shim hat kreisförmige Abnutzungen. Die anderen nicht. Soll ich das beobachten ? Was meint Ihr?
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Alt 21.07.2025, 17:03:45   #30
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Zitat:
Zitat von AachenPizza
Da ich beim zusammen bau mir das Gewinde von Nockenwellenlagerbock zerschossen habe, diesen wieder repariert habe und die "alten" Schrauben wieder eingesetzt habe um Festzustellen das es Dehnschrauben sind muss alles wieder runter und diese ersetzen.
Was genau soll da eine Dehnschraube sein? Die Ventildeckelschrauben sind es jedenfalls nicht. Anzugsmoment laut Suzuki 14Nm, mein persönliches Moment 7Nm, ich empfehle max 10Nm.

Die Nocke sieht tatsächlich nicht gut aus und wurde mal zu heiß. Ich würde falls möglich die Höhe messen und das ganze in 1000, 2000, 5000km checken. Wird das Maß gravierend kleiner (ich würde Verschleiß bis 5/100mm noch akzeptieren), dann die Nockenwelle tauschen.
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Alt 21.07.2025, 18:01:42   #31
AmigaHarry
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Bei der Nocke würde ich gerne den Bereich sehen, der auf den Shimm drückt (bitte HIRES Bild) - der Rest kann aussehen wie er will...
Der Shimm schaut jetzt für mich erst einmal nicht so problematisch aus.

Dehnschrauben: Suzuki verwendet beim NW Lager Spezialschrauben, die einen Dehnbereich haben: vom Kopf bis zum Gewindeanfang. Diese sollten nicht wiederverwendet werden, da sie sich beim Einbau eben dehnen und das möglicherweise ein zweites Mal nicht überleben und abreissen.
Im Manual steht nur das es spezielle, hochfeste Schrauben sind - im Werkstattbulletin, welches für alle Suzukimotoren gilt, steht dann ergänzend das es Dehnschrauben sind. Und das sind sie auch, denn wir haben's Anfangs auch geschafft, welche abzureissen - weit vor errichen des Nenndrehmomentes. Man sieht dann auch sehr deutlich die Einschnürung des Dehnbereiches.

@AchenPizza: Wozu hast du die NW überhaupt ausgebaut? Ventile stellt man mit eingebauter NW ein.
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Alt 22.07.2025, 07:47:03   #32
AachenPizza
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Zitat:
Zitat von gsmattis Beitrag anzeigen
Was genau soll da eine Dehnschraube sein? Die Ventildeckelschrauben sind es jedenfalls nicht. Anzugsmoment laut Suzuki 14Nm, mein persönliches Moment 7Nm, ich empfehle max 10Nm.

Die Nocke sieht tatsächlich nicht gut aus und wurde mal zu heiß. Ich würde falls möglich die Höhe messen und das ganze in 1000, 2000, 5000km checken. Wird das Maß gravierend kleiner (ich würde Verschleiß bis 5/100mm noch akzeptieren), dann die Nockenwelle tauschen.
Vielleicht hatte ich mich nicht klar ausgedrückt. Die Problematik wird hier manchmal nicht klar Kommuniziert. Ich Vermuten wegen den Begrifflichkeiten. Ich Musste ja "Nockenwellenlagerdeckel" zur Reparatur demontieren. Folglich müssen die Schrauben mit der Bezeichnung "11" neu. Höhe im eingebauten zustand wird glaube ich schwierig. Werde es aber beobachten. Danke
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Alt 22.07.2025, 08:02:54   #33
AachenPizza
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Zitat:
Zitat von AmigaHarry Beitrag anzeigen
Bei der Nocke würde ich gerne den Bereich sehen, der auf den Shimm drückt (bitte HIRES Bild) - der Rest kann aussehen wie er will...
Der Shimm schaut jetzt für mich erst einmal nicht so problematisch aus.

Dehnschrauben: Suzuki verwendet beim NW Lager Spezialschrauben, die einen Dehnbereich haben: vom Kopf bis zum Gewindeanfang. Diese sollten nicht wiederverwendet werden, da sie sich beim Einbau eben dehnen und das möglicherweise ein zweites Mal nicht überleben und abreissen.
Im Manual steht nur das es spezielle, hochfeste Schrauben sind - im Werkstattbulletin, welches für alle Suzukimotoren gilt, steht dann ergänzend das es Dehnschrauben sind. Und das sind sie auch, denn wir haben's Anfangs auch geschafft, welche abzureissen - weit vor errichen des Nenndrehmomentes. Man sieht dann auch sehr deutlich die Einschnürung des Dehnbereiches.

@AchenPizza: Wozu hast du die NW überhaupt ausgebaut? Ventile stellt man mit eingebauter NW ein.
Guten Morgen, NW war nicht ausgebaut. Hatte mir beim montieren des Ventieldeckels das Gewinde vom NWlagerschale/bock zerstört und diesen zur Reparatur ausbauen müssen. Beim montieren habe ich die "alten" schrauben wieder verwendet. Noch ist nicht passiert. Bin ca. 200 Km gefahren. Werde das jetzt aber umgehen gegen "neue" Schrauben ersetzen. Foto werde ich versuchen in dem Zuge zu machen.
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Alt 22.07.2025, 08:56:41   #34
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Lass sie drinnen. Wenn sie beim Einbau nicht reissen, reissen sie auch jetzt nicht mehr (Im Betrieb passiert sowas sehr, sehr selten - mir ist sowas bisher nicht bekannt).

Aber beim nächsten mal unbedingt neue einbauen. Wenn du die dann einmal aufschrauben musst, sei vorsichtig: Das Anfangsdrehmoment zum lösen ist sehr hoch und manchmal reissen sie dann (anheizen hilft etwas). Mit viel Glück steht dann noch ein Schraubenrest aus dem Sackloch - wenn nicht heist es Zylinderkopf runter und ausbohren - und das ist echt Sche...e, da die Schrauben extrem hart sind. In dem Fall geht das nur, indem man eine kleine Führungsbuchse dreht um den Bohrer im Sackloch zu führen und man braucht eine gute Ständerbohrmaschine oder Fräse.
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Alt 22.07.2025, 09:26:21   #35
AachenPizza
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Zitat:
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Lass sie drinnen. Wenn sie beim Einbau nicht reissen, reissen sie auch jetzt nicht mehr (Im Betrieb passiert sowas sehr, sehr selten - mir ist sowas bisher nicht bekannt).

Aber beim nächsten mal unbedingt neue einbauen. Wenn du die dann einmal aufschrauben musst, sei vorsichtig: Das Anfangsdrehmoment zum lösen ist sehr hoch und manchmal reissen sie dann (anheizen hilft etwas). Mit viel Glück steht dann noch ein Schraubenrest aus dem Sackloch - wenn nicht heist es Zylinderkopf runter und ausbohren - und das ist echt Sche...e, da die Schrauben extrem hart sind. In dem Fall geht das nur, indem man eine kleine Führungsbuchse dreht um den Bohrer im Sackloch zu führen und man braucht eine gute Ständerbohrmaschine oder Fräse.
Ich kann nicht ruhig schlafen wenn die neuen nicht drin sind. Außerdem habe ich schon neue bestellt. Ist ne halbe Stunde Arbeit die zu tauschen. Und wenn ich da schon dran bin werde ich was Axialspiel der NW messen damit ich weiß was ich im Winter alles machen kann.
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Alt 22.07.2025, 10:26:50   #36
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Dehnschrauben: Suzuki verwendet beim NW Lager Spezialschrauben,
Gilt das für alle Suzuki Modelle?
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Alt 22.07.2025, 11:30:39   #37
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Ja, soweit ich weis! Meines Wissens wurde das nie geändert und gilt auch für 4-Ventiler. Anders ist das nur bei Modellen, wo die obere Hälfte des Lagers keine eigene Schale (Bock) ist, sondern im Ventildeckel integriert ist (z.B. VX/VS/RV-Modelle)
Bei Schrauben mit der Bezeichnung "11" (früher auch "9" oder dem Suzuki-"S") ist bei Suzuki immer Vorsicht geboten - egal wo die eingeschraubt sind. Diese werden immer nur an dynamisch-hochbelasteten Bereichen verwendet und haben eine weit höhere Festigkeit als normale Schrauben.
Durch hohe Spannungen/Dehnung verändert sich das Gefüge und sie werden spröder und brechen leichter bei Wiederverwendung. In den Werkstattanweisungen empfiehlt Suzuki grundsätzlich dafür immer neue Schrauben zu verwenden (ich habe solche Empfehlungen aber auch schon bei Honda, Yamaha und Aprilia gesehen und bei den anderen Herstellern ist es warscheinlich auch so).

Noch was zum Begriff Dehnschraube: Das kommt aus der deutschen übersetzung aus dem Englischen. Gemeint ist hier aber keine Schraube, die einen "explizit elastischen" Dehn-Bereich aufweist, sondern eine Schraube die einen "Solldehnbereich" hat (in dem sie die zul. Dehnung aufnimmt) und an dem sie auch bei Überlast abbricht (quasi sowas wie eine Sollbruchstelle).
Üblicherweise ist dazu der Durchmesser zwischen Kopf und Gewindeanfang ein paar Zehntel kleiner, um das Problem der Spannungsrissbildung in den Gewindegängen abzufangen (obwohl diese Gewinde grollt und nicht geschnitten sein müssen). Damit soll sichergestellt werde, das im Falle des Falles die Schraube nicht im Gewindeteil reisst, wo man sie an manchen Stellen nicht mehr rausbekommt.
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Alt 22.07.2025, 15:15:11   #38
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Ich hatte beim Ventilspiel einstellen 32 Schrauben (2 V2 Moppeds) und ein paar davon doppelt in der Hand und weder meinem Bruder noch mir ist eine Zahl auf dem Kopf aufgefallen. Er meint aber, wenn er sich festlegen müsste, dann doch eher mit Zahl.
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Alt 22.07.2025, 18:51:00   #39
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Ich weis jetzt nicht genau, ob das bei allen Suzi-V-Motoren so ist, aber die haben die obere Lagerschale in den Ventildeckel integriert. Da werden dann, soweit ich das kenne, keine 9er oder 11er verwendet. Das sind die Motoren, bei denen man zum Einstellen der Ventile nur jeweils einen kleinen Deckel abschrauben muss.
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Alt 22.07.2025, 19:37:18   #40
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Das waren SV und TL 1000. Da sind die beiden Nockenwellenlagerböcke zu einer "Brücke" verbunden, nicht in den VD integriert.
Das ist die Schraube. Sieht nach einer 7 aus.
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Alt 22.07.2025, 22:41:00   #41
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Kaum zu erkennen. Eine 7 wäre eine Normale.
Habe zwar schon an einer TL1000R herumgeschraubt, aber die SV/TL-Motoren kenne ich nicht wirklich.
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Alt 23.07.2025, 10:54:29   #42
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Zitat:
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Bei der Nocke würde ich gerne den Bereich sehen, der auf den Shimm drückt (bitte HIRES Bild) - der Rest kann aussehen wie er will...
Der Shimm schaut jetzt für mich erst einmal nicht so problematisch aus.

Dehnschrauben: Suzuki verwendet beim NW Lager Spezialschrauben, die einen Dehnbereich haben: vom Kopf bis zum Gewindeanfang. Diese sollten nicht wiederverwendet werden, da sie sich beim Einbau eben dehnen und das möglicherweise ein zweites Mal nicht überleben und abreissen.
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@AchenPizza: Wozu hast du die NW überhaupt ausgebaut? Ventile stellt man mit eingebauter NW ein.
Verstehe ich richtig das du (bitte HIRES Bild) damit meinst wenn die Nocke das Ventiel nach unter drückt?
Danke im Vorraus.
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Alt 23.07.2025, 11:00:52   #43
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Nein, ein hochauflösendes Bild von der Nockenfläche damit man sieht wie die Beschichtung aussieht. Zb. so wie im angehängten Bild (btw: die ist "fetzenhin"!)
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