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#1 |
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Benutzer
Registriert seit: 08.05.2020
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Baujahr: 1991
Kilometer: 38000
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Hallo zusammen,
nachdem meine GS heute nicht mehr ohne Starthilfe angesprungen ist, habe ich die Batterie und Laderegler mal gemessen. Spannung ohne Last waren 11,7 V, im Leerlauf 12,7 V bei 5000rpm 13,7 V. Müsste die nicht eigentlich konstant sein und nicht mit der Drehzahl ansteigen? Beim Durchmessen des Ladereglers habe ich so gut wie überall einen unendlich hohen Widerstand gemessen, außer paar Mal im Megaohm Bereich, aber definitiv außerhalb der angegebenen Werte. Im Handbuch stand nur, dass falsche Messwerte auch durch das Messgerät kommen können. Also meine Frage: Sprechen die gemessenen Werte für einen defekten Spannungsregler? Und falls ja, wo bekommt man am besten einen neuen her, der was taugt? Liebe Grüße |
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#2 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.11.2005
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Nein die Ladespannung ist drehzahlabhängig - zumindest bis ca-. 2000rpm, das die LiMa das noch nicht packt. Über 2000rpm sollte sie "relativ" konstant bleiben.
13.7V sind noch OK bei 5000rpm. Ansonsten lies in den FAQ über das Ladesystem nach. Geändert von AmigaHarry (30.03.2024 um 21:59:21 Uhr) |
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#3 |
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Stammtisch Hamburg
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Fernlicht war eingeschaltet?
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Bandit 1200 TL1000S weil nur 6 Zylinder Sinn ergeben
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#4 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.11.2005
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#5 |
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Super-Moderator
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Ich denke, dass die Batterie nur noch 11,7 V hatte.
@Halbroyal Jede Batterie hat eine Selbstentladungsrate. Daher sollte sie regelmäßig (nach 2 Monaten) nachgeladen werden. Wenn sie erst vor kurzem eine längere Strecke gefahren wurde, sollte die Spannung aber zum Starten ausreichen. Falls nicht, könnte die Batterie defekt sein. https://www.louis.de/magazin/rund-um...atterie-warten Trotzdem schadet es nicht die Lichtmaschine einmal zu messen. https://forum.gs-500.de/showthread.p...aschine+messen
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![]() Man sollte es so oder so nicht übertreiben. |
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#6 |
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Benutzer
Registriert seit: 08.05.2020
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Kilometer: 38000
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Hallo zusammen,
Danke erstmal für eure Antworten. Ja mit 11,7 V war die Batteriespannung gemeint wenn nichts dran hängt und der Motor nicht läuft ^^ Fernlicht hatte ich nicht an, nur Abblendlicht. Die Spannung ist auch nach 2000 RPM mit der Drehzahl noch angestiegen, ich weiß nicht welchen Spannungsanstieg man noch als relativ konstant bezeichnet. Ich habe mal den Laderegler wie beschrieben durchgemessen (siehe Anhang) und auch die Statorwicklungen. Die Wicklung liegen allen bei 0,7 Ohm. Die ungeregelte Lima habe ich noch nicht geschafft zu messen. Für mich wirkt es so als wäre der Regler hinüber. Die Batterie habe ich erst letzte Woche neu und bin vor dem nicht mehr anspringen auch eine längere Strecke gefahren. Liebe Grüße |
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#7 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.11.2005
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Kilometer: 1.1mio
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Die Durchgänge der Phasenbrücken auf Masse und auf Plus sind viel zu hoch (wenn du richtig gemessen hast und das tatsächlich MOhm sind - wundert mich etwas das es beide Stränge betrifft).
Wenn es stimmt hat er tatsächlich was ab. Schaut auch aus, als ob die Zenerdiode (sitzt im Regler) den Geist aufggeben hätte - die darf maximal (!!) 100Ohm haben - nominal nur 40Ohm) Statorwicklungen: 0,7 Ohm ist OK. Auch auf Durchgang auf Masse geprüft? Leerlaufleistung messen: Lima vom Regler abhängen, Motor starten und bei 5000rpm die WECHSELSPANNUNG zwischen den einzelnen Phasen messen. Diese sollte knapp um diei 75V~ liegen. Manche billige Messgeräte liefern bei der Frequenz (~170Hz) ungenaue Werte. Sind alle 3 Messwerte gleich (falsch), kann man aber trotzdem davon ausgehen, das die Spulen in Ordnung sind |
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#8 |
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Benutzer
Registriert seit: 08.05.2020
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Danke für's ankucken. Hat mich auch gewundert, dass alle Stränge so daneben sind. Ich hab es sicherheitshalber von meinem Vater auch nochmal messen lassen, der kommt aufs gleiche. Stator auf Masse hab ich auch geprüft, ist kein Durchgang.
Zum Regler: Seit ich mich damit beschäftigt habe, bin ich total fasziniert von dem Teil, werde aber aus den ganzen Schaltplänen nicht schlau. Meinst du mit Regler die "Controll Unit", laut Schaltplan in dem Link von berndy wo die Zenerdioden drin sein sollen? Ich werde die Tage mal nen eigenen Thread machen um da Infos zusammen zu sammeln vllt kann man ja ein sinnvolles vollständiges Schaltbild zusammen bekommen. Liebe Grüße Edit: Wie kommst du auf 170Hz bei 5000 rpm? Bei einer Polpaarzahl von drei im Rotor komme ich irgendwie auf w,mechanisch= π*n/30=523 rad/s w,elektrisch= 3*523= 1569 rad/s f,elektrisch=w,elektrisch/(2π)=250 Hz. Bitte nicht hauen, ich hab da noch nicht so viel Plan von �� Geändert von Halbroyal (02.04.2024 um 10:57:08 Uhr) |
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#9 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.11.2005
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250 Hz wären es wenn du alle 3 Spulen gleichzeitig misst. Du misst aber nur jew. 2 gegeneinander und damit hast du nur 2/3 der Nominalfrequenz.......klar?
Den Beitrag im Link zu den FAQ habe ich geschrieben..... Ladesystem: Das ist schon ein bischen komplexer. Das System arbeitet mit Gegeninduktion in den Spulen der Lima - das heist, es wird immer die vorlaufende Spule gegen die nachlaufende Spule geschaltet, weswegen dann die jew. Spannung absinkt/zusammenbricht. Die Schaltung im Bild mit dem kleinen IC (Controll Unit) sorgt dafür, das die Gegeninduktionswelle immer zum richtigen Zeitpunkt abgeschnitten wird, um die gewünschte Arbeits-Spannungshöhe zu erhalten - sonst würde ja gar keine Spannung rauskommen. Dadurch entsteht eine fast sägezahnähnliche Wechselspannung mit variabler Amplitudenhöhe (und länge). Das wurde hier in einem Forumsbeitrag vor langer Zeit schon einmal episch ausdiskutiert. Die Zehnerdiode (im Schemabild gar nicht dargestellt) dient nur zur Glättung und hat im Grunde keine begrenzende Wirkung, wie das in früheren Reglern der Fall war. |
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#10 |
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Benutzer
Registriert seit: 08.05.2020
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Ahhh, die SCR-Dioden sind ohne Steuersignal ja zuerst nicht leitend und die Schaltung funktioniert wie ein normaler B6-Gleichrichter und es liegt eine Spannung am Ausgang an. Sobald man aber ein Steuersignal auf die SCR-Dioden gibt, schließen die die zwei Phasen kurz, wodurch die Spannung am Ausgang null wird. Mit der Steuerelektronik kann man nun das Verhältnis von an zu aus festlegen und erhält so eine im Mittel runtergeregelte Spannung. Die überschüssige Leistung wird dann eben im Stator verbraten (wenn der bei 5000 U/min schon 75V bringt aber ~80%? Scheint mir viel).
Aber ich glaube jetzt hab ich das Prinzip verstanden, Danke dir! Weißt du zufällig was genau in der Steuerelektronik ("Control Unit") passiert? Und warum da zwei Leitungen auf das gleiche Potential rausgehen?
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Bitte nicht hauen (: Geändert von Halbroyal (02.04.2024 um 16:11:06 Uhr) |
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| gleichrichter, laderegler, spannungsregler |
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