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Alt 09.07.2011, 15:27:53   #1
Bud_Weiser
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Hallo Leute,

ich habe gestern meine GS 500 E vom Verkäufer abgeholt und bin mithin absoluter Newbie in diesem Forum; gewisse Schrauberkenntnisse sind wohl vorhanden, aber null Plan von der GS 500... Daher find ichs toll, dass es hier eine Community gibt, wo man sich gegenseitig hilft. Am Anfang werde ich wohl erstmal eine Menge zu fragen haben, aber später hoffe ich dann auch mal was zurückgeben zu können!

Also laut Verkäufer ist das Mopped natürlich total in Ordnung etc. Ich hatte auch den Eindruck, das es zumindest gut erhalten ist (sonst hätt ichs ja auch nicht gekauft ). Als ich es allerdings dann bei mir zuhause abstellte und nach 10 Minuten noch mal nachguckte, war unter dem Motor ein kleiner Ölfleck - nur 10 cm im Durchmesser, also nix dramatisches, aber immerhin.

Nachschauen und Reinigen mit Vliespapier ergab, dass das Öl irgendwo oben vom Motor kommt, höchstwahrscheinlich entweder aus dem Vorbau, der zwischen den Zylindern Richtung Vergaser zeigt und den ich für den Steuerkettenspanner halte, oder links aus der Zylinderfußdichtung (hoffentlich nicht!), und dann links am Motor runterläuft. Rechts ist alles trocken.

Ist diese Diagnose halbwegs plausibel oder gibts da noch andere "übliche Verdächtige"? Da ja jetzt dann sowieso erstmal Ölwechsel ansteht, wären auch Informationen zum Thema Anzugdrehmoment der drei Schrauben des Ölfilterdeckels sowie die Maße der Dichtung für die Ölablasschraube hilfreich. Ein bischen was zum Thema Ölwechsel habe ich zwar hier http://www.gs-500.info/index.php?title=%C3%96l gefunden, aber eben nicht alles. Falls es hier im Forum entsprechende FAQs geben sollte, wäre ich für den Hinweis natürlich dankbar! Ein Schrauberhandbuch muss ich mir dann auch noch besorgen.

Ach ja, eins noch: als Öl hatte ich das halbsynthetische 10W40 von Louis ins Auge gefasst. Unter obigem Link steht zwar, dass man am besten mineralisches nehmen sollte, aber das gibts glaubich gar nicht als 10W...

Danke schonmal für die Starthilfe!

Greetz

Bud Weiser


P.S. Ein paar FAQs (Ölsorte, Ölwechsel generell) hab ich jetzt schon gefunden. Leider noch nix zum Anzugdrehmoment der Ölfilterschrauben und der Maße der Kupferdichtung für die Ölablasschraube (die ich ja vorm Ölwechsel erstmal besorgen muss).

Geändert von Bud_Weiser (09.07.2011 um 15:51:45 Uhr)
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Alt 09.07.2011, 18:37:26   #2
berndy
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Könnte die Dichtung am Steuerkettenspanner sein, kommt häufig vor. Zur Sicherheit würde ich aber auch mal unter den Tank gucken, ob der Schlauch der Kurbelgehäuseentlüftung noch da ist. Wenn da was raussabbert, läufts auch noch unten.

Drehmoment der Ölfilterschrauben: maximal handfest ~ 5 - 8 Nm

Drehmoment Ölablassschraube: 20 - 25 Nm

Gewindegröße Ölablassschraube: M14x1,25

Innendurchmesser Dichtring: 14 mm

1. Das wird durch den O-Ring dicht. Bei jedem Filterwechsel einen neuen O-Ring einbauen. Die Schrauben reißen schnell ab, also vorsichtig anziehen, die müssen auch nichts halten.

2. Die Ölablassschraube ist auch mit 20 Nm dicht. Mein Dichtring (derselbe) hält schon 7 Ölwechsel dicht. Muss man halt gucken, dass der keinen Grat oder Druckstellen hat. Im Zweifel einen neuen verbauen. Das Gewinde der Ölablassschraube ist nur im Alu-Gehäuse, das reißt auch schnell aus, also Vorsicht beim Anziehen. Das braucht nicht fest sein. Die Schraube muss nur sich selbst halten.
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Man sollte es so oder so nicht übertreiben.
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Alt 12.07.2011, 22:25:46   #3
Bud_Weiser
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@ berndy

Danke für die Hilfestellung - erster Ölwechsel hat ganz gut geklappt. Größtes Problem war, dass ich keine passende Nuss für die Ölablassschraube hatte - bis ich dann spaßeshalber eine Zündkerzennuss probiert hab . Vorteil dabei war obendrein noch, dass ich keine Ratschenverlängerung brauchte!

Das Ölleckproblem scheint sich von selbst beseitigt zu haben. Nun gilts die viel zu weiche Gabel auf Vordermann zu bringen.
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Alt 05.08.2011, 11:04:48   #4
Bud_Weiser
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Zitat:
Zitat von berndy Beitrag anzeigen
Drehmoment der Ölfilterschrauben: maximal handfest ~ 5 - 8 Nm


1. Das wird durch den O-Ring dicht. Bei jedem Filterwechsel einen neuen O-Ring einbauen. Die Schrauben reißen schnell ab, also vorsichtig anziehen, die müssen auch nichts halten.
Also ca. die ersten 100 km wars dicht - jetzt ölts, und zwar unten aus dem Ölfilterdeckel raus (mehrmals trockengewischt, schon nach einigen Kilometern Fahrt hing da wieder Öl unten dran. Und bei mir vor der Haustür tropfts dann auf den Gehweg, was die Nachbarn ärgert). Ich hab alle Muttern jetzt noch mal mit 10 Nm nachgezogen - ohne Erfolg.

Allerdings ist die untere Hutmutter eingedetscht (so als hätte da mal wer mit nem Hammer draufgehauen). Könnte es das sein? Oder was sonst möglicherweise? Bin ich vielleicht gar unfähig, den O-Ring richtig einzusetzen?

Voller Selbstzweifel

Bud

Nachtrag: Habe die eingedetschte Hutmutter jetzt erstmal durch eine offene Mutter erstzt, Unterlegscheibe drunter und das ganze handfest angezogen. Ölt immer noch. Entweder war der O-Ring zu dünn, oder das Zeug kommt woanders her...

Tendiere mittlerweile sehr dazu das Fzg. wieder abzustoßen... ein echtes Groschengrab.

Geändert von Bud_Weiser (05.08.2011 um 16:41:28 Uhr)
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Alt 07.08.2011, 16:07:03   #5
berndy
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Der O-Ring rutscht auch mal ganz gerne aus seiner Nut, besonders wenn er durch die Lagerung verzogen ist.

Man kann den mit kleinen Fettbatzen in die Nut "kleben" damit er nicht verrutscht.

Was auch vorkommen kann ist, dass das Gewindestück zu weit über den Deckel heraussteht. Dann kann die Hutmutter natürlich nicht am Gehäuse anliegen und auch keine Kraft übertragen. Die Mutter lässt sich halt nur soweit eindrehen, bis das Gewindestück an der Innenseite des Huts anliegt.

Wenn der Hut deiner Mutter eingedrückt ist, könnte das die Ursache sein.

Entweder du legst eine Scheibe unter oder besorgst dir eine passende neue Hutmutter. Zur Not geht auch eine normale Mutter. Dann würde ich aber etwas gegen Rost drauf machen.

Manchmal, wenn man die Schrauben nicht über Kreuz (ja ich weiß, sind nur drei) anzieht, kann sich der Deckel verspannen. Oder es schleicht sich auch ein Fremdkörper mit ein. Muss man halt sauber arbeiten.

Übrigens bringt in einem solchen Fall mehr Drehmoment nichts.

Die Flächenpressung ist auch mit 5 oder 8 Nm so stark, dass das dicht ist. Mit mehr Drehmoment läuft man Gefahr, dass eine Schraube reißt oder gedehnt wird.
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Alt 07.08.2011, 18:22:28   #6
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Zitat:
Zitat von Bud_Weiser Beitrag anzeigen
Also ca. die ersten 100 km wars dicht - jetzt ölts, und zwar unten aus dem Ölfilterdeckel raus (mehrmals trockengewischt, .
Ursache ist oftmals Schmutz im Dichtungsbereich.

Vor dem Dichtungswechsel sollte man den Bereich immer penibel reinigen.
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Gruß Krafti
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Alt 10.08.2011, 22:04:07   #7
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Wenn man sich über den Steuerkettenspanner hermacht.

Gibts was zu beachten, oder gleich weiteres mitzu kontrollieren, wenn man dort schon die Dichtung tauscht?

Meiner dürfte dort bisl herumsafteln
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Alt 11.08.2011, 07:48:12   #8
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Zitat:
Zitat von krafti Beitrag anzeigen
Ursache ist oftmals Schmutz im Dichtungsbereich.

Vor dem Dichtungswechsel sollte man den Bereich immer penibel reinigen.
Hab den Deckel gestern noch mal abgemacht - da war tatsächlich Schmutz zwischen; man konnte den Abdruck eines Sandkorns deutlich im O-Ring sehen.

Allein das penible Reinigen hat mich eine halbe Stunde gekosten - von irgendwoher zieht man beim Sauberwischen immer ein wenig Dreck nach. Und gestern hab ich am kalten Motor gearbeitet. Fürn Ölwechsel muss man den Motor ja erst warmfahren, und dann da zwischen den heißen Krümmern rumfummeln - echt kein Spaß...
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Alt 11.08.2011, 08:00:20   #9
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Zitat:
Zitat von Paincookie Beitrag anzeigen
Wenn man sich über den Steuerkettenspanner hermacht.

Gibts was zu beachten, oder gleich weiteres mitzu kontrollieren, wenn man dort schon die Dichtung tauscht?

Meiner dürfte dort bisl herumsafteln
Also bei mir kommen da nur ganz wenige Tröpfchen auf 100 km raus - als Notlösung hab ich ne zusammengerollte alte Baumwollsocke unter den Steuerkettenspanner geklemmt - vielleicht nicht sehr fachmännnisch aber wirksam.

Richtig beigehen werd ich da erst beim nächsten Einstellen des Ventilspiels. Steuerkettenspanner abbauen, noch zusätzlich (zu den regulären Dichtungen) Hylomar auf die Dichtflächen - dann sollte Ruhe sein. Für die Überprüfung des Kettenspanners (biete sich, ja wenn schon ausgebaut, an) als solchen würd ich ggf. nen neuen Thread aufmachen... Oder kuckst du hier: http://www.technischedaten.com/view/...d48a6bkchr75g/ auf Seite 3-29

Geändert von Bud_Weiser (11.08.2011 um 09:13:58 Uhr) Grund: Zusätzliche Info eingefügt
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Alt 11.08.2011, 08:09:37   #10
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Den Steuerkettenspanner kannst du immer ausbauen. Das hat mit der Ventilspielkontrolle nix zu tun.
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Alt 11.08.2011, 09:16:11   #11
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Zitat von Saugwurmmensch Beitrag anzeigen
Den Steuerkettenspanner kannst du immer ausbauen. Das hat mit der Ventilspielkontrolle nix zu tun.
Aber wenn oben alles runter ist, kommt man da besser ran. Kann man auch gleich Steuerkette auf Längung prüfen.
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Alt 11.08.2011, 10:12:59   #12
White
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Zitat von Bud_Weiser Beitrag anzeigen
Allein das penible Reinigen hat mich eine halbe Stunde gekosten - von irgendwoher zieht man beim Sauberwischen immer ein wenig Dreck nach. Und gestern hab ich am kalten Motor gearbeitet. Fürn Ölwechsel muss man den Motor ja erst warmfahren, und dann da zwischen den heißen Krümmern rumfummeln - echt kein Spaß...


Naja die Krümmer kühlen ja schnell wieder ab. Du sollst die Kiste ja nur warm und nicht heiß fahren vorm Ölwechsel. Bis du dann dein Gefäß unter die GS gestellt hast die Ölablassschraube ab hast und bissle gewartet hast dass das Öl draußen ist dann verbrennste dich auch nicht mehr an den Krümmern.
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Alt 11.08.2011, 16:45:47   #13
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Zitat von Bud_Weiser Beitrag anzeigen
Aber wenn oben alles runter ist, kommt man da besser ran. Kann man auch gleich Steuerkette auf Längung prüfen.
Wenn der Vergaser runter ist, hat man den maximalen Zugriff.
Steuerkettenlängung ist bei der GS eher unüblich.
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Alt 11.08.2011, 18:37:43   #14
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Zitat von Saugwurmmensch Beitrag anzeigen
Steuerkettenlängung ist bei der GS eher unüblich.
Das hört man gerne!
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